„Die Vorfreude ist riesig“

Rasmus Kristensen und seine Gedanken vor dem Meisterschaftsauftakt

Leitwolf und Mentalitätsmonster: Rasmus Kristensen ist einer, der sich mit der Herausforderung steigert. Jetzt kommt seine Phase der Meisterschaft.

Bald geht es wieder los. Die Vorbereitung war kurz, die Winterpause auch. Hat das etwas an den letzten Wochen geändert?

„Es waren für mich trotzdem nicht weniger Kekse zu Weihnachten (lacht). Nein, ich habe einfach die Zeit mit meiner Familie genossen. Es waren ja nur knapp zwei Wochen, in denen man natürlich auch nicht so viel seiner Fitness verliert.“

Ihr geht jetzt in die letzte Vorbereitungswoche. Wie läuft es bislang?

„Wir trainieren sehr hart, hatten gerade zwei Testspiele, die wir gut absolvieren konnten. Im Gegensatz zu meinem ersten Winter hier ist es echt kalt, das habe ich nicht erwartet. Aber sobald es richtig losgeht, sind die Gedanken im Wettbewerb, da macht dir das Wetter auch nichts aus.“

Wie groß ist die Vorfreude auf den Bundesliga-Auftakt gegen Altach?

„Riesig! Dafür trainieren wir. Vor Weihnachten haben wir ja leider mit einer Niederlage abgeschlossen. Das haben wir nicht vergessen. Für uns ist es zusätzliche Motivation und der Grund, warum schon jetzt jeder fit und ready ist.

Das Meisterrennen gestaltet sich im Moment sehr eng. Zusätzliche Motivation für euch?

Natürlich! Wenn es enger wird, musst du immer zu 100 Prozent bei der Sache sein. Jedes Spiel wird ein Finale. Dann kommt natürlich auch dazu, dass die Punktehalbierung ansteht, die noch einmal zusätzliche Brisanz bringen wird. Letztes Jahr haben wir bewiesen, dass wir in der Meisterrunde noch einen Zahn zulegen können. Das gilt es, auch diesmal zu zeigen.

Man kennt dich als Mentalitätsmonster, das auch Tacklings und Zweikämpfe bejubelt. Ist das die Art von Einstellung, die uns die kommenden wichtigen Spiele gewinnen wird?

„Für meinen Teil: Das ist einfach, wie ich bin und meine Art zu spielen. Die Passion versuche ich natürlich auch auf meine Teamkollegen zu übertragen. In schwierigen Momenten ist der Charakter gefragt, die Klasse haben wir, daher denke ich auch, dass wir erfolgreich sein werden.

Viele junge Spieler sind dazugestoßen, der nennenswerteste von ihnen ist Brenden Aaronson, der aus Philadelphia kam. Was bringen sie in die Mannschaft?

Brenden ist ein unheimlich talentierter Spieler, der uns definitiv mehr Optionen im Angriffsspiel gibt, auch defensiv arbeitet er sehr hart. Die Jungen, die aus Liefering gekommen sind, wollen den nächsten Schritt machen, dafür sind die Trainingsminuten in Taxham enorm wichtig.

Auch abseits des Platzes hilfst du Brenden bei der Eingewöhnung.

„Ja, ich bin ja einer jener, die besser Englisch sprechen, daher versuche ich, so viel wie möglich mit ihm zu kommunizieren und zu helfen, auch ein bisschen für ihn zu übersetzen.

Wie steht es um deine persönlichen Ambitionen? Im letzten Jahr wolltest du noch verletzungsfrei bleiben und die Meisterschaft gewinnen.

Je weiter du dich von deiner Verletzung entfernst, desto weniger denkst du daran. Natürlich will ich gesund bleiben, aber als Teamplayer denke ich mehr über unsere gemeinsamen Ziele nach. Wir sind in drei Wettbewerben vertreten, und es ist unsere Ambition, in allen drei das Bestmögliche zu leisten.“

Danke für das Interview und viel Erfolg!