Torschützen: Bakis (16.) bzw. Hwang (77.)

Gekratzt und gebissen hat die Admira, gespielt haben wir, doch leider ohne das letzte Glück. Das zweite Bundesliga-Remis in Folge ist enttäuschend, lediglich die Einstellung stimmte.

Spielbericht

Stramme Brise, eisiger Hauch, los ging die wilde Fahrt. Wild, weil Hee Chan Hwang gleich in der 2. Minute Admira-Goalie Leitner umkurvte und, anstatt ins leere Tor einzuschieben, Verteidiger Bauer zu einer Heldentat einlud. Kein Tor, dafür fassungslose Gesichter. Das Spiel hatte nur eine Richtung und wir die nötige Geduld. Kristensen und Ulmer standen enorm hoch, Szoboszlai und Junuzovic holten sich tief die Bälle ab und tasteten das Abwehrgerüst der Admiraner ab.

Doch die Fahrt sollte eine ruppige werden. Ein Flankenfreistoß fand den Kopf von Sinan Bakis an der zweiten Stange. Cican Stankovic parierte den Ball, doch der hatte nach Ansicht des Schiedsrichterteams bereits die Linie überschritten. Die Admira war nun plötzlich in Führung (16.), und wir hatten einen Haufen Arbeit vor uns. Junuzovic versuchte es mit einem Freistoßschlenzer, Leitner war zwar bereits geschlagen, doch im besten FIFA-Stil köpfte Pusch den Ball von der Linie. Wir waren bemüht, aber nicht durchschlagskräftig genug. Die Admiraner, aufgestachelt von einem lebhaften Klaus Schmidt, brachten immer ein Bein dazwischen. Und wir einen neuen Spieler auf den Rasen. Schon vor der Halbzeit brachte Jesse Marsch Marin Pongracic für Jerome Onguene.

Holprig wie der Südstädter Rasen verlief auch der Rest der ersten Halbzeit. Wenig wollte klappen gegen die Hausherren, die scheinbar Blut geleckt hatten.

Zur Pause reagierten wir noch einmal und brachten Erling Haaland für Enock Mwepu. Das System von nun an: 4-3-3. Der Spielverlauf: ähnlich der ersten Hälfte. Hohe Bälle, viele Duelle, zu wenig Tempo: In dieser Gangart plätscherte die Begegnung für gute 25 Minuten dahin. Es menschelte in der BSFZ-Arena.

Gegen die fehlende Kreativität kam Masaya Okugawa auf das Feld, der letzte Wechsel unserer Roten Bullen bereits in der 67. Minute. Und die Kreativität, sie kam, wenn auch schleppend. In der 77. Minute behielt Taki Minamino die Übersicht und spielte einen Lob-Ball auf den alleingelassenen Hee Chan Hwang, der trocken zum 1:1 verwertete (77.). Und es war wieder da, das Feuer. Erling Haaland hatte gleich eine Minute später die Möglichkeit auf den Turnaround, allerdings blieb Leitner Sieger.

Doch die Admira wusste sich zu wehren, teilweise mit elf Mann im eigenen Strafraum. Aber ohne Showdown kam die Partie nicht aus. In der 94. Minute taumelte der Ball quer durch den Strafraum der Admira und irgendwie in den Kasten, doch Schiedsrichter Eisner hatte davor schon ein Foul von Haaland gesehen.

So blieb es bei einem 1:1, das wir zähneknirschend zur Kenntnis nehmen müssen. Es war einer dieser Tage, an dem einfach nichts zusammenlaufen wollte.

Statement

Cican Stankovic

Wir sind unzufrieden. Wir sind zu früh in Rückstand geraten und ihm zu lange nachgelaufen. Im Endeffekt stehen wir mit einem Remis da. Mehr war wohl nicht drin, mehr haben wir uns aber auch nicht verdient.

Aufstellung

WECHSEL

Pongracic für Onguene (40.), Haaland für Mwepu (46.), Okugawa für Szoboszlai (67.)

Gelbe Karte

Minamino (60./Foul)

Nicht einsatzbereit

Bernede (Schienbeinbruch), Farkas (gesundheitliche Probleme), Koita (Bauchmuskelverletzung)