Moral zeigen

Schwieriges Auswärtsspiel in St. Pölten als Richtungsweiser

Gegen Sturm ärgerlich, gegen die Bayern glücklos, gegen St. Pölten schlägt jetzt die Stunde der Wahrheit.

Es geht Schlag auf Schlag. St. Pölten, dann Moskau, auswärts bei der Admira, UCL gegen Atletico, daheim gegen den LASK, Cup gegen Rapid und WAC zum Abschluss, erst dann kommt das Christkind. Das Momentum ist nicht auf unserer Seite, das gilt es, mit einem Sieg am Samstag zu ändern.

Schon einmal durften wir in der laufenden Saison in St. Pölten zu Gast sein, im ÖFB-Cup, als wir in der 2. Runde mit 3:0 gewannen. Ein klarer Sieg, doch St. Pölten war besser, als es das Ergebnis widerspiegelt. Der Grund: Die Niederösterreicher kennen uns. Robert Ibertsberger ist dort Trainer, vier Spieler mit Salzburg-Bezug stehen im Kader. Die Spielweise ist mutig und offensiv. Wenn alles gut geht, ist der SKN in der Lage, Gegner zu deklassieren. Das hat man gegen die Admira (5:0) und gegen die SV Ried (4:0) gesehen. Das Pendel kann aber genauso gut in die andere Richtung ausschlagen, wie das 0:4 gegen den LASK beweist.

Uniqa ÖFB Cup gegen SKN St. Pölten

Es ist also nicht zu erwarten, dass sich der SKN vor uns verstecken wird. Ähnlich wie der SK Sturm wird die Ibertsberger-Truppe mutig agieren. Dass wir für einen Kampf bereit sein müssen, Jesse predigt es bei fast jeder Pressekonferenz, stimmt diesmal mehr denn je. Keine vollen vier Tage nach dem Spiel in München werden wir eine konträre Spielanlage erleben. Die Aufgabe, das Spiel zu machen, wird unseren Burschen zufallen.

An der Verletzungslage hat sich derweil nichts verändert. Vor allem offensiv sind wir um die erkrankten bzw. sich im Aufbau befindlichen Okafor, Daka und Okugawa dezimiert. Speziell von Mergim Berisha kann man aber behaupten, dass er die Lücke von Patson gut gefüllt hat. Wir freuen uns also auf ein forderndes Spiel.

Das Spiel könnt ihr ab 16:50 Uhr im Bullenfunk verfolgen. Verpasst es nicht!

Personelles

Antoine Bernede (Schienbein) und Noah Okafor (fiebrige Erkältung) fallen aus. Patson Daka und Masaya Okugawa haben erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert.

Statements

Jesse Marsch über …

… das Duell mit dem SKN:

St. Pölten spielt in der laufenden Saison sehr kompakt und steht nicht nur defensiv gut, sie sind auch in der Offensive sehr variabel und gefährlich. Das haben wir schon im Cup-Spiel vor ein paar Wochen gesehen, das lange Zeit durchaus eng war.

das Thema Defensive:

Das Thema ist sehr wesentlich für uns und wir beschäftigen uns intensiv damit, analysieren laufend. Dabei gilt es aber, sehr genau zu unterscheiden, ob wir gegen europäische Spitzenteams, wie etwa Bayern München oder Atletico Madrid, spielen und dabei unter Druck kommen, oder ob wir die österreichische Bundesliga bewerten. Denn da haben wir die mit Abstand meisten Tore aller Klubs erzielt bzw. bisher im Schnitt nur ein Gegentor pro Spiel erhalten. Das sollte man, bei allem Verständnis für eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema, nicht vergessen.

Mergim Berisha über …

… das Spiel am Samstag:

Es gilt, den Schalter von Champions League wieder auf Bundesliga umzustellen. Und dort erwartet uns eine Mannschaft, die heuer schon sehr gute Leistungen gezeigt hat und nicht zufällig im oberen Teil der Tabelle steht. St. Pölten hat das im Cup-Duell gegen uns auch gezeigt. Wir dürfen uns also nicht ablenken lassen, müssen voll auf dieses Match konzentriert sein und unsere Art von Fußball durchziehen. Die St. Pöltner werden aggressiv und frisch in das Spiel gehen und alles versuchen, um uns Punkte wegzunehmen. Wir wollen unsere Tabellenführung verteidigen, dafür brauchen wir drei Punkte.

Die letzten Bundesliga-Duelle mit dem SKN:

23.11.2019 FC Red Bull Salzburg – SKN St. Pölten 2:2 (2:1)
17.09.2019 SKN St. Pölten – FC Red Bull Salzburg 0:6 (0:2)
26.05.2019 FC Red Bull Salzburg – SKN St. Pölten 7:0 (2:0)
21.04.2019 SKN St. Pölten – FC Red Bull Salzburg 1:1 (0:1)