Unser Gegner in der UEFA Europa League-Gruppenphase in einer ausführlichen Analyse

In der ersten von drei Gegneranalysen dieser UEFA Europa League-Gruppenphase widmen wir uns unserem ersten Heimspiel-Gegner, der 1967 als bisheriger Höhepunkt der Vereinsgeschichte den Europapokal der Pokalsieger gewann – Celtic Glasgow.

 

Geschichte

Der Verein wurde am 6. November 1887 als Celtic Football and Athletic Club gegründet und gewann 1892 erstmals den schottischen Cup sowie im Folgejahr den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Zwischen 1905 und 1910 wurde die Meisterschaft sechs Mal in Folge gewonnen, 1907 und 1908 gewannen die Schotten zudem erstmals das Double – dies war zuvor keiner Mannschaft in Schottland gelungen.

1964 und 1966 erreichte Celtic jeweils das Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger, während man diesen 1967 als erstes britisches Team sogar gewann. In diesem Jahr sicherte sich der Club zudem jede Trophäe, die es für ein schottisches Team zu gewinnen gab: Europapokal der Landesmeister, nationale Meisterschaft, nationaler Pokal, Ligapokal und Glasgow Cup.

1974 gewann Celtic Glasgow die schottische Meisterschaft zum neunten Mal in Serie, was damals einen neuen Weltrekord darstellte. Das Jahr 2001 war eines der erfolgreichsten überhaupt in der Clubgeschichte: Unterstützt durch 53 Tore von Henrik Larsson wurde das schottische Triple gewonnen. 2003 erreichte Celtic dann das Finale des UEFA-Pokals, verlor aber gegen den FC Porto. 

Bis heute wurde Celtic 49x schottischer Meister, 38x schottischer Pokalsieger und 17x schottischer Ligapokalsieger.

Leistungskurve

Celtic Glasgow holte in der vergangenen Saison mit dem Meistertitel, dem Pokal und dem Ligapokal alle drei nationalen Titel in Schottland. Die Meisterschaft gewannen sie dabei zum siebten Mal in Folge, während sie Pokal und Ligatitel aus dem Vorjahr ebenfalls verteidigen konnten. Auf internationaler Bühne schaffte man den Einzug in die UEFA Champions League-Gruppenphase (Gruppengegner: Paris Saint-Germain, RSC Anderlecht und Bayern München), wo jedoch schließlich Endstation war. Im darauffolgenden UEFA Europa League-Sechzehntelfinale schied man dann gegen Zenit St. Petersburg aus.

In der aktuellen Saison liegen die Schotten in der Meisterschaft nach vier Spielen auf Platz zwei, im internationalen Bewerb musste man sich in der Qualifikation zur diesjährigen UEFA Champions League AEK Athen bereits in der 3. Runde geschlagen geben, im Play-off der UEFA Europa League besiegte man dann FK Suduva und qualifizierte sich somit für die Gruppenphase.

Kader & Spielanlage

Der aktuelle Kader von Celtic Glasgow umfasst 31 Spieler, wovon knapp zwei Drittel Legionäre sind. Der Altersschnitt der Schotten beträgt 26,4 Jahre und liegt somit knapp zweieinhalb Jahre über dem unserer Mannschaft (23,8 Jahre). Celtic Glasgow stellt aktuell 17 A-Nationalteamspieler, mit neun Spielern davon gut die Hälfte für Schottland selbst.

Beim Spielsystem setzt der 45-jährige Coach Brendan Rodgers meist auf ein 4-2-3-1-System. In den bisherigen 13 Spielen (5 national, 8 international) erzielte seine Elf 23 Tore (8, 15), musste aber auch 8 Gegentreffer (3, 5) hinnehmen.

Stadion

Der Celtic Park ist seit 1892 die Heimstätte von Celtic Glasgow. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden auch Leichtathletikwettbewerbe in dem damals mit Bahnen versehenen Stadion ausgetragen. Seither wurde es mehrere Male umgebaut, zuletzt Mitte der 1990er-Jahre. Der Celtic Park ist in den Vereinsfarben grün-weiß bestuhlt und gilt seit Jahren als die beliebteste Sportstätte Großbritanniens. Als Begründung wird die unvergleichliche Atmosphäre und Stimmung angegeben. Der Celtic Park bietet aktuell Platz für 60.832 Zuschauer.