Sperre für Mohamed Camara und Sekou Koita

UEFA sperrt die beiden Spieler für drei Monate | TV-Interview mit Stephan Reiter

Die Disziplinarkommission der UEFA hat nach den positiven Dopingproben von Mohamed Camara und Sekou Koita folgende Entscheidung getroffen:

Mohamed Camara und Sekou Koita werden für drei Monate gesperrt. Diese Sperre gilt mit sofortiger Wirkung und für alle nationalen und internationalen Fußballaktivitäten.

In der Entscheidungsbegründung gegenüber den Spielern führt die UEFA u. a. an, dass es sich im konkreten Fall zwar um kein vorsätzliches Dopingvergehen handelt, allerdings, so heißt es im Doping-Reglement, ist jeder Spieler persönlich dafür verantwortlich, dass keine verbotenen Wirkstoffe in seinen Körper gelangen, was jedoch nach dem Mali-Länderspiel bei Camara und Koita der Fall war.

Positiv nach Mali-Teameinsatz

Grundlage dieser Entscheidung war eine von der UEFA durchgeführte Dopingprobe, über deren positives Ergebnis die beiden Spieler Mitte Dezember informiert wurden.

Mohamed Camara und Sekou Koita waren davor rund zehn Tage beim Nationalteam von Mali und erhielten dort vom Teamarzt ein Mittel gegen Höhenkrankheit verabreicht, das einen Wirkstoff enthielt, der auf der Dopingliste steht. Der verantwortliche Teamarzt wurde damals vom malischen Verband umgehend suspendiert.

Stephan Reiter zum Doping-Urteil

Statement

Stephan Reiter, Geschäftsführer des FC Red Bull Salzburg, meint dazu:

Wir nehmen die Entscheidung der UEFA zur Kenntnis, sind aber froh, dass in dieser Causa jetzt Klarheit geschaffen wurde und wir wissen, wie es konkret weitergeht. Für uns bedeutet dies natürlich einen herben sportlichen Verlust. Aber auch wenn wir völlig unverschuldet in diese Situation gekommen sind, trifft uns die Entscheidung nicht unvorbereitet, weil wir den Kader entsprechend ausgerichtet haben.