Vallci & Co. ziehen bissigen Wölfen den Zahn

Torschützen: Vallci (22.), Mwepu (77.), Ramalho (89.)

Generalprobe geglückt! Zum Auftakt ins Mammutprogramm bezwingen unsere Burschen den SKN St. Pölten mit 3:0 und stehen damit in der dritten Cup-Runde.

Spielbericht

Der Inszenierungsauftrag beim Zweitrunden-Duell des UNIQA ÖFB Cups war anfangs unserer Elf vorbehalten. Passend zum heutigen Start in die Ski Alpin-Saison umkurvte Zlatko Junuzovic die St. Pöltner wie Slalomstangen, im Strafraum war allerdings Endstation. Nach elf Minuten entdeckte Sekou Koita Compagnon Dominik Szoboszlai. Dessen Versuch aus recht spitzem Winkel bändigte Keeper Gremsl geistesgegenwärtig. Die Hausherren setzten ihrerseits offensive Ausrufezeichen: Jerome Onguene rettete nach einem gut angetragenen Schulz-Header auf der Linie.

Nichtsdestotrotz war unsere Elf gegen freche Niederösterreicher tonangebend. Szoboszlai zwirbelte einen Freistoß in die Gefahrenzone, Gremsl rauschte darunter hindurch, Albert Vallci schob mühelos ein – YES (22.)! Beinahe hätte es zur Halbstundenmarke ein zweites Mal geklingelt, doch nach einem Energieanfall Richtung Sechzehner fehlte Speedster Patson Daka das Quäntchen Glück, sein Abschluss traf nur den Pfosten. Im Gegenzug drückte Luxbacher ab, Cican Stankovic musste sich gehörig strecken, um den Einschlag zu verhindern. Wölfe-Coach Ibertsberger konnte durchaus zufrieden mit dem Gezeigten sein, ein Schmidt-Wuchtschuss, der gefährlich am Gehäuse vorbeizischte, war ein weiteres Indiz dafür.

Quickfidel kamen die Niederösterreicher aus der Kabine. Hugi lancierte Schmidt, Wöber stellte sich in dessen Schuss. Pokorny prüfte Stankovic im Nachschuss. Recht unverhofft rutschte die Murmel ein paar Minuten später zu Daka durch, diesmal kullerte sein Versuch am zweiten Pfosten vorbei. Andi Ulmer brachte den nächsten Freistoß in die Box, dort schraubte sich zwar Onguene in luftige Höhen, den Kopfball setzte er aber um Nuancen neben das Gehäuse.

1.156 Fans sahen, wie Koita den Turbo zündete und Szobo per Seitenwechsel in Szene setzte, Muhamedbegovic warf sich aber in den Abschluss des Ungarn. Jesse brachte drei frische Kräfte, um die Schäfchen ins Trockene zu bringen. Einer davon, Mergim Berisha, fütterte Szobo, dieser assistierte Daka im Zentrum – ein St. Pöltner Defensivakteur stellte das Stoppschild auf. Den anschließenden Corner trat unser Ungar, doch sowohl Andre Ramalho als auch Enock Mwepu bei einem weiteren Eckball kurz darauf konnten nach Kopfbällen nicht zum Torjubel abdrehen. Vorerst, denn Enock brachte den nächsten Angriff ins Rollen. Via Ulmer gelangte das Rund zu Szoboszlai, der es wiederum zu Enock durchsteckte. Unser Mittelfeldmotor ließ sich nicht zwei Mal bitten und vollstreckte. Eine Ballstafette zum Zungeschnalzen (77.)!

Die endgültige Entscheidung hatte Daka am Fuß, nach vorbildlicher Okafor-Vorarbeit scheiterte er aber ebenso am Schlussmann wie Wöber per Kopf Augenblicke später. Auch Berisha misslang Treffer Nummer drei, zu zentral fiel sein 18-Meter-Versuch aus. Wie es besser geht, zeigte Ramalho: Wieder rauschte ein Szobo-Corner mit Schnitt in den Strafraum, unser Brasilianer hielt die Birne hin und netzte (89.). So endete die Begegnung nach einer Leistungssteigerung in Abschnitt zwei mit einem ungefährdeten 3:0-Auswärtstriumph!

Statements

Jesse Marsch

St. Pölten war stark und hat es uns heute, besonders in der ersten Halbzeit, schwer gemacht. Die zweite Hälfte war deutlich besser. Ich bin zufrieden mit der Steigerung der Mannschaft und freue mich über den Einzug in die nächste Runde!

Albert Vallci:

St. Pölten hat sehr viel Druck gemacht und ist uns immer wieder gefährlich geworden. In der zweiten Halbzeit haben wir uns gesteigert, daher haben wir letztendlich verdient gewonnen. Jetzt gilt: Aus den heutigen Fehlern lernen und voller Fokus auf Mittwoch.

 

Aufstellung

Wechsel

Ramalho für Onguene (62.), Camara für Okugawa (62.), Berisha für Koita (62.), Okafor für Junuzovic (79.), Ashimeru für Mwepu (88.)

Gelbe Karte

Mwepu (66./Foul)

Nicht einsatzbereit

Bernede (Schienbeinbruch)