„Ein Schuss wie ein Paukenschlag“

Dominik Szoboszlai im Spieltagsinterview

Dominik Szoboszlai hatte mit seinen zwei Toren gegen Maccabi Tel-Aviv großen Anteil an der Qualifikation für die UEFA Champions League. Hier sind seine Gedanken und Erwartungen für die Gruppenphase.

Willkommen zurück auf der großen Bühne! Was waren deine ersten Gedanken, als wir in diese Hammergruppe A gelost wurden?

„Ich glaube, man hat es sehr gut auf unserem Video gesehen. Ich habe mich mega gefreut und bin nur noch herumgesprungen. Es ist wirklich eine irre Gruppe. Und wir haben mit dem FC Bayern wieder den Titelverteidiger als Gegner.

Beginnen wir mal mit dem ersten Akt: Lok Moskau. Ist das der vermutlich leichteste Gegner?

Grundsätzlich gibt es auf diesem Niveau keinen leichten Gegner, aber im Vergleich zu den anderen beiden stimmt das wahrscheinlich schon. Aber wir müssen gegen Lok genauso auftreten wie gegen Bayern oder Atletico. Im letzten Jahr ist uns der Auftakt ja auch ganz gut gelungen.“

Im November gibt es die Doppelvorstellung gegen die Bayern. Was erwartest du dir?

„Ich weiß nicht, was man sich gegen die aktuell beste Mannschaft der Welt erwarten soll. Ich glaube aber trotzdem, dass man auch gegen diesen Gegner alles schaffen kann. Wir dürfen keine Angst haben und müssen bereit sein und kämpfen!“

Dann haben wir noch die internationalen Primgeiger von Atletico Madrid. Sie haben außer der UEFA Champions League alles gewonnen. Ist es vielleicht sogar der unangenehmste Gegner, weil sie sehr defensiv spielen?

„Wir sind das mittlerweile schon gewohnt, dass Gegner gegen uns eher defensiv auftreten. Atletico Madrid ist natürlich eine große Nummer, aber auch da werden wir sicher unsere Chancen bekommen. Wir haben heuer wieder so viel Qualität in unserem Kader, dass wir uns auf alle Gegner sehr gut einstellen können. Ich denke, das ist unser großes Plus.

Was ist sonst noch neu oder anders als in der letzten Saison?

„Es ist wieder etwas Besonderes. Wir spielen zum zweiten Mal in Folge in der Champions League, und das ist schon ein sehr großer Erfolg. Wir haben sicher etwas von der Nervosität des Vorjahrs abgelegt. Wir haben diesen Nervenkitzel nun fast alle schon einmal erlebt, und nun überwiegen die Vorfreude und Motivation.“

Wie wichtig war es, endlich mal über die Qualifikation den Startplatz in der Gruppenphase zu holen?

„Es war pure Erleichterung, und der Stolz danach war auch immens. Dieser Fluch ist nun endlich abgelegt und gehört der Geschichte an. Mich freut es natürlich besonders auch für Jungs wie Andi Ulmer oder Andre Ramalho, die schon lange dabei sind.

Was könnt ihr heuer in der Gruppenphase noch besser machen?

Aufsteigen! (lacht) Wir werden die Nervosität und die Angst ablegen müssen, dabei dürfen wir aber den Respekt vor unseren Gegnern nicht verlieren. Wichtig wird sein, dass wir Ruhe bewahren, keinen Stress aufkommen lassen und konzentriert unsere Aufgaben verfolgen. Das klingt natürlich einfach, aber wir müssen uns immer vor Augen halten, dass wir gerade alle unseren Traum leben! Wir alle spielen Fußball, um genau solche Spiele erleben zu können. Wir spielen gegen die besten Mannschaften. Das ist eine Ehre!“

Du warst im Sommer von einigen Topvereinen umworben, hast dich aber entschlossen, in Salzburg zu bleiben. Hat die UEFA Champions League da in deiner Planung eine Rolle gespielt?

Natürlich! Ich wollte in die Champions League, und vor allem wollte ich da auch auf dem Platz stehen! Ich habe hier einen fixen Platz in der Mannschaft, und ich glaube, den habe ich mir auch verdient. Ich fühle mich extrem wohl hier in Salzburg und freue mich nun auf die spannenden Aufgaben.“