Das erste Interview mit unserem Neuzugang!

Vor dem offiziellen Trainingsstart des FC Red Bull Salzburg darf sich der amtierende Triple-Double-Gewinner über einen weiteren Neuzugang freuen. Marc Rzatkowski wechselt ab der neuen Saison vom deutschen Zweitligisten FC St. Pauli nach Salzburg, wo er einen Vertrag bis 2020 unterschreibt.

Für den aktuellen Tabellenvierten der zweiten deutschen Bundesliga absolvierte der 26-jährige zentrale Mittelfeldspieler 89 Pflichtspiele, in denen er 13 Tore und 13 Assists ablieferte. In der vergangenen Saison spielte er eine herausragende Saison (28 Pflichtspiele, 7 Tore, 6 Assists) und machte einige namhafte Klubs auf sich aufmerksam.

Marc Rzatkowski steigt bereits morgen ins Mannschaftstraining ein und wird beim FC Red Bull Salzburg künftig mit der Rückennummer 11 auflaufen.

Christoph Freund, Sportlicher Leiter des FC Red Bull Salzburg, über unseren Neuzugang:

In der vergangenen Saison war Marc einer der herausragenden Spieler in der zweiten deutschen Bundesliga. Wir freuen uns sehr, dass er sich für den FC Red Bull Salzburg entschieden hat, und sind überzeugt, dass er unsere Mannschaft – sowohl als Spieler als auch als Persönlichkeit außerhalb des Platzes – verstärken wird.

MARC RZATKOWSKI

  • Geburtsdatum: 02.03.1990

  • Alter: 26 Jahre

  • Nationalität: DEUTSCHLAND

  • Position: ZENTRALES MITTELFELD

  • Größe: 171 cm

  • Bisherige Vereine: VFL BOCHUM, ARMiNIA BIELEFELD, FC ST. PAULI

INTERVIEW mit MARC RZATKOWSKI

KURZ NACHDEM MARC IN SALZBURG GELANDET IST, GING ES FÜR IHN SCHON ZUM LEISTUNGSTEST NACH THALGAU. DORT HABEN WIR UNS UNSEREN NEUZUGANG GLEICH MAL ZUR BRUST GENOMMEN UND IHN FÜR EUCH ZUM ERSTEN INTERVIEW GEBETEN. 

Marc Rzatkowski ist einer der am meisten beachteten Spieler der vergangenen Saison in der 2. deutschen Liga und das natürlich nicht ohne Grund. Vom KICKER wurde er deshalb kürzlich sogar zum besten defensiven Mittelfeldakteur der Saison 15/16 gewählt. Was man sonst noch über Marc wissen sollte, verriet er uns ganz persönlich im Interview:

Deine Eltern haben dein Talent früh erkannt und dich schon sehr bald in die Fußballschuhe gesteckt. Deine Profikarriere war also bereits von Kindesbeinen an vorbestimmt und offenbar auch vom Schicksal begünstigt. Wie würdest du deine bisherige Laufbahn als Fußballprofi beschreiben?

Meine Eltern haben früh gesehen, dass ich gerne mit dem Ball spiele und haben mich mit drei Jahren bei den Mini-Kickern des SV Langendreer 04 angemeldet, weil mein großer Bruder dort auch gespielt hat. Ich kam dann mit acht Jahren in die F-Jugend (U8) des VfL Bochum und habe dort alle Nachwuchsmannschaften durchlebt. Aber ich hatte immer den Traum, Profi zu werden, und mein Berater Thies Bliemeister, den ich mit 18 Jahren kennengelernt habe, hat mir geholfen, diesen Wunsch auch wahr zu machen. Ich bin sehr dankbar für die Stationen, die ich bisher durchleben durfte – beim VfL Bochum, dann ein Jahr bei Arminia Bielefeld und nach einer weiteren Phase beim VfL jetzt drei Jahre beim FC St. Pauli. Ich bin aber auch froh über die die Lebenserfahrungen, die ich in meiner bisherigen Profikarriere sammeln durfte und für die wunderbaren Menschen, die ich kennengelernt habe. Da sind wirklich Freundschaften entstanden, auf die ich stolz bin, und ich freue mich schon darauf, auch in Salzburg wieder neue Menschen kennenzulernen.

Gibt es einen ganz besonderen Herzensverein für dich?

Klar ist es etwas Besonderes – da ich ja in Bochum aufgewachsen bin und als Junge bei Heimspielen den Profis die Bälle zuwerfen durfte –, wenn man dann selbst eines Tages dort im Stadion als Teil der Mannschaft einlaufen darf. Aber ich habe generell zu jedem Verein, bei dem ich bisher gespielt habe, eine besondere Bindung. Wenn du dich als Spieler in einer Mannschaft wohlfühlst, identifiziert man sich automatisch mit der Philosophie, den Menschen und den Fans und ist ganz und gar Teil des Ganzen. St. Pauli – das weiß man – ist einfach mehr als nur Fußball. Dafür ist dieser Verein weltweit bekannt, und ich bin sehr stolz darauf, dass ich Teil dieser Philosophie sein durfte.

In den deutschen Medien wurdest du als eine der heißesten Transferaktien gehandelt, und auch namhafte Bundesliga-Vereine waren an dir interessiert. Warum hast du dich für den FC Red Bull Salzburg entschieden?

Irgendwann möchte man als Fußballer nicht nur auf gute Leistungen zurückblicken, sondern die Erfolge, die man sich erarbeitet hat, auch mit Titeln krönen. Beim FC Red Bull Salzburg werde ich für die stärkste Mannschaft eines ganzen Landes spielen. Das ist eine besondere Ehre und große Herausforderung für mich. Ich möchte mich auf dem internationalen Fußball-Parkett mit anderen Top-Mannschaften messen und auf nationaler Ebene Titel sammeln. In Salzburg sehe ich diese Chance für mich am ehesten gegeben.

Wie würdest du dich als Spielertyp selbst beschreiben?

Im zentralen Mittelfeld bin ich bekannt dafür, dass ich sehr gut die Übersicht behalte und aufgrund meiner Erfahrung auch die notwendige Spielintelligenz besitze. In der vergangenen Saison konnte ich darüber hinaus auch meine Torgefährlichkeit unter Beweis stellen. Ich denke, dass ich einigermaßen gut Fußball spielen kann, ja! (lacht)

Konntest du dir schon ein Bild von deinem neuen Verein und Trainer Oscar Garcia machen?

Wenn man sich für einen Verein entscheidet, interessiert man sich naturgemäß für die Rahmenbedingungen, die einen dort erwarten. Als klar wurde, dass ich zu Salzburg wechseln möchte, habe ich mir selbstverständlich auch einige Spiele angesehen. Ich kann mich mit dem Spielstil, der in Salzburg gespielt wird, sehr gut identifizieren und denke, dass ich aufgrund meiner Spielveranlagung sehr gut in dieses Team passen werde.