Spielfreude pur

Torschützen: Onguene (15.), Vallci (26.), Koita (47., 90.+2), Daka (70., 79.), Okafor (88./FE) bzw. Rakowitz (84.)

Unsere Elf lässt die Muskeln spielen und schickt die Hartberger mit einer deftigen 7:1-Packung in die Heimat zurück.

Spielbericht

Nach wackeligem Beginn fingen sich unsere Burschen vor 3.000 Fans recht schnell. Noah Okafor brach über links durch, dessen erste Visitenkarte landete am Außennetz. Kurz darauf stieg Albert Vallci nach einem Eckball am höchsten, nickte das Leder aber in die Arme von Schlussmann Swete. In Minute 15 belohnte Jerome Onguene unsere überfallsartige Startphase: Dominik Szoboszlai zwirbelte die Kugel von der Eckfahne in die Mitte, Onguene schraubte sich hoch und köpfelte zur Führung. Das kleine Standard-Einmaleins.

Apropos! So, wie unser Ungar die Corner in die Box streichelte, möchte man Ball sein. So geschehen in Minute 26, als Dominik die nächste Ecke reinbrachte, das Spielgerät zu Albert im Rückraum durchrutschte und dieser die Murmel mit Schmackes in die Maschen jagte! RUMMMS, „Goalbert“ Vallci hat wieder zugeschlagen! Beinahe hätte es wenig später wieder geklingelt, nach einem Chip in die Spitze vollstreckte Sekou Koita souverän, die Fahne verhinderte allerdings zu Unrecht den nächsten Jubel.

Die Hartberger kamen indes erst gegen Ende des ersten Abschnitts offensiv zur Geltung. Klem fand den verwaisten Tadic am zweiten Pfosten, im Verbund hielten Cican Stankovic und Max Wöber jedoch den Laden dicht. Den Schlusspunkt setzten wiederum wir: Szobo chippte das Rund in die Spitze, Daka verlängerte zu Okafor. Jammerschade, dass er sich die Pille zu weit vorlegte. So gab’s den Pausenpfiff anstelle eines Hochkaräters zum möglichen 3:0.

BL-04 RBS vs. HTB

Durchgang zwei war nur 80 Sekunden alt, da drehten unsere Speedsters ein drittes Mal zum Torjubel ab. Vallci bolzte das Kunstleder nach vorne, Daka lancierte Koita und dieser behielt im Eins-gegen-Eins die Ruhe (47.)! Risikobehaftete Ballverluste 40 Meter vor dem eigenen Kasten ließen den Blutdruck von Hartberg-Dompteur Schopp weiter in die Höhe schnellen, allerdings schlugen weder Okafor noch Szoboszlai Kapital aus den Gelegenheiten. Trotz zuletzt intensiver Wochen blieben die Burschen auch kurz vor der zweiwöchigen Schaffenspause hochtourig. Nach einem doppelten Doppelpass zwischen Daka und Koita kam Okafor ans Leder, der Schweizer fand in Swete seinen Meister.

Als Assistent lief’s besser: Er schnappte sich die Kugel im Angriffsdrittel und schickte Daka auf die Reise. Dieser eilte auf Swete zu und lupfte die Kirsche traumhaft über den Schlussmann (70.) – die Messe war endgültig gelesen. Nach Herzenslust kombinierten sich Joker Junuzovic & Co. fortan in den Gefahrenbereich. Okafor steckte die „Wuchtl“ zu Koita durch, dieser legte auf Daka quer. Das Schiedsrichtergespann entschied allerdings kurz vor dem Einschlag auf Abseits. Schwierig, in Echtzeit zu beurteilen, gleichwohl diskutabel. Majeed Ashimeru kam aufs Grün und fügte sich nahtlos ein: Rasmus Kristensen fand den Ghanaer, der ins Zentrum ablegte – Daka jubelte über Saisontreffer Nummer fünf (79.).

Just als sich Jesse mit dem ersten Zu-null-Match dieser Liga-Spielzeit anfreundete, passierte es: Rep flankte, Rakowitz betrieb allein vor Cican Ergebniskosmetik (84.). Der alte Abstand war aber schnell wiederhergestellt: Ashimeru wirbelte in den Strafraum und wurde regelwidrig gelegt, den fälligen Penalty streichelte Okafor ins rechte Eck (88.). „Einer geht noch, einer geht noch rein …“, dachte sich der eine oder andere Anhänger. Zu Recht: Der nach seiner Einwechslung überragende Ashimeru fand Koita, Ballannahme mit der Brust, Abschluss mit dem großen Zeh zum Siebten – formvollendet (90.+2). Der perfekte Abschluss, bevor es erst am 17. Oktober auf Pflichtspiel-Ebene wieder ernst wird!

Statements

Jesse Marsch

Es war eine gute, aber komische Woche. Die letzten 24 Stunden waren nicht einfach, aber wir waren heute richtig gut. Ich verstehe, dass ein Gegentor trotz sieben Treffern das Haar in der Suppe sein kann, aber in meinen Augen gibt es heute keinen negativen Punkt. Wir haben schon am Mittwoch ein großes Ziel erreicht und es auch heute sehr gut gemacht.

Albert Vallci:

Was uns auszeichnet, ist, dass wir versuchen, das Tempo über 90 Minuten hochzuhalten. Ich habe selbst gegen Salzburg gespielt, ich weiß, wie schwer das für den Gegner ist, wenn wir dann 90 Minuten jeden Angriff zu Ende spielen wollen, mit dieser Wucht, mit dieser Power, die wir da vorne haben. Das haben wir heute 90 Minuten durchgezogen, das war ganz wichtig. Wir wollten nach dem Champions League-Spiel auch mit einem positiven Gefühl in die Länderspielpause gehen.

 

Aufstellung

Wechsel

Junuzovic für Szoboszlai (58.), Farkas für Ulmer (70.), Kristensen für Vallci (70.), Ashimeru für Mwepu (78.)