Violette Zugabe

Keine Pause! Die Wiener Austria wartet

Keine vollen drei Tage liegen zwischen unserem UCL-Duell mit Lok Moskau und dem Gastspiel in Wien-Favoriten. Es wartet eine schwierige Aufgabe.

Die Bundesliga zur einen, die UEFA Champions League zur anderen Seite, Jesse Marsch wagt den Drahtseilakt durch die Mitte. Rotation war schon im letzten Herbst ein Reizwort, ohne wird es aber nicht funktionieren. Wer ist fit? Für wie viele Minuten? Ruhepause oder Spielrhythmus? Auf unser Trainergespann warten in den kommenden Wochen unzählige Fragen. Schon am Wochenende kann man die ersten richtigen Antworten geben.

Ein Umstand wirkt dabei besonders interessant: 90 Minuten Erfahrung gegen Lok Moskau sind ein guter Erfahrungswert für das Duell mit der Austria. Die Stöger-Truppe pflegt ein ähnliches Spielsystem, steht defensiv solide, möchte Umschaltmomente nützen. An den bisherigen vier Spieltagen erzielten sie zwar nur sechs Tore, mussten aber auch nur vier Gegentreffer hinnehmen. Ihre Defensive haben die Hauptstädter seit dem letzten Ligaspiel noch mit dem ablösefreien Christoph Schösswendter verstärkt. Sieben von zwölf möglichen Punkten machen die Austria zum Tabellenvierten. Auch im Cup setzte man sich zuletzt gegen den Wiener Sport-Club durch und steht nun im Achtelfinale.

Pressekonferenz nach der UCL Auslosung

An unser letztes Aufeinandertreffen wird sich die Austria gerne erinnern. Im Februar trennten wir uns bei stürmisch-kalter Witterung in der Generali-Arena mit 2:2. Die Vorzeichen damals waren aber diametral zu jenen der laufenden Saison. Noch haben unsere Roten Bullen kein Pflichtspiel verloren, in der Bundesliga sind sie gar noch ohne Punkteverlust.

Die Ermüdung vom Mittwoch wird in der Auswahl des Personals bestimmt zu Veränderungen führen. Jesse Marsch weiß aber ein großes Angebot an fitten Kräften hinter sich. Einzig Antoine Bernede ist verletzt. Karim Adeyemi, der noch unter der Woche nicht im Kader stand, hat seinen Trainingsrückstand aufgeholt und ist einsatzbereit.

Personelles

Antoine Bernede fällt mit einem Schienbeinbruch aus.

Statements

Jesse Marsch über …

… die vielen Spiele in nächster Zeit:

Natürlich werden die kommenden Wochen sehr intensiv. Aber wir sind gut vorbereitet, haben einen breiten Kader und werden da möglichst viele Spieler einsetzen. Zudem sind wir das ja aus den vergangenen Jahren gewohnt. Wichtig ist dabei die Dosierung bei den Spielen bzw. in den Trainingseinheiten. Deshalb wird es so sein, dass wir gegen Austria doch ein wenig rotieren und frische Spieler zum Einsatz kommen werden.

… die Austria in dieser Saison:

Die Austria hat sich unter Peter Stöger stark verbessert, er macht bisher einen sehr guten Job. Sie waren in den ersten vier Matches durchaus stabil, haben auch intensiv gespielt. Es wird am Samstag also eine große Herausforderung für uns.

Patson Daka über …

… den Gegner:

Die Austria ist heuer sehr gut in die Saison gestartet und zeigt ein deutlich verändertes Gesicht. Sie spielen mit mehr Selbstbewusstsein und auch taktisch etwas anders. Für uns ist es sehr wichtig, dass wir unseren Blick ausschließlich auf das Spiel am Samstag richten und die Umstände rundherum ausblenden.

… die erfolgreiche Serie:

Natürlich freuen wir uns, dass es so gut läuft, wir bisher keine Niederlagen einstecken mussten und so viele Punkte geholt haben. Aber das ist ein Produkt harter Arbeit – in der Vorbereitung und auch bei jedem einzelnen Spiel. Wir wollen den Lauf bei der Austria fortsetzen, wissen aber, dass wir auch da nichts geschenkt bekommen werden.

Die letzten Bundesliga-Duelle mit der Wiener Austria:

23.02.2020        FK Austria Wien – FC Red Bull Salzburg 2:2 (0:1)
28.09.2019        FC Red Bull Salzburg – FK Austria Wien 4:1 (2:1)
05.05.2019        FK Austria Wien – FC Red Bull Salzburg 1:2 (0:0)
31.03.2019        FC Red Bull Salzburg – FK Austria Wien 5:1 (1:1)