Jetzt wird’s klassisch

Rapid will gleichziehen, wir ihnen davonlaufen

Eine Antwort ist gefragt. Keine 72 Stunden nach der UEL-Enttäuschung betreten wir wieder die Red Bull Arena, diesmal steht die Tabellenführung auf dem Spiel.

Die letzten 18 Spiele gegen den SK Rapid Wien: 13 Siege, vier Remis, nur eine Niederlage. Es scheint gut um unsere Chancen zu stehen, zumindest, wenn man der Statistik glaubt. Im Vorfeld oft als Der Klassiker tituliert, sprachen wir danach über die Rapidler häufig als unsere Lieblingsgegner. Doch schon im ersten Saisonduell, es endete mit einem leistungsgerechten 1:1, war diese Zuschreibung nicht mehr akkurat. Und auch jetzt schicken sich die Grün-Weißen an, mit uns gleichzuziehen. Dazu brauchen sie einen Sieg.

Nach ihrem enttäuschenden Remis in Altach konnte die Kühbauer-Elf eine ganze Woche frusten. Internationalen Fußball gab es ja keinen. Somit sollten sie ausgeruht und voller Motivation in Salzburg aufschlagen. Es ist also angerichtet. Das größte Spiel im österreichischen Fußball verspricht Spannung. Nicht zuletzt auch, weil Rapid bewiesen hat, dass es dank eines starken Kollektivs enorm schwer zu schlagen ist. Von den letzten sechs Spielen gewann Rapid fünf, eben abgesehen vom Remis im Ländle.

Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Rapid

Spannung, weil die Kadersituation uns abermals nicht viele Optionen bei der Mannschaftsaufstellung geben wird. Zwar können im Gegensatz zur UEFA-Liste am Donnerstag beliebig viele Kooperationsspieler hinzugezogen werden, doch die wichtigen Mo Camara und Sekou Koita werden nun, und zumindest bis zum letzten Spiel der Bundesliga-Saison, gesperrt sein. Bernardo kann ebenfalls noch nicht mitwirken. Der Zeithorizont seiner Rückkehr wurde von Jesse Marsch mit etwa zwei Wochen angegeben. Somit kann es wohl gar keine wesentlichen Veränderungen zur Aufstellung in der UEL geben.

Wie die Aufstellung aussieht, könnt ihr zuerst in unserer Mobile App sehen. Dort und auf unserer Website berichtet der Bullenfunk ab 16:50 Uhr live vom Spielgeschehen.

*nur bei Heimspielen

Personelles

Bei unseren Roten Bullen fehlt Bernardo (Knieverletzung). Max Wöber (Oberschenkelprobleme) ist fraglich.

Statements

Jesse Marsch über …

den Schlager gegen Rapid:

Für uns ist es gut, dass wir nach der Enttäuschung von gestern Abend gleich wieder ein großartiges Spiel vor uns haben. Und das am Sonntag ist so eines. Wir haben es in der Meisterschaft in Wien beim Unentschieden (Anm.: 1:1) schon gut gemacht, aber ein spätes Gegentor erhalten. Der Cup-Erfolg (Anm.: 6:2) zu Hause war eine unserer besten Leistungen in dieser Saison. Unsere Jungs verstehen, dass wir auch diesmal wieder eine gute Leistung brauchen, hellwach und für den Kampf bereit sein müssen. Rapid hat bisher eine super Saison gespielt, wir sind auf ein schwieriges Match eingestellt.

… die Personalplanung für das Sonntagsduell:

Aus dem gestrigen Spiel haben wir keine Verletzten, alle sind gesund. Wir werden sehen, wie es mit Max Wöber aussieht. Er hat in den letzten Tagen große Fortschritte gemacht, hoffentlich ist er für Sonntag eine Option.

Zlatko Junuzovic über ...

… das Duell mit den Wienern:

Ich bin nicht überrascht, dass Rapid in der Tabelle so weit oben steht. Sie spielen eine starke Saison, sind konstant in den Ergebnissen, haben eine gute Mentalität und sind auch zu Recht so weit oben. Wir freuen uns auf dieses Topspiel und wollen gerade zu Hause einen Dreier holen. Es ist ja ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel, das wollen wir natürlich gewinnen.

die Rivalen im Titelkampf:

Rapid ist einer von mehreren Konkurrenten im Kampf um den Titel. Auch der LASK und Sturm haben sich in dieser Saison gefunden und performen gut. Aber die entscheidende Phase kommt erst nach der Punkteteilung. Ab da ist jeder Vorsprung nur mehr noch die Hälfte wert und im Endeffekt fängt es fast wieder bei null an.

Die letzten Bundesliga-Duelle mit Rapid:

08.11.2020   Rapid Wien – FC Red Bull Salzburg 1:1 (0:1)
24.02.2020   Rapid Wien – FC Red Bull Salzburg 2:7 (1:4)
03.06.2020   FC Red Bull Salzburg – Rapid Wien 2:0 (1:0)
27.10.2019   FC Red Bull Salzburg – Rapid Wien 3:2 (1:0)