UCL Q3 - Rückspiel | Malmö FF - FC Red Bull Salzburg 3:0 (3:0). Tore: Djurdjic (7.), Rosenberg (14.), Rodic (42.)

q3 | UEFA Champions League
MalMö FF - FC Red Bull Salzburg

DATUM: Mittwoch, 5. August 2015
ORT: Swedbank Stadion
UHRZEIT: 20:30 Uhr

ZUSCHAUER: 19.955
SCHIEDSRICHTER: Michael Koukoulakis (GRE)

LIVETICKER des Spieles nachzulesen unter http://fcrbs.club/LIVE

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Nach dem erfolgreichen Hinspiel in der dritten Champions League-Qualifikationsrunde scheiterten die Roten Bullen im Rückspiel erneut an der Festung von Malmö. Vor 19.955 Zuschauern im Swedbank Stadion musste der FC Red Bull Salzburg trotz Überzahl (ab der 65. Minute) und mehrerer guter Torchancen eine bittere 3:0-Niederlage hinnehmen.

MATCH-ANALYSE

Die Roten Bullen starteten, gemäß Peter Zeidlers Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“, mit vollem Risiko in das Rückspiel gegen Malmö, aber leider auch mit einer Portion Nervosität. Die beste Chance auf einen frühen Führungstreffer hatte Naby Keita (3.), der durch Pires von der rechten Seite in der Mitte bedient wurde. Sein Schuss verfehlte das Tor nur knapp. Die Schweden jedoch kamen mit dem ersten nennenswerten Angriff nach sieben Minuten zum frühen Führungstreffer. Ein schnell vorgetragener Angriff über Markus Rosenberg und Jo Inge Berget, der den Ball flach zur Mitte und perfekt für Nikola Djurdjic auflegte, netzte die Augsburg-Leihgabe eiskalt ein.

Die durch den frühen Führungstreffer der Hausherren entstandene Unruhe im Stellungsspiel bekam unsere Mannschaft nicht rechtzeitig in den Griff. Eine Situation, die Malmö durch Markus Rosenberg (14.) umgehend für sich nützen konnte und den Torvorsprung der Roten Bullen aus dem Hinspiel zunichtemachte. Markus Rosenberg versenkte einen wuchtigen Kopfball nach einem Eckball zum 2:0 (14.) für die Schweden.
Vor allem die Routiniers Andi Ulmer, Christoph Leitgeb und Abwehrchef Martin Hinteregger versuchten mit aller Kraft, wieder Ruhe in das Spiel zu bekommen. In Minute 27 sah Naby Keita nach einem Foul an Nikola Djurdjic die erste Gelbe Karte im Spiel. Kurz darauf bekamen die Roten Bullen einen Freistoß nach hartem Einstieg von Enock Kofi Adu zugesprochen. Den Freistoß schoss Martin Hinteregger, doch der Schuss aus etwa 20 Metern traf leider nur das Außennetz.

Nach einem unaufmerksamen Moment von Paolo Miranda konnte Vladimir Rodic über rechts ungehindert vor das Gehäuse von Stankovic vorstoßen. Sein Schuss zum 3:0 ging unhaltbar für Cican Stankovic ins Tor.

Bis zur Halbzeit lagen die Nerven blank. Sogar der erfahrene Verteidiger Paulo Miranda machte seinem Frust Luft und trennte sich mit energischer Geste von seinem Kopfverband.

Nach der Pause kamen beide Mannschaften unverändert aus der Kabine. Mit frischem Mut und beherztem Antritt versuchte unsere Mannschaft, wieder ins Spiel zu kommen, doch Malmö hielt – teils mit harten und grenzwertigen fairen Mitteln – dagegen. Immer wieder versuchten es die Bullen mit Pässen in die Tiefe, doch diese fanden leider nicht ins Ziel. In der 64. Minute sah Enoch Kofi Adu wegen eines Fouls Gelb-Rot. Über weite Strecken hatte die Mannschaft nun deutlich mehr Spielanteile, mehrere sehr gute Möglichkeiten und ließ in der zweiten Spielhälfte auch kaum Torchancen des Gegners zu. Unser Team drängte auf den rettenden Auswärtstreffer, der zum Aufstieg gereicht hätte. Aber wie so oft in der jüngsten Vergangenheit fehlte die nötige Durchschlagskraft vor dem Tor. Das Ergebnis konnten die Roten Bullen nicht mehr korrigieren und scheiterten mit ihrem Ziel, die Champions League Play-off-Runde zu erreichen, erneut am schwedischen Meister.
 

StATEMENTS

Peter Zeidler:

Wir hatten einen sehr guten Beginn und auch die ersten zwei Torschüsse im Spiel. Nach dem 1:0 waren wir ganz klar dran, den Ausgleich zu erzielen. Dann war da dieses ganz verrückte 2:0 – was natürlich nicht passieren darf, dass man so einfach einen Standard bekommt – doch das haben wir weggesteckt. Über das 3:0 brauchen wir, glaube ich, nicht zu diskutieren. Einen solchen Fehler darf man auf diesem Niveau einfach nicht machen. Wir brauchten nur noch einen Treffer, um uns zu qualifizieren und haben auch alles probiert. Ich kann mich in der zweiten Halbzeit an keine Chance unseres Gegners erinnern. Wir hatten derer viele, aber es ist nun mal so, dass Tore entscheidend sind im Fußball, und das ist uns trotz vieler Schüsse aufs Tor nicht gelungen.

Martin Hinteregger:

Wir hatten eine gute Ausgangsposition und hätten die Torchancen nutzen müssen, die wir in der ersten Halbzeit vorgefunden haben. Wir haben uns in der ersten Spielhälfte im defensiven Bereich nicht gut präsentiert. Malmö hat uns aufgezeigt, wie man in so einem Spiel agieren muss und hat daher auch verdient gewonnen.
 

WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE 

  • Christoph Leitgeb führte die Salzburger heute als Kapitän aufs Spielfeld.
  • Nicht mit von der Partie waren Valentino Lazaro, Christian Schwegler, Airton, Omer Damari, Reinhold Yabo, Asger Sörensen sowie  Kapitän Jonatan Soriano.
  • Außerdem reiste Marco Djuricin nicht mit nach Schweden.
  • Mit 20.500 Zuschauern war das Swedbank Stadion ausverkauft.
  • Das griechische Schiedsrichterteam unter der Leitung von Michael Koukoulakis wurde von der Linienrichterin Chrysoula Kourompylia unterstützt.
  • Der Altersdurchschnitt der Startaufstellung aufseiten der Roten Bullen lag bei 22,3 Jahren

 

AuFstellung & Auswechslungen

FC Red Bull Salzburg: Stankovic - Schmitz, Miranda (Laimer 77.), Hinteregger, Ulmer - Atanga (Reyna 86.), Leitgeb, Keita, Berisha - Oberlin (Prevljak 77.), Pires

Malmö FF: Wiland - Tinnerholm, Arnason, Bengtsson, Yotun - Rodic (Carvalho 55.), Lewicki, Adu, Berget - Djurdjic (Rakip 68.), Rosenberg

GELBE KARTEN

Keita (27.), Kofi Adu (35.), Ulmer (57.), Leitgeb (64.), Tinnerholm (74.), Rosenberg (82.)

GELB-ROT

Kofi Adu (65.)