Torschützen: Onguene (50.) Minamino (86., 90.+2); Pulisic (20., 28.), Barkley (23.), Pedro (57.), Batshuayi (88.)

Ein Spiel auf höchstem Niveau endet mit einem leistungsgerechten 3:5. Unsere Burschen hielten über weite Strecken mit dem UEFA Europa League-Sieger mit, scheiterten letztendlich aber an der Chancenauswertung.

Spielbericht

Das Saisoneröffnungsspiel gegen Chelsea FC startete mit einem ambitionierten Beginn unserer Burschen. Nach einem diagonalen Steilpass von Rasmus Kristensen hatte Hee Chan Hwang bereits nach einer Minute die erste Gelegenheit, allerdings stand der Koreaner beim Abspiel im Abseits. Innerhalb der ersten zehn Minuten fand das Spiel ausschließlich vor dem Kasten Chelseas statt. Majeed Ashimeru verzeichnete nach drei Minuten den ersten Schuss auf das Tor aus zentraler Position. In Folge blieben wir weiter präsent. Den Hereingaben von Kristensen und Ulmer fehlte es aber noch an der finalen Präzision.

In der 11. Minute schaltete Hee Chan Hwang in einer Umschaltbewegung schneller als Chelseas Kurt Zouma. Da konnte nur noch Kepa mit einer Glanztat das Netz sauber halten. Die perplexen Londoner ließen uns viele Räume, sodass wir den amtierenden UEFA Europa League-Sieger fest im Griff hatten. Erst in der 20. Minute kam Chelsea das erste Mal gefährlich vor unser Tor. Dann aber richtig. Christian Pulisic verzeichnete mit seiner Führung das erste Tor im Trikot der Blues (20.).

Nur kurz danach brachte Kristensen den heranstürmenden Christian Pulisic im Strafraum zu Fall. Den folgenden Elfmeter verwertete Ross Barkley staubtrocken mit einem Schuss in die linke Ecke zum 2:0 für die Briten (23.).

Unsere Burschen blieben ambitioniert, wurden aber durch einen schnellen Konter abermals eiskalt von Chelsea erwischt. Wieder war es Pulisic, der in der 28. Minute nach einer missglückten Ecke allen davonlief und unseren Schlussmann Cican Stankovic zum 3:0 überlupfte.

Dennoch verzückten unsere Burschen weiter mit offensivem Fußball. Dominik Szoboszlai dribbelte zwei Mal sehenswert in den Strafraum, allerdings ohne Endprodukt.

Die beste Chance im ersten Durchgang verzeichnete dann ebenfalls der Ungar, als er mit einem perfekt angetragenen Freistoß aus 25 Metern nur in Kepa Arrizabalaga seinen Meister fand. Das gab unserer Mannschaft noch mehr Mut. Zunächst tankte sich Erling Haaland durch drei Gegenspieler hindurch, bis er vom vierten zu Fall gebracht wurde. Beim anschließenden Freistoß vergab Kristensen nur knapp. Ohne Glück im Abschluss blieben unsere Burschen im ersten Durchgang ohne Treffer.

Mit komplett neuem Personal begannen wir auch in der zweiten Halbzeit schwungvoll. Am Ende einer Kombination über den linken Flügel wagte der zur Halbzeit eingewechselte Masaya Okugawa einen Abschluss aus spitzem Winkel, der ins Seitennetz einschlug. Unsere Burschen blieben dran. Nach einer Junuzovic-Ecke stieg Jerome Onguene am höchsten und nickte zum 1:3 ein (50.).

Das weckte sowohl Mannschaft als auch Publikum wieder auf. Angetrieben von einer lauten Red Bull Arena lief das Offensivspiel nun wie am Schnürchen. Patson Daka scheiterte aus kurzer Distanz nur knapp an Kepa, doch prompt hatte Chelsea wieder die passende Antwort: Mit einem Kung-Fu-Kick ferselte Pedro das Leder in der 57. Minute zum 4:1 über Philipp Köhn hinweg ins Netz. Ein Treffer wie ein Zirkusstück.

Aber wie Stehaufmännchen kamen wir auch diesmal zurück. Junuzovic überraschte Kepa mit einem Schlenzer, Dakas Nachschuss konnte David Luiz gerade noch von der Linie putzen.

Nach einem Großwechsel der Blues verlor das Spiel allmählich an Tempo. Trotzdem fanden unsere Burschen immer wieder Chancen vor, die allerdings nicht im Kasten untergebracht werden konnten. Versuche von Youba Diarra und Takumi Minamino verfehlten ihr Ziel jeweils nur knapp.

Doch der Druck erhöhte sich, sodass sich David Luiz nur noch mit der Hand zu helfen wusste. Den anschließenden Elfer knallte Takumi Minamino mit voller Wucht in die Mitte (86.). Keine Chance für Kepa Arrizabalaga.

Danach gelang Michy Batshuayi ein weiterer Treffer für die Blues. Nach einem gescheiterten Abschluss tanzte er durch den Strafraum und schoss ins leere Tor ein (88.).

In der Nachspielzeit sorgte dann Takumi Minamino mit einem Abstauber für den Schlusspunkt (90.+2).

Statements

Jesse Marsch

Unser Selbstvertrauen und unsere Kreativität haben gestimmt. Damit war ich sehr zufrieden. In manchen Situationen konnten wir uns nicht durchsetzen, da war die Qualität Chelseas einfach zu hoch. Nichtsdestotrotz war es eine wichtige Erfahrung, gegen einen solchen Gegner zu spielen und daraus lernen zu können.

Frank Lampard

Salzburg hat mich heute sehr beeindruckt. Sie spielen schnell nach vorne, mit viel Energie und sehr entschlossen. Ich bin mir sicher, dass sie auch in der Champions League eine gute Rolle spielen können.

WECHSEL

Diarra für Camara, Koita für Hwang, Köhn für Stankovic, Daka für Haaland, Junuzovic für Szoboszlai, Farkas für Ulmer, Okugawa für Samassekou, Onguene für Pongracic, Van der Werff für Mwepu, Mensah für Kristensen, Bernede für Ashimeru (alle 46.), Minamino für Okugawa (75.)

Gelbe Karte

Minamino (79.)

Nicht einsatzbereit

Kilian Ludewig (Adduktoren), Smail Prevljak (Sprunggelenksverletzung), Alexander Walke (Fußwurzel), Andre Ramalho (Wade)