„Ich bin ein kreativer Arbeiter“

Unser Neuzugang Brenden Aaronson im ersten Interview nach seiner Ankunft

Knapp drei Monate nach der Unterschrift ist er endlich da! Winterneuzugang Brenden Aaronson ist pünktlich vor dem Trainingsauftakt in Salzburg gelandet und sprüht vor Vorfreude.

Der Wechsel nach Europa ist der nächste aufregende Meilenstein in einer jungen Karriere, liegt hinter dem 20-Jährigen doch ein aufregendes Jahr: Nationalteam-Debüt, erster Treffer im US-Trikot, der Gewinn des MLS Supporters’ Shield mit Philadelphia Union, die Nominierung ins MLS Team of the Season – damit kommt das Toptalent nicht ohne Vorschusslorbeeren.

Im ersten Interview nach der Ankunft spricht unser neuer Mittelfeld-Allrounder über seine Beweggründe und hohen Ambitionen.

Willkommen in Salzburg, Brenden! Zunächst einmal: Wie war die Reise?

„Der Flug hat sieben Stunden gedauert und ich habe fünf davon geschlafen. Er ist also ziemlich schnell vergangen. Ich habe gut entspannen können. Jesse hat mich dann abgeholt, um mir das Trainingszentrum und das Stadion zu zeigen. Auf dem Weg habe ich auch ein bisschen was von der Stadt gesehen. Ich freue mich, dass es jetzt losgeht!“

Wie fühlt es sich an, endlich hier zu sein?

„Großartig! Es war ein langer Prozess, da ich die Saison noch mit Philadelphia zu Ende gespielt habe, aber jetzt bin ich hier. Hoffentlich kann ich schon bald mit der Mannschaft auf dem Feld stehen und zeigen, was ich kann.“

Was sind deine ersten Eindrücke von Salzburg?

Salzburg ist eine schöne Stadt. Ich habe die Festung schon aus der Ferne gesehen und auch ein wenig von der Architektur wahrgenommen. Ich bin mir sicher: Hier kann ich mich wohlfühlen.

Welche Faktoren waren letztlich ausschlaggebend für dich, nach Salzburg zu wechseln?

Der Verein ist einfach super aufgestellt und hat mich mit dem Gesamtpaket absolut überzeugt. Mir war sofort klar, als ich gehört habe, dass Salzburg Interesse hat, dass ich hierher möchte. Ich denke, dass der Wechsel für mich ein ‚perfect fit‘ ist. Die Philosophie, Fußball zu spielen, passt perfekt zu meinem Profil. Salzburg spielt schnellen und vertikalen Angriffsfußball. Das ist auch das, was ich gerne mache. Ich wollte zu einem Verein, bei dem ich denke, dass ich mich einfinden kann und dem ich hoffentlich weiterhelfen kann. Hier finde ich die perfekten Voraussetzungen vor, um Tag für Tag an mir zu arbeiten und mich stetig zu verbessern.

Du stößt zu einer jungen Mannschaft und bist selbst erst 20 Jahre alt. Wie sehr freust du sich darauf, mit diesem jungen Team zu wachsen?

Das ist das Spannende! Ich kann es kaum erwarten, die Truppe kennenzulernen, hoffentlich ein paar Freunde zu finden und einfach auf dem Fußballplatz zu stehen.

Wie würdest du einem Salzburg-Fan, der dich noch nicht spielen gesehen hat, deinen Spielstil beschreiben? Worauf können sich die Fans freuen?

Ich bin ein ‚kreativer Arbeiter‘, würde ich sagen. Ich arbeite hart auf dem Feld, bin aggressiv im Spiel gegen den Ball, versuche Löcher im Mittelfeld zu stopfen und gleichzeitig, so viele Assists wie möglich beizusteuern. Das beschreibt mich, glaube ich, am besten.

Hast du ein bestimmtes Idol, das dich geprägt hat?

Mein Lieblingsspieler als Kind war Steven Gerrard. Ich bin ein großer Liverpool-Fan. Zu sehen, wie er die Champions League gewinnt, war riesig für mich.

Wir spielen normalerweise im 4-2-2-2 bzw. im 4-4-2 mit einer Mittelfeldraute. Welche Position kannst du in diesen Formationen einnehmen?

Im 4-2-2-2 kann ich sowohl die 10er-Positionen als auch die beiden 6er-Positionen bekleiden. Für mich spielt es eigentlich keine Rolle, wo ich eingesetzt werde. Dort, wo Jesse mich sieht und wann immer ich auf dem Feld stehen kann, werde ich mein Bestes geben. Bei Philadelphia haben wir auch mit einer Mittelfeldraute gespielt, dort kam ich meistens als 10er zum Einsatz, ich kann aber auch die beiden 8er spielen.

Highlights Brenden Aaronson

Du hast dich für das Trikot mit der Nr. 11 entschieden. Gibt es einen bestimmten Grund dafür bzw. hat sie eine besondere Bedeutung für dich?

Nicht wirklich. Ich mag die Nummer, und sie war gerade frei. Ich dachte mir, ich nehme die 11, weil ich in Philadelphia die Nr. 22 hatte. Meine Lieblingsnummer ist eigentlich die 7, weil mein Vater mich in jungen Jahren immer die 7 tragen ließ, aber die 11 ist eine tolle Nummer, und ich werde sie mit Freude tragen.

Welche Ziele verfolgst du hier in Salzburg?

Ich habe immer hohe Erwartungen an mich selbst. Ich möchte mich auf meine Energie und auf meine Zeit hier konzentrieren. Ich werde Tag für Tag hart arbeiten, um Titel und Meisterschaften zu gewinnen. Für mich geht es immer darum, um jeden Preis zu gewinnen. Ich freue mich außerdem darauf, in der Champions League und Europa League zu spielen. Ich will mein Bestes geben und dem Team helfen. Ich hoffe, dass ich das jeden Tag im Training zeigen kann.

Wie sehr freust du dich, mit Jesse Marsch zusammenzuarbeiten? Wie glaubst du, kann er vor allem deine Entwicklung beeinflussen?

Ich freue mich extrem, unter ihm zu spielen. Man braucht sich nur anzusehen, welche Spieler er in den letzten Jahren geformt hat. Er ist ein großartiger Typ, und ich hoffe, dass ich mich unter ihm weiterentwickeln kann.

In Philadelphia warst du ein wahrer Publikumsliebling. Zählst du auch in Salzburg auf die Unterstützung aus deiner Heimat?

Jede Art von Unterstützung ist wirklich großartig für mich. Ich denke, die Leute und die Union-Fans werden meinen Werdegang weiterhin verfolgen, und dafür bin ich wirklich dankbar.

Letzte Frage: Wie steht’s um die Wohnungssuche?

Ich habe vorher schon online ein bisschen gesucht, aber ich denke, es ist besser, erstmal im Hotel zu wohnen und dann selbst auf Wohnungssuche zu gehen. Meine Familie wird wahrscheinlich in zwei Wochen vorbeikommen und mir dann bei allem helfen.

Danke für das Interview, Brenden! Viel Erfolg und einen guten Start bei uns!