Torschützen: Ljubic (17.) bzw. Koita (73.)

Unsere Mannschaft und Sturm Graz trennen sich in einer hart umkämpften Partie letztlich mit einem gerechten 1:1-Unentschieden. Während die Grazer weitestgehend die erste Hälfte bestimmten, zeigte unsere Elf nach Wiederanpfiff eine Leistungssteigerung und belohnte sich mit dem Ausgleich.

Spielbericht

Die mit einem Altersdurchschnitt von 21,6 Jahren von Jesse Marsch aufgestellte jüngste Startelf dieser Saison hatte von Beginn weg ihre Schwierigkeiten und sah sich einer gut eingestellten Grazer Elf gegenüberstehen. Bei schwierigen Platzverhältnissen in der gut gefüllten Merkur Arena waren es so die Hausherren, die zunächst das Kommando übernahmen und von Leichtsinnsfehlern und ärgerlichen Ballverlusten unserer Mannschaft profitierten. Einer dieser Ballverluste führte nach elf Minuten zur ersten Topchance für die Grazer: Röcher tauchte plötzlich allein vor Cican Stankovic auf, unsere Nummer eins verhinderte aber zusammen mit Marin Pongracic, der letztlich noch vor der Linie klären konnte, das 1:0, das wenige Minuten später allerdings doch fiel. Nach einem Röcher-Kopfball an die Latte stand Ljubic leider goldrichtig und staubte nach 17 Minuten zur schwarz-weißen Führung ab. Es dauerte rund 25 Minuten, bis unsere Mannschaft besser ins Spiel fand und nun vermehrt in der gegnerischen Hälfte aktiv wurde. Immer wieder wurde dabei Sekou Koita in der Spitze gesucht, was aber nicht zum Erfolg führte. Dem Ausgleich am nächsten kamen vor der Pause Dominik Szoboszlai (34.) und Erling Haaland (45.) – beide setzten jedoch schwer zu verarbeitende Bälle knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite hielt uns Cican Stankovic mit einer starken Parade gegen Balaj weiter im Spiel (41.).

Nach dem Seitenwechsel meldeten sich unsere Burschen gleich mit viel Elan zurück und jubelten bereits nach 49 Minuten kurz über den vermeintlichen Ausgleich. Andre Ramalho verlängerte eine Freistoßflanke von Dominik Szoboszlai ins Tor, Schiedsrichter Muckenhammer entschied aber auf Abseits. Den nächsten Warnschuss gab Dominik Szoboszlai drei Minuten später selbst ab, Siebenhandl im Tor der Blackies konnte seinen Schuss aus der Distanz aber entschärfen (52.). Danach flachte das Geschehen allerdings wieder etwas ab, bis Jesse Marsch nach 60 Minuten reagierte und mit Zlatko Junuzovic und Patson Daka frischen Wind brachte. Und es sollte noch richtig spannend werden, denn Sekou Koita verwertete in der 73. Minute einen Abpraller volley via Innenstange zum langersehnten 1:1 und hauchte unserem Spiel neues Leben ein. Patson Daka & Co. machten nun ordentlich Druck und hatten sogar das 2:1 auf dem Fuß, als Majeed Ashimeru aus kürzester Distanz zu einer Riesenmöglichkeit kam, aber an Siebenhandl scheiterte (77.). In der Schlussphase spielten beide Teams auf Sieg, gelingen sollte der Lucky Punch aber letztlich keinem – auch, weil bei einem Despodov-Freistoß kurz vor Schluss zu unserem Glück Aluminium im Weg stand (87.).

Statements

Jesse Marsch

Ich bin ein bisschen enttäuscht von unserer Leistung in der ersten Halbzeit. Aber ich muss auch sagen, dass Sturm gut gespielt hat. Wir haben heute sicher keinen sauberen Fußball gespielt. Vielleicht hätten wir heute ein paar Spieler mit mehr Erfahrung gebraucht. Wir müssen natürlich überlegen, wie wir es beim nächsten Mal besser machen können. Aber der Punkt ist wichtig, es war keine Niederlage, das ist gut.

Cican Stankovic

In der ersten Halbzeit waren wir die schlechtere Mannschaft, dann waren wir besser. Es war eine intensive Partie auf einem nicht sehr guten Boden. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein, denn Sturm Graz war sehr gut. Wir haben schon gegen den LASK und den WAC die erste Hälfte verschlafen, aber nach den Wechseln waren wir organisierter.

Aufstellung

WECHSEL

Junuzovic für Szoboszlai (59.), Daka für Haaland (60.), Minamino für Camara (71.)

Gelbe Karten

Pongracic (70./Foul), Junuzovic (86./Foul)

Nicht einsatzbereit

Walke (rekonvaleszent), Bernede (Schienbein)