Hany Mukhtar kommt leihweise von Benfica | Unser Neuzugang im ersten Interview

Der FC Red Bull Salzburg verstärkt sich im offensiven Mittelfeld und holt dafür Hany Mukhtar, der leihweise von Benfica Lissabon kommt.

Der 20-jährige deutsche U20-Teamspieler hat bei den Roten Bullen, nachdem er mit Jahresbeginn von Hertha BSC nach Portugal gewechselt war, einen Leihvertrag über ein Jahr (plus Kaufoption) unterschrieben. Hany Mukhtar erhält die Rückennummer 23.

Christoph Freund, der Sportliche Leiter, meint zu diesem Transfer:

Mukhtar ist offensiv sehr variabel einsetzbar und spielt auf einer Position, auf der wir nach den Abgängen von Felipe Pires und Marco Djuricin Handlungsbedarf sehen. Er ist ein Spieler, der sofort einsetzbar ist und uns sehr rasch weiterhelfen kann.
 

Auch Trainer Peter Zeidler freut sich auf seinen Neuzugang:

Von einem Spieler, wie Hany Mukhtar erwarte ich mir nur eines: Tore! Er ist ein sehr spielstarker, vielseitiger und torgefährlicher Mittelfeldspieler, wurde bei Hertha BSC Berlin ausgebildet und hat dort auch Erfahrung in der deutschen Bundesliga sammeln können. Nach einem halben Jahr bei Benfica Lissabon, wo er in der Profimannschaft nur wenig zum Einsatz gekommen war, möchte er sich über den FC Red Bull Salzburg wieder für höhere Aufgaben empfehlen. Hany ist hochmotiviert und hat für seinen ersten Einsatz beim Red Bull Salzburg auf seinen Einsatz im U20-Nationalteam verzichtet.

General Manager Jochen Sauer:

Hany Mukhtar ist eine Personalie, um die wir uns intensiv bemühen wollen. Er ist schon länger bei uns im Fokus, aber er war natürlich noch bei ganz anderen Mannschaften auf dem Zettel, daher hatten wir bisher nicht die Gelegenheit diesen Spieler zu bekommen. Er hat sich letztendlich für Benfica Lissabon entschieden - ein Weltklub, der viele Topstars in seinen Reihen hat. Verständlich, dass es für ihn im ersten Halbjahr noch nicht gleich optimal gelaufen ist. Daher haben wir uns nochmal intensiv um Hany bemüht und sind froh, dass wir ihn leihweise nach Salzburg holen konnten.
 

 

Hany Mukhtar zählt in Deutschland zu den größten Fußballtalenten, doch trotz seines jungen Alters ist der flinke Offensiv-Allrounder dem Attribut „Talent“ längst entwachsen. Der U21-Nationalteamspieler kommt von Benfica Lissabon als neuer Leistungsträger zum FC Red Bull Salzburg.

Im Interview erzählt uns Hany Mukhtar von seiner fußballerischen Laufbahn, den Menschen, denen er viel zu verdanken hat, und warum ihm die Entscheidung, zum FC Red Bull Salzburg zu wechseln, nicht schwer gefallen ist.

ich hab so richtig Bock darauf, mit diesem Team Titel zu gewinnen!

Du zählst zu den größten Talenten, die Hertha BSC Berlin in den letzten Jahren herangezogen hat. Nach zehn Jahren hast du dich dennoch entschieden, deine Heimat zu verlassen und bist zu Benfica Lissabon gewechselt. Wenn man so verwurzelt ist mit seinem Klub und seiner Heimatstadt wie du, ist dir dieser Schritt sicher nicht leicht gefallen. Wie kam es dazu?

Ich bin sehr früh zu Herthas Nachwuchs gekommen. Es war wirklich eine tolle Zeit und ich konnte mich dort auch sehr gut entwickeln. Mit der U17 wurde ich sogar deutscher Meister und bin mit 17 Jahren in die Profimannschaft gekommen. Nach zweieinhalb Jahren bei den Profis habe ich mich heuer im Winter dazu entschlossen, zu Benfica Lissabon wechseln. Ich bereue diese Entscheidung keinesfalls, denn ich habe mich in Portugal auch sehr gut weiterentwickelt und bin auch reifer geworden. Jetzt freue ich mich auf die neue Herausforderung beim FC Red Bull Salzburg.

Vor einem Jahr wurdest du mit Deutschlands U19-Nationalmannschaft Europameister und hast dabei das entscheidende Siegestor im Finale gegen Portugal geschossen. Mit Benfica Lissabon wurdest du in diesem Jahr portugiesischer Fußballmeister und bei der U20-WM in Neuseeland hast du erneut eindrucksvoll auf dich aufmerksam machen können (Anm.: Hany Mukhtar schoss drei Tore beim 8:1 gegen die Fidschi Inseln und einen Treffer beim 5:1-Sieg gegen Honduras).

Das sind alles sehr schöne Erinnerungen, aber schon sehr lange her. Ich konzentriere mich jetzt aber auf meine Gegenwart und Zukunft beim FC Red Bull Salzburg und möchte natürlich noch viele weitere Erfolge feiern.

Beim FC Red Bull Salzburg ist deine Rolle in der Mannschaft schon definiert. Im offensiven Mittelfeld traut man dir zu, die Abgänge von Felipe Pires und vielleicht auch Marco Djuricin zu kompensieren. Warum hast du dich entschlossen, nach Salzburg zu wechseln?

Red Bull Salzburg ist ein toller Verein mit großen Ambitionen und einer sehr guten Mannschaft. Als Fußballer will man nun mal Fußball spielen, denn nur so kannst du dich weiterentwickeln. Bei Red Bull Salzburg habe ich diese Chance und ich hab so richtig Bock darauf, mit diesem Team Titel zu gewinnen.

Kennst du die österreichische Fußball-Bundesliga?

Ein bisschen. Ich habe mich hauptsächlich mit dem FC Red Bull Salzburg in der Champions League- und Europa League-Qualifikation beschäftigt, aber mich auch ein wenig über die österreichische Bundesliga und die gegnerischen Vereine informiert. Ganz genau lernt man einen Gegner aber ohnehin erst am Platz kennen und dazu werde ich hoffentlich viele Gelegenheiten haben.

Wir würdest du dich selbst persönlich, aber auch deinen Spielstil beschreiben?

Ich bin kein Freund davon, mich selbst zu beurteilen. Das überlasse ich gerne anderen. Im Grunde muss nur ich selbst mit mir und meiner Leistung zufrieden sein. Und da ich sehr ehrgeizig bin, finde ich immer wieder Motivation an mir zu arbeiten und mich zu verbessern.

Gibt es Menschen, die dich in deinem bisherigen Leben besonders geprägt haben?

Ich glaube, die zwei Menschen, die mich in meinem Leben – aber auch im Fußball – am meisten inspiriert, gefördert und unterstützt haben, sind meine Eltern. Sie sind mir bei allen Entscheidungen immer zur Seite gestanden und dafür bin ich ihnen unendlich dankbar.