Empfang bei den Wikingern

Aufsteiger gegen Serienmeister

Aus der israelischen Sonne in die oberösterreichische Nachbarschaft. Wenn wir auf die SV Ried treffen, muss der Laden wieder laufen, auch wenn die Beine vielleicht noch müde sind.

Raus aus dem Flieger, Corona-Test, Trainingsplatz – für unsere Burschen galt es, keine Zeit zu verlieren. Schon am Mittwoch wurde wieder in Taxham trainiert, mit den Augen auf das nächste Spiel, genauso wie es die viel bediente Floskel verlangt. Bis auf den gesperrten Andre Ramalho und die verletzten Zlatko Junuzovic und Oumar Solet waren alle dabei.

Sie alle erwarten eine harte Aufgabe in der Messestadt, zumal die Rieder beim Auftaktspiel in der Heimat ihre Mentalität eindrucksvoll unter Beweis stellten. Ein 1:2-Rückstand gegen die WSG Tirol wurde in der Nachspielzeit noch zu einem 3:2-Sieg. Man geht offensiv zu Werke, Verluste tangieren peripher, Wikinger eben. Ihr Häuptling Gerald Baumgartner ist österreichweit bekannt, weit gereist und kennt auch unseren Klub von innen. Für lange Zeit coachte er die Red Bull Juniors zu Beginn ihres Bestehens. Nach der Niederlage im letzten Bundesligaspiel gegen seinen Ex-Klub, die Wiener Austria, ist er heiß auf Punkte. Ob er dabei wieder auf sein 5-3-2 vertraut, ist fraglich. Den Aufstieg erspielte sich Ried ausschließlich im 4-2-3-1, das in 30 Spielen beträchtliche 73 Tore einbrachte.

Für das Team von Jesse Marsch gilt es also, aus einer sortierten Abwehr herauszuspielen. Von der schwülen Hitze und dem tiefen Rasen in Tel Aviv gezeichnet, sind bestimmt punktuelle Personalwechsel zu erwarten. Nachdem alle Spieler mit negativem Covid-Bescheid aus Israel zurückgekehrt sind, ist die Personaldecke zum Glück dick gesteppt.

Die Wahl des Spielsystems scheint Jesse bisweilen leichterzufallen als im vergangenen Jahr. Die Dreierkette war bis dato kein Thema, die Mittelfeldraute auch nicht. So dürften unsere Roten Bullen auch in Ried wieder im bekannten 4-2-2-2 auflaufen.

Unser Bullenfunk ist, wie bei allen Auswärtsspielen unserer Burschen, auch gegen die SV Ried live dabei. Diesmal mit einem besonderen Gast: Andre Ramalho kommentiert auf unserer Website und in der App das Spielgeschehen bis ins kleinste Detail, enthusiastische Wortspenden garantiert. Reinhören und nichts verpassen!

Unser Spieltagsradio ist zehn Minuten vor Ankick on air!

Personelles

Der Einsatz von Zlatko Junuzovic (Oberschenkel) bzw. Oumar Solet (Trainingsrückstand) ist fraglich. Andre Ramalho fehlt aufgrund einer Rot-Sperre.

Statements

Jesse Marsch über …

… das Duell mit dem Aufsteiger:

Ried ist eine Mannschaft, die über viel Kampfgeist und Mentalität verfügt. Wenn man bedenkt, wie sie den Aufstieg geschafft haben, so ist das sehr beachtlich. Und auch bei den beiden bisherigen Auftritten in der Bundesliga haben sie stets am Ende noch getroffen. Es wird für uns also sicher kein Spaziergang, wir müssen vom Start weg konzentriert und bei der Sache sein und versuchen, unsere Chancen bestmöglich zu nutzen.

die Leistungen seines Teams seit dem Start:

Unsere bisherigen Matches in dieser Saison waren nicht nur von den Ergebnissen, sondern auch von den Leistungen her sehr gut. Sie haben sich zwar allesamt ein wenig voneinander unterschieden, jedes für sich war aber wichtig für unseren Lernprozess und gibt uns Selbstvertrauen für die kommenden Spiele.

Sekou Koita über …

… den Gegner SV Ried:

Sie sind mit viel Feuer und Euphorie aufgestiegen, was man nach wie vor merkt. Und in dieser Position haben sie gegen uns nicht viel zu verlieren, werden also wohl sehr befreit ins Spiel gehen. Für uns gilt es, das Champions League Play-off-Match gegen Maccabi auszublenden und uns voll auf die Bundesliga zu konzentrieren.

… die Woche vor dem Match im Innviertel:

Das Wichtigste für uns ist, dass wir gegen Maccabi Tel-Aviv gewonnen haben und jetzt mit einem guten Gefühl ins Spiel gegen Ried gehen. Die Rahmenbedingungen, also der Lockdown und auch die extreme Hitze in Israel, haben uns vor eine große Herausforderung gestellt, die wir letztlich aber gut gemeistert haben. Natürlich wollen wir unsere Serie in Ried fortsetzen.

Die letzten Bundesliga-Duelle mit Ried:

29.04.2017 FC Red Bull Salzburg – SV Guntamatic Ried 1:1
19.02.2017 SV Guntamatic Ried – FC Red Bull Salzburg 1:6
29.10.2016 FC Red Bull Salzburg – SV Guntamatic Ried 1:0
13.08.2016 SV Guntamatic Ried – FC Red Bull Salzburg 0:2