Liefering-Goalgetter zu den Roten Bullen

Mit Samuel Tetteh unterschreibt ein weiterer hoffnungsvoller Spieler des FC Liefering einen Vertrag beim FC Red Bull Salzburg.

Der 20-Jährige, der auch ghanaischer Teamspieler und derzeit mit seiner Nationalmannschaft aktuell beim Afrika-Cup mit dabei ist, unterfertigt bei den Roten Bullen bis zum Sommer 2020. Zudem kann er als Kooperationsspieler auch weiterhin bei den Lieferingern eingesetzt werden.

Tetteh kam erst im Sommer 2016 von der West African Football Academy aus Ghana zum FC Liefering. Dort gelangen ihm in der abgelaufenen Herbstmeisterschaft in 20 Meisterschaftsspielen zehn Treffer sowie fünf Assists.

Christoph Freund, Sportlicher Leiter der Roten Bullen, zu diesem Wechsel:

Mit Samuel Tetteh schafft ein weiterer Youngster den Weg vom FC Liefering zum FC Red Bull Salzburg. Und so wie viele junge Spieler in den letzten Jahren hat auch Samuel beim FC Liefering sehr viel gelernt und sich in den letzten sechs Monaten hervorragend entwickelt. Er hat sich in dieser Zeit für höhere Aufgaben empfohlen.

INTERVIEW

Samuel, vielen Dank, dass du dir für dieses Interview Zeit genommen hast! Du bist ja gerade mit der Nationalmannschaft von Ghana beim Afrika-Cup im Einsatz. Das ist sicher eine sehr aufregende und beeindruckende Erfahrung?

Ja, das stimmt! Unbeschreiblich! Es ist eine große Ehre für mich, mein Land hier repräsentieren zu dürfen. In meiner Heimat ist die Nationalmannschaft sehr beliebt, und es ist eine große Auszeichnung, überhaupt nominiert zu werden. Ich habe zwar bisher noch nicht viel Spielzeit bekommen, aber bei diesem großen Kader mit so vielen bekannten Spielern, ist es sehr schwer, als junger Spieler überhaupt zum Zug zu kommen. Ich bin sehr glücklich, hier sein zu dürfen und sehr dankbar, eine so großartige Erfahrung machen zu können.

Immerhin hast du im dritten Gruppenspiel gegen Ägypten fast 75 Minuten lang gespielt, und bereits morgen trefft ihr auf einen weiteren Favoriten, nämlich Kamerun. Wie fühlt es sich für dich an, in einem so bedeutenden Wettbewerb schon so weit gekommen zu sein.

Großartig. Ghana muss man beim Afrika-Cup immer zu den Favoriten zählen, aber die Mannschaften sind heuer alle sehr stark, und das sieht man auch an den Ergebnissen. Es wird noch ein richtig harter Kampf bis zum Schluss.

Was sind deine Ziele beim FC Red Bull Salzburg?

Mein größtes Ziel ist es, dass ich es schaffe, mir über meine Leistungen beim FC Liefering und im Training mit der Kampfmannschaft beim FC Red Bull Salzburg so viele Einsätze wie möglich in der Bundesliga zu erarbeiten. Ich weiß natürlich, dass das nicht einfach wird, aber auch ich will meinen Teil dazu beitragen, dass wir unsere Saisonziele erreichen. 

Du hast ja bereits unter Trainer Oscar Garcia trainiert. Wie ist es für euch, mit ihm zu arbeiten?

Ja, ich durfte bis zur Winterpause ein paar Mal bei den Profis mittrainieren. Oscar Garcia ist ein Trainer, der gewinnen will, und das gefällt mir. Der Konkurrenzkampf im Team ist sehr groß, aber auch Kooperationsspieler bekommen bei ihm eine Chance, sich zu beweisen und sich für einen Einsatz zu empfehlen. Das zu wissen, motiviert uns alle sehr, in jedem Training und in jedem Spiel einfach alles zu geben. 

Was machst du eigentlich, wenn du mal nicht Fußball spielst?

Na ja, der Fußball dominiert mein Leben! Viel Freizeit habe ich nicht und ich will es auch gar nicht anders. Wenn ich aber mal nicht gerade Fußball spiele, hänge ich – wie jeder normale Jugendliche – gerne mit meinen Freunden ab, die natürlich auch alle Mannschaftskollegen sind. Und wenn wir also mal Zeit miteinander verbringen, ohne dass ein Fußball in der Nähe ist, spielen wir FIFA auf der Playstation (lacht).