Finale, wir kommen!

Torschützen: Mwepu (36., 54.), Berisha (72.), Aaronson (79.)

Was für eine Antwort! Wir ließen heute keine Zweifel über Sieg und Niederlage aufkommen. Der Finaleinzug kommt nicht nur in seiner Natur, sondern auch in seiner Deutlichkeit verdient.

Spielbericht

Mit anderer Formation und mehr offensivem Schwung starteten wir in die so wichtige und richtungsweisende Cup-Partie. Sturm Graz startete, nach zwei Siegen in der laufenden Saison gegen uns, sichtlich ambitioniert, doch unsere Abwehr stand wie eine Eins. Wichtig, denn man schenkte sich nichts im Wörthersee Stadion. Es hatte Cup-Charakter, wie hier mit hohem Aufwand in zwei kompakten Blöcken operiert wurde. Es war klar: Nur ein Fehler würde die Pattstellung durchbrechen.

Erst nach 25 Minuten gab es die ersten zarten Annäherungen unserer Roten Bullen. Meistens ging es über rechts. Siebenhandl, der nach seiner Sperre ins Tor der Blackies zurückkehrte, sah sich zunächst keinen Schüssen ausgesetzt, es blieb bei tiefem Durchatmen. Wenn es aus dem Spiel nicht klappt … ihr wisst, wie es weitergeht. Eine Ecke von Zlatko Junuzovic senkte sich perfekt zwischen Fünfer und Elfer, wo Enock Mwepu den Ball per Kopf in die Maschen schickte (36.).

Uniqa ÖFB Cup gegen SK Sturm Graz

Sturm war nun unter Zugzwang, doch es schien sie eher zu lähmen, denn zu beflügeln. Der Start der zweiten Halbzeit gehörte uns, auch die erste gute Chance, die prompt den zweiten Treffer einbrachte. Wieder war es die gleiche Kombi: Sladdi, der im Anlauf zu seinem Freistoß die wartende Verteidigermeute foppte, lieferte das Bällchen mit Premiumversand, Enock Mwepu nickte ein zweites Mal komplett frei ein – jedoch nicht ohne Schönheitsfehler. Zum Zeitpunkt des Abspiels stand unser Sambier im Abseits, was von den Offiziellen ungeahndet blieb (54.).

2:0, jetzt war klar, dass Christian Ilzer reagieren musste. Seine offensiven Wechsel standen in unmittelbarer Konsequenz zu Räumen, die wir mit zunehmender Gefahr bespielten. Mergim Berisha, wir unterstellen ihm keine Absicht, schepperte aus Flankenposition eine Granate in die Maschen. Gewollt oder nicht, zu Recht ließ sich unser Stürmer ausgiebig feiern (72.). Der Hunger war aber mitnichten gestillt. Aus einem Schulbeispiel für einen Ballgewinn durch Gegenpressing suchte Karim Adeyemi den direkten Weg zum Tor. Den verstellte Siebenhandl, Pass zur Seite, Sweaty Goal Aaronson, die ganze Mannschaft formte eine Jubeltraube (79.).

Ein Sieg als Team, deutlich, dominant und richtungsweisend. Das Cup-Finale folgt am 1. Mai gegen den LASK.

Statements

Jesse Marsch

Wir haben gut gespielt, unsere Konzentration und Aufmerksamkeit haben heute gepasst. Dass die Standards ein Weg zum Erfolg sein können, haben wir vermutet. Schlussendlich war es ein verdienter Sieg, mit dem wir sehr zufrieden sind.

Zlatko Junuzovic

Es war verdient, auch weil wir Sturm kaum Chancen gelassen haben. Wir sind durch den Kampf in die Partie gekommen, mit Fortdauer wurde auch die spielerische Seite besser. Wir freuen uns auf das Finale, schließlich ist es unser erklärtes Ziel, jeden nationalen Titel zu holen.

Aufstellung

Wechsel

Seiwald für Mwepu (77.), Adeyemi für Daka (77.), Vallci für Kristensen (82.), Affengruber für Wöber (82.), Sucic für Berisha (82.)

Gelbe Karte

Bernede (33./Foul)

Nicht einsatzbereit

Bernardo (Seitenbandteilabriss), Okafor (Adduktoren), Solet (Oberschenkel)