Aller guten Dinge sind drei. Die Roten Bullen in der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile 2012/13.

Wenig Chancen zugelassen
  • Durch die sehr offensive Spielweise waren die Salzburger etwas anfälliger für Gegentreffer. Sie kassierten 39 in 36 Runden, in den letzten 3 Spielzeiten waren es jeweils weniger.
  • Red Bull Salzburg kassierte aber als einziges Team nur in 3 Spielen über 2 Gegentore. In einem Drittel aller Partien stand die Null, und 39 Gegentreffer wurden in dieser Saison nur vom Meister unterboten.
  • Im Frühjahr ließ die Defensive weniger zu, 416 gegnerische Torschüsse waren über die gesamte Saison gesehen die wenigsten. In der Winterpause lag man noch im Ligaschnitt.
  • 188 gegnerische Torschüsse in Heimspielen waren die wenigsten. Auswärts ließen Rapid und Sturm etwas weniger zu als der Vizemeister (228 gegnerische Torschüsse).
Nicht oft aus der Distanz bezwungen
  • Gegen Red Bull Salzburg kamen die Teams nur zu 32 Großchancen – nur gegen Austria zu weniger.
  • Meistens wurden die Gegner dazu gezwungen, aus aussichtslosen Positionen abzuziehen, 219 gegnerische Torschüsse von innerhalb des 16ers waren die wenigsten.
  • Aus der Distanz wurden die Salzburger 6-mal bezwungen – Ligaschnitt. Gegen Mattersburg, Admira und Sturm wurden weniger Weitschüsse abgegeben als gegen Red Bull Salzburg.
  • Im Frühjahr kassierten die Salzburger aber nur mehr einen Gegentreffer von außerhalb des 16ers, im Herbst war man in dieser Disziplin deutlich anfälliger.

Joker unter Kontrolle
  • Angreifer kamen im Frühjahr gegen Red Bull Salzburg zu wenigen Möglichkeiten. Insgesamt waren 15 Gegentreffer durch Stürmer die zweitwenigsten. Nur 5 dieser Gegentreffer kassierte Red Bull Salzburg im Frühjahr.
  • Nachrückende Mittelfeldspieler erhöhten hingegen ihr Torkonto, 54% der Gegentreffer wurden durch Mittelfeldspieler erzielt – der zweithöchste Anteil.
  • Von Verteidigern kassierten die Salzburger nur ganze 3 Gegentreffer – die wenigsten. 66 gegnerische Torschüsse durch Abwehrspieler waren die zweitwenigsten.
  • Eingewechselte Spieler überraschten die Salzburger im Herbst einige Male, im Frühjahr gab es nur mehr einen Gegentreffer durch einen Joker. 7 Gegentreffer durch eingewechselte Spieler entsprachen insgesamt dem Ligaschnitt.

Kraft bis zum Schlusspfiff
  • Red Bull Salzburg geriet in dieser Saison häufig in Rückstand und kassierte viele Gegentreffer vor der Pause. 21 Gegentreffer in Hälfte 1 lagen nur knapp unter dem Ligaschnitt und wurden von 4 Mannschaften unterboten.
  • In den Anfangsminuten waren die Salzburger recht aufmerksam und kassierten nur 5 Gegentreffer in der ersten Viertelstunde.
  • Kurz vor der Pause ging allerdings einige Male die Konzentration verloren, 12 Gegentreffer von Minute 31 bis zum Pausenpfiff waren es über die Saison.
  • An schwindenden Kräften lag die Anfälligkeit dabei nicht, in Hälfte 2 kassierten die Salzburger nur 18 Gegentreffer.
  • Als einzige Mannschaft erhielt Red Bull Salzburg weniger als die Hälfte der Gegentreffer nach der Pause.
  • In den letzten 15 Minuten wurden die Salzburger nur 5-mal bezwungen – kein Team seltener und selbst traf man hier zudem 22-mal.

Im Umschaltspiel verbessert
  • Die Gegner versuchten die spielstarken Salzburger hauptsächlich auszukontern oder bei Standardsituationen zuzuschlagen.
  • Ein Fünftel der Gegentreffer kassierte Red Bull Salzburg nach Konterangriffen aus der gegnerischen Hälfte. 8 Gegentreffer aus Konterangriffen entsprachen dem Ligaschnitt.
  • Das Umschalten von Offensive auf Defensive klappte aber im Frühjahr besser als noch im Herbst. Nach der Winterpause gab es nur noch 3 Kontergegentore.

Bei Ecken relativ viel zugelassen
  • Auch bei ruhenden Bällen machten es die Salzburger den Gegnern schwer. 11 Gegentreffer nach Standardsituationen waren die wenigsten.
  • Zudem wurden 5 dieser 11 Standardsituationen per Elfmeter oder Freistoß direkt verwandelt.
  • Obwohl die Salzburger die zweitwenigsten Torschüsse aus Freistoßsituationen zugelassen haben, wurde nur Mattersburg häufiger aus direkten Freistößen bezwungen als der Vizemeister.
  • Als einzige Mannschaft kassierten die Salzburger kein Gegentor aus einem abgespielten Freistoß! 3 Gegentreffer aus Freistößen waren die wenigsten.
  • Im Anschluss an Ecken kassierten die Salzburger 5 Gegentreffer (Ligaschnitt). Auch 59 gegnerische Torschüsse nach Ecken waren relativ viele.
Luftraum besser unter Kontrolle bekommen
  • In der Defensive war das Salzburger Zweikampfverhalten in der Luft deutlich stärker. Mit 62 % gewonnenen Duellen gehörte man hier zu den stärksten Teams.
  • Trotzdem ließen die Salzburger relativ viel per Kopf zu. 19 % der gegnerischen Torschüsse wurden per Kopf abgegeben – der höchste Anteil.
  • Im Frühjahr hatte man sich auf die hohen Bälle der Gegner aber besser eingestellt. Während sie im Herbst in 20 Runden 52-mal per Kopf zum Abschluss kamen, waren es im Frühjahr nur mehr weitere 26 gegnerische Versuche.
  • 8 Gegentreffer kassierten die Salzburger per Kopf (nur 3 nach der Winterpause), nur Sturm noch weniger.

Außenbahnen dicht gemacht
  • Im Frühjahr haben die Salzburger die Außenbahnen dicht gemacht und kassierten nur mehr 7 Gegentreffer über die Flügel (im Herbst waren es noch 14).
  • 9 von diesen insgesamt 21 Gegentreffern fing Red Bull Salzburg nach Flanken. 16 % der gegnerischen Torschüsse wurden nach Flanken abgegeben – der zweithöchste Anteil.
  • Red Bull Salzburg ließ die wenigsten Flanken aller Teams zu (309), auf den Außenbahnen gab es kaum ein Durchkommen.
  • Von den wenigen Flanken landete aber ein Viertel bei einem Mitspieler – die zweithöchste Quote. Aus jeder 5. gegnerischen Flanke entwickelte sich ein Torschuss – mit so wenigen Flanken kam man ansonsten nur gegen Ried zum Abschluss.

Passwege zugestellt
  • Die gegnerischen Passwege wurden geschickt zugestellt, nur 75 % der gegnerischen Pässe fanden ihr Ziel (die zweitniedrigste Quote).
  • Nach kurzen Pässen kassierte Red Bull Salzburg die zweitwenigsten Gegentreffer (16), Meister Austria Wien allerdings um die Hälfte weniger.
  • Insgesamt wurden die wenigsten Torschüsse nach Pässen gegen Red Bull Salzburg abgegeben (202).
  • Spielerisch gab es gegen den Vizemeister kaum ein Durchkommen. Auch deshalb mussten die Salzburger selten zur Abseitsfalle greifen, nur 64-mal wurde ein Gegenspieler deswegen zurückgepfiffen.

Zweikampfwerte der Defensivspieler
  • Ibrahim Sekagya hatte mit 64,3 % gewonnenen Zweikämpfen den besten Wert seiner Mannschaft.
  • Franz Schiemer schnitt am Boden mit 59 % etwas schwächer ab, war aber in der Luft mit gewonnenen 66 % der zweikampfstärkste Salzburger. Im Ligaranking bedeutete das den 4. Platz.
  • Isaac Vorsah war am Boden mit gewonnenen 65 % der beste Salzburger. Die verschiedenen Stärken der Innenverteidiger scheinen sich perfekt zu ergänzen.
  • Vorsah zeigte in der Luft aber Schwächen, er setzte sich nur in 47 % der Luftduelle durch – viel zu schwach für seine Position.
  • In der Luft gehörte Rodnei mit gewonnenen 63 % zu den Besten.
  • Im defensiven Mittelfeld räumte Martin Hinteregger im Zentrum auf. Er gewann starke 64,2 % der Duelle und war damit der ligaweit zweikampfstärkste Mittelfeldspieler!
  • Die meisten Defensivduelle aller Salzburger führte Ilsanker. Seine starke Quote von fast gewonnenen 64 % kann sich zudem nicht nur im defensiven Mittelfeld sehen lassen.
  • Dusan Svento schnitt von den Außenverteidigern mit gewonnenen 60 % am stärksten ab.
  • Von den Offensivspielern führten Berisha und Kampl die meisten Defensivduelle.
  • Nicht nur die gewonnenen Zweikämpfe sind ausschlaggebend, sondern auch der Ballverlauf in weiterer Folge. Vorsah konnte in 48 % seiner Defensivduelle den Ballbesitz erobern – die beste Quote.
  • Auch Stefan Hierländer verrichtete in dieser Hinsicht wertvolle Arbeit und eroberte bereits weiter vorne in 45 % seiner Defensivduelle den Ballbesitz (73-mal).
  • Klein konnte die Gegenspieler oft erfolgreich stören, aber nur in 31 % der Duelle ging der Ballbesitz zu Salzburg über – die schwächste Quote aller Salzburger.

Ballverluste und abgefangene Zuspiele
  • Der passsicherste Salzburger war Rodnei, der nur 67 seiner 713 Pässe nicht zum Mann brachte (91 % Erfolgsquote). Knapp dahinter folgen Sekagya und Vorsah mit 89 % angekommenen Pässen.
  • Schiemer hat insgesamt die meisten gegnerischen Zuspiele abgefangen (370).
  • Im Schnitt vereitelte aber Ilsanker mehr gegnerische Zuspiele (alle 5 Minuten).Vorsah war besonders im Spiel sehr aufmerksam und hat alle 7 Minuten erfolgreich gegnerische Passwege gekreuzt – am häufigsten.
  • Ilsanker war bei gegnerischen Standardsituationen am regelmäßigsten zur Stelle (alle 14 Minuten).
  • Auch Hinteregger war bei ruhenden Bällen sehr hilfreich, er fing insgesamt 96 Hereingaben ab.
  • Bei gegnerischen Torwart-Ausschüssen ist meistens das Mittelfeld gefragt und hier stand Hinteregger seinen Mann. Der Österreicher fing 54 Abschläge der gegnerischen Torhüter ab – die meisten.
  • Von den Außenverteidigern hat Ulmer alle 81 Minuten eine Flanke abgeblockt – Svento nur alle 140 Minuten.