Halbes Dutzend im Cup

Torschützen: Szoboszlai (16.), Berisha (19.), Koita (23.), Daka (74.), Camara (83.), Kristensen (87.) bzw. Fountas (45.+1), Ullmann (78.)

Dominanz ist ein Hilfsbegriff: Unsere Burschen legen nach dem Sieg in der Bundesliga auch im Cup nach, in beeindruckender Manier!

Spielbericht

Rumms! Der erste Ball von Mateo Barac ging hoch in unsere Hälfte, unserer gediegen von Rasmus Kristensen zu Enock Mwepu, vertikal. Es war Betonwand gegen Schlagbohrer, von Beginn an. Wir schnürten die Grün-Weißen ein, Entlastungsangriffe verebbten schon an der Mittelauflage. Durch Fouls und Mätzchen schaffte es Rapid aber auch seinerseits, die eigene Hütte zu bewachen.

16 Minuten sollten vergehen, bis die defensive Grundordnung der Hauptstädter durchbrochen wurde. Ein Doppelpass von Szoboszlai und Berisha reichte. Der Ungar stand frei vor Paul Gartler, den er lässig überlupfte (16.). Ein Appetizer – und der nächste Happen folgte sogleich. Aus dem linken Halbraum trat Szoboszlai einen Freistoß zur Mitte, den Sekou Koita fast in die Maschen schickte. Sein Abschluss wurde zum Querpass, der Mergim Berisha als Vorlage diente. Sein Abschluss, nur Routine.

Mein lieber Scholli, hier brach eine Torlawine los. Mergim Berisha ließ zwei Rapidler auf einer Briefmarke aussteigen und Sekou Koita in die Gasse starten, sein Pass kam perfekt, Sekou nahm den Slalom um den Keeper und zwei Verteidiger, ehe der Spaß sein Ende in einem Treffer fand (23.). Wenige Minuten später tat es ihm Sladdi gleich, doch ein Abseitspfiff verwehrte ihm den Jubel.

3:0, klingt komfortabel, war es auch. So machten wir es uns für den Rest der ersten Halbzeit in der Komfortzone bequem, ganz easy, Cruise Control, bis, ja bis es in der Nachspielzeit noch einmal pikant werden sollte. Rasmus Kristensen bediente sich gegen den heranstürmenden Fountas internationaler Härte, zu viel für Referee Altmann. Den Penalty verwertete der Gefoulte selbst, trocken, links unten.

Nahtlos schlossen wir nach dem Pausentee an die Performance der ersten Hälfte an. Sekou Koita zog geschickt ein Foul an der Strafraumgrenze. Für Domi Szoboszlai gab es daraufhin die Lieblingsbeschäftigung: Freistoß, mit Wucht, ans Lattenkreuz, da fehlte nicht viel! Auch wenn es jetzt nicht mehr so flott zur Sache ging, ergaben sich gefällig kombinierte Gelegenheiten. Nach Tupferl, Gaberl und Köpfchen fasste sich Mo Camara aus gut 25 Metern ein Herz. Das Kreuzeck im Visier, musste sich Gartler im Tor der Rapidler ganz langmachen.

Der eingewechselte Patson Daka brachte noch einmal Schwung in die Kiste und eine hübsche Ergebniskorrektur. Im Strafraum rangelte er Max Hofmann den Ball ab und schmetterte ihn, ohne zu zögern, aus spitzem Winkel ins Tor (74.). Der Deckel war zwar schon drauf, doch Ullmann drehte ihn noch einmal locker. Aus 25 Metern hielt er drauf wie ein junger Maniche und schickte das Leder in die Kreuzecke (78.).

Von langem Bestand sollte das 4:2 aber nicht sein, denn wieder ertönte ein Elfmeterpfiff. Für das Foul an Noah Okafor sah Max Hofmann die zweite Gelbe Karte. Mo Camara durfte sich vom Punkt versuchen und versenkte die Kugel sicher zum 5:2 (83.). Und es war noch nicht genug, der Geruch vom Frühjahrs-7:2 lag jetzt in der Luft. Rasmus Kristensen packte die feine Klinge aus, legte sich die Kugel in den Strafraum und zog mit Gewalt ab, ein Passierschlag, kerzengerade ins Netz (87.).

Sie sind und bleiben unsere Lieblingsgegner. 6:2 und in dieser Höhe verdient, ein Cup-Abend nach Maß für unsere Burschen. Im Viertelfinale wartet jetzt ein Heimspiel gegen die Wiener Austria.

Statements

Jesse Marsch

Wir haben heute wieder die richtige Mentalität gezeigt. Vor allem haben wir unsere Chancen genützt, was uns früh eine komfortable Führung gebracht hat. Zwischenzeitlich haben wir ein bisschen nachgelassen, um am Ende wieder stark zurückzukommen.

Didi Kühbauer

Neun Minuten haben in der ersten Halbzeit gereicht, dass uns Salzburg drei Tore geschossen hat. Da kann man nichts anderes behaupten, als dass die Salzburger heute sehr verdient aufgestiegen sind.

 

Aufstellung

Wechsel

Onguene für Junuzovic (70.), Daka für Koita (70.), Okafor für Berisha (80.), Sucic für Szoboszlai (80.), Adeyemi für Ramalho (86.)

Gelbe Karten

Wöber (47./Unsportlichkeit), Mwepu (71./Foul)

Nicht einsatzbereit

Ulmer (Muskelprobleme)