Torschützen: Daka (4., 11., 46.), Mwepu (7.), Koita (40.), Okafor (90.+1)

Wir lassen es krachen. Sechs Treffer, defensive Fehler nur unter der Lupe. Wer soll unsere Roten Bullen stoppen?

Spielbericht

Es pustete wie wild in der Oststeiermark. Und wir starteten mit Rückenwind. Keine vollen vier Minuten war die Partie alt, da klingelte es zum ersten Mal. Patson Daka schmiss die Turbinen an, den Ball an den beiden Hartberger Verteidigern vorbei und die Kugel ins Tor. Eine unglaubliche Demonstration seines Tempos von unserem jungen Sambier (4.).

Erholung für den frühen Schock genehmigten wir den Hartbergern nicht. Viel mehr war Enock Mwepu damit beschäftigt, es alleine mit fünf TSV-Verteidigern aufzunehmen. In einem Monument der defensiven steirischen Passivität spielte Enock mit allen Flipper, nur, um am Ende wieder die Kugel zurückzubekommen und alleine vor Swete zu stehen. Staubtrocken schob er ein (7.).

Die sambischen Festspiele, sie waren noch nicht vorbei. Bedient von Szoboszlai stand Daka nur noch Huber im Weg, den er düpierte, ehe er Swete vernaschte (11.). Noch nie hatten unsere Roten Bullen in der Tipico Bundesliga drei schnellere Tore erzielt.

Perplex reagierten die Hartberger, die sich nicht einmal richtig ärgern konnten. Trainer Markus Schopp nahm Peter Tschernegg bereits nach 20 Minuten vom Feld, aus taktischen Gründen. Klar, irgendetwas musste man ändern, wenngleich dies auch nur zarte Annäherungen zur Folge hatte. Erst nach 26 Minuten feuerte Rep für den TSV den ersten Schuss Richtung Tor ab.

Auch wenn wir im Stile eines Triumphmarsches auftraten, taten wir das schnellrhythmisch wie Afro Trap. Nach einem ruhigen Spielaufbau spielte Ulmer plötzlich einen überfallsartigen Pass auf Koita. Ein Blick, ein Schuss und das Ding krachte flach in die lange Ecke, humorlos (40.).

Wow, was für eine erste Halbzeit, schulbuchmäßig!

BL-24: TSV vs. RBS

Andere Halbzeit, gleiche Marschrichtung. Gestoppte 44 Sekunden brauchte Patson Daka, bis er wieder in die Box eindrang. Halbhoch von Domi Szoboszlai bedient, setzte er zu einem zidanesken Scherenkick an, der wuchtig unter der Querlatte einschlug (46.).

Da bleibt kaum Zeit, um die Wechsel zu erwähnen. Patrick Farkas kam für Albert Vallci, Max Wöber als Linksverteidiger für Andi Ulmer. Zweiteres ein Kuriosum, wie auch der Fakt, dass wir in der ersten Halbzeit bei 4:0 Toren 50:50 Ballbesitz mit dem TSV teilten. Qualität, nicht Quantität, das gab hier den Ausschlag.

Obgleich wir unsere Offensivbemühungen nun zurückschraubten und uns aufs Verwalten konzentrierten, war das Spiel natürlich zu unseren Gunsten gelaufen. Die Hartberger muckten immer wieder auf, erkämpften sich Freistöße, ohne Effekt, nur für noch mehr Frustration. Rep verbuchte die beste Chance nach 80 Minuten, aber Stankovic parierte. Die Oststeirer, sie konnten einem leidtun.

Auch, weil wir noch nicht genug hatten. Okafor machte mit einem sehenswerten Schlenzer in der Nachspielzeit das halbe Dutzend voll (90.+1).

Eine erneut dominante, erneut unbefleckte Leistung unserer Roten Bullen. Defensiv solide, offensiv spektakulär und allen Superlativen gerecht!

Statements

Patson Daka

Es war nicht einfach, aber wir haben es einfach aussehen lassen. Drei Tore sind natürlich ganz speziell. Einmal musste ich einfach meinen Backflip machen. Auch wenn Jesse den nicht so gerne sieht.

Noah Okafor

Wir haben uns sehr viel vorgenommen und sehr viel richtig gemacht. Wir wollten sofort pressen. Ein Traum, dass es uns so aufgegangen ist. Ich bin auch sehr stolz, dass ich wieder getroffen habe. Auch wenn ich weiß, dass ich und die Mannschaft imstande sind, noch mehr zu leisten.

Wechsel

Wöber für Ulmer (46.), Farkas für Vallci (46.), Berisha für Daka (61.), Adeyemi für Szoboszlai (61.), Hwang für Koita (77.)

Gelbe Karte

Mwepu (78./Foul)

Nicht einsatzbereit

Kristensen (Oberschenkel), Okugawa (Oberschenkel), Bernede (Sprunggelenk)