Champions League, wir kommen!

Torschützen: Daka (16., 68.), Szoboszlai (45.+4/FE) bzw. Karzev (30.)

Es ist vollbracht! Nach einer über weite Strecken dominanten Vorstellung gewinnen wir auch das zweite Aufeinandertreffen. Das 3:1 gegen Maccabi Tel-Aviv hievt uns zum zweiten Mal en suite in den europäischen Olymp.

Dear Europe, we're back! #neverstop

Spielbericht

Die UEFA Champions League-Hymne schallte durch die leider leere Red Bull Arena, fortan sorgten unsere Mannen für die Musik. Nach 140 Sekunden stellten wir uns in Person von Enock Mwepu erstmals am gegnerischen Sechzehner vor, der Versuch von der linken Strafraumkante war kein Problem für Tenenbaum, den Schlussmann der Israelis. Unsere Farben monopolisierten in der Anfangsphase das Spielgerät, in Minute 16 belohnten wir uns dafür: Dank des aggressiven Pressings im letzten Drittel gelangte die Kugel zu Jesses Burschen und rutschte zu Patson Daka durch. Der flinke Angreifer drückte ins linke Eck ab, Tenenbaum konnte den Einschlag nicht verhindern (16.)!

Wir blieben am Gaspedal, Dominik Szoboszlai zwirbelte einen Corner in die Box, überrascht von seinen Freiheiten jagte Mwepu die Pille per Kopf aus kurzer Distanz über die Querlatte. Es hatte Handball-Dimensionen, vor dem israelischen Herrschaftsgebiet schoben sich Szoboszlai & Co. das Rund hin und her, suchten nach der Lücke. In ebenjene spritzte Daka hinein und prügelte die Kirsche in die Mitte, wo Sekou Koita parat stand. Leider auch Tenenbaum, er stellte sich zwischen Sekou und den zweiten Treffer.

Zur Halbstundenmarke schien jemand den Gästen zugeflüstert zu haben, dass auch in unserer Rasenhälfte ein Tor stand. Karzev erkundete prompt die Gegend. Seinen verzweifelt wirkenden Wuchtschuss aus beträchtlicher Distanz faustete Cican Stankovic noch zum Schützen zurück, Karzevs „Nachsendeantrag“ zischte dann doch in die Maschen (30.). Der Ausgleich änderte wenig am Kräfteverhältnis. Koita empfing einen Lochpass, scheiterte aber ebenso am Keeper wie Szoboszlai Momente später mit einem stark angetragenen Freistoß.

Als sich die Akteure schon in der Pause wähnten, rollten Szoboszlai & Co. noch einmal in den Strafraum. Dominik drückte ab, Masaya versuchte sich im Nachschuss und blieb mit Schmerzen liegen – Penalty! Gäste-Trainer Donis war damit nicht einverstanden, unter höhnischem Applaus des Betreuers zückte Referee Brych die Ampelkarte. Szoboszlai war’s egal: Er schnaufte durch und beförderte den Elfmeter mit Schmackes in den Winkel – der saß, passte, wackelte und hatte Luft (45.+4). 2:1!

FC Salzburg vs. Maccabi Tel Aviv

Angriffslustig kamen die Israelis aus den Katakomben. Biton nahm sich ein Beispiel am Sportskameraden Karzev, anders als beim Ausgleichsschützen zischte der Distanzschuss aber einen Meter am Pfosten vorbei. Der Durchgang war geprägt von Viertelchancen, ehe sich Daka nach einer Vallci-Hereingabe in den Salzburger Himmel schraubte. Einen schulbuchmäßigen Header später durften wir den Tönen unserer Tormusik lauschen (68.)! Maccabi Tel-Aviv brauchte jetzt drei Treffer, und doch drückten unsere Roten Bullen auf die endgültige Entscheidung: Okugawa setzte Vallci in Szene, dessen Versuch aus dem Hinterhalt blieb aber in den Abwehrbeinen hängen.

Auch wenn Joker Noah Okafor im Eins-gegen-Eins mit einer besseren Rückgabe an Tenenbaum und Mwepu im Anschluss aus halbrechter Position scheiterten, das Schicksal war ohnehin besiegelt – UEFA Champions League, wir kommen! Wer uns in der bevorstehenden Kampagne gegenüberstehen wird, entscheidet sich bereits morgen. Um 17:00 Uhr werden die Kugeln gezogen, wir benachrichtigen euch diesbezüglich natürlich auf sämtlichen Kanälen.

Aufstellung

Wechsel

Berisha für Koita (66.), Junuzovic für Camara (74.), Okafor für Okugawa (82.)

Gelbe Karten

Camara (38./Foul), Ramalho (87./Foul), Okafor (90.+2/Unsportlichkeit)

Nicht einsatzbereit

Bernede (verletzt)

Stimmen nach dem Spiel gegen Tel Aviv