Fette Packung

Torschützen: Koita (13.), Daka (17., 23., 38., 39.), Camara (28.), Mwepu (34.), Sucic (43.), Okugawa (50.), Wöber (56.)

Das sieht man nicht alle Tage: Mit 10:0 haken unsere Burschen die Pflichtaufgabe in der 1. Runde des UNIQA ÖFB Cups bravourös ab.

Bundesligist gegen Regionalligist, man sah es von Anbeginn. Wir spielten, die Bregenzer versuchten, zu zwicken, wenn der Ball in ihre Hälfte gelangte. Mit viel Aufwand und emotionaler Hingabe machten die Gastgeber unseren Burschen das Leben zunächst nicht einfach, aber nach 13 Minuten klingelte es schon beim ersten Torschuss. Patson Daka steckte für Sekou Koita durch, der das Spielgerät frei vor dem Schlussmann zum Führungstreffer in die lange Ecke tremmelte.

Die jähen Bemühungen der Gastgeber erfuhren einen weiteren Dämpfer, als der Referee nur drei Minuten später zu Recht auf Penalty entschied. Mit einem Kracher schickte den Patson Daka zum 2:0 in die Maschen. Obwohl sich Keeper Huchler für die richtige Ecke entschied, hatte er keine Chance (17.).

Und wir verschwenden keine Zeit mit Nebensächlichkeiten. Okugawa ging bei einem Dribbling im Strafraum zu Boden, doch ehe der Schiedsrichter den klaren Elfer hätte ahnden können, ballerte Patson Daka das Leder aus der Halbdrehung in die kurze Ecke (23.).

Kaum Zeit, um zu verschnaufen, denn Mo Camara holte den rechten Hammer aus der Werkzeuglade und knallte mit ihm die Pille in die Kreuzecke. Ein Treffer wie ein Paukenschlag (28.). Weil es so schön war, prolongierte Enock Mwepu die Galavorstellung und staubte trocken aus kürzester Distanz ab (34.). Sein sambischer Spezi Patson wurde nur Minuten danach mustergültig über gute 30 Meter von Rasmus Kristensen bedient. Alleine behielt er gegen zwei Verteidiger und den Schlussmann die Ruhe und schloss cool ab (38.).

Aber Patson bekam den Magen nicht voll. Wieder war es das Zuspiel von Kristensen und der Abschluss von ihm, der schon vor der Pause das 7:0 einbrachte (39.). Doch es war noch nicht genug. Jetzt durfte auch noch Sucic ran. Per Handselfer erzielte er seinen ersten Treffer im Trikot der Roten Bullen (43.). Angesichts seines Talents bestimmt ein historischer Moment.

UNIQA ÖFB Cup: Schwarz-Weiss Bregenz vs. FC Red Bull Salzburg

Die Schlagzahl der ersten Halbzeit war freilich schwer zu halten, doch es wunderte uns nicht, dass keine vollen fünf Minuten verstrichen, ehe der Torreigen in Bregenz weiterging. Okugawa knöpfte einem völlig überforderten Verteidiger das Leder ab und blieb im Abschluss cool (50.).

Nun fragten sich die Ersten, was der höchste Sieg unserer Roten Bullen war. Und in der Tat lag er nicht mehr fern. Ein 12:1 unter Adi Hütter beim Wiener Sportklub galt bislang als Rekord, dem uns Max Wöber mit einem sehenswerten Treffer im Rutschen nach einem ausgespielten Freistoß ein Stück näherbrachte (56.).

Doch justament als die Rekordjagd begonnen hatte, folgte die erste echte Erholungsphase für die Vorarlberger. Auswechslungen, Unterbrechungen nach Fouls oder Abseitsentscheidungen, die Luft war draußen. Auch wenn Wöber und Koita sich noch einmal annäherten, den Schwarz-Weißen war die Gnade zu vergönnen. Das Ergebnis war trotzdem ein zweistelliges: 10:0. Keine Zweifel, auch ohne das volle Aufgebot sind unsere Burschen zu bestechenden Leistungen fähig.

STATEMENTS

Max Wöber:

Es war super, wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind. Mit 8:0 war es natürlich für uns gelaufen. Nichtsdestotrotz war es ein toller Test für uns, bevor es wieder in der Bundesliga losgeht, weil es auch eine Freude war, wieder vor Publikum zu spielen.
 

Jesse Marsch:

Die Konzentration und die Mentalität waren in der ersten Halbzeit sehr gut. Wir haben sehr viele Tugenden gezeigt und wieder zu null gespielt, was immer unser Ziel ist. Es war ein guter Startschuss, auch in Hinblick auf unseren harten Ligaauftakt in Wolfsberg.

DATEN & FAKTEN

Aufstellung

Stankovic; Kristensen, Ramalho (62. Farkas), Wöber, Vallci; Camara (76. Dedic), Mwepu (62. Seiwald), Okugawa (76. Adamu), Sucic; Koita, Daka (46. Ashimeru)

Gelbe Karten

keine

Nicht einsatzbereit

Adeyemi

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