Samsung Cup-Halbfinale | FC Red Bull Salzburg – FK Austria Wien 5:2 (0:1) Tore: Soriano (56.), Ulmer (60.), Laimer (81., 87.), Larsen (72./ET) bzw. Venuto (12.), Grünwald (83.)

öFB Samsung CUP-HALBFINALE
FC Red Bull Salzburg
VS. FK Austria WIEN

DATUM: Mittwoch, 20. April 2016
ORT: Red Bull Arena
ZUSCHAUER: 6.173
UHRZEIT: 20:30 Uhr 
SCHIEDSRICHTER: Manuel Schüttengruber

Andreas Kollegger

_______________________________________________________________

Obwohl die Bilanz der laufenden Fußball-Saison bzw. der letzten sechs Spiele gegen die Austria positiv war (Anm.: ein Heimsieg und zwei Remis bzw. drei Siege und drei Remis), wussten unsere Roten Bullen von Beginn an, dass für die dritte Finalteilnahme in Serie im Samsung Cup noch eine harte Aufgabe bewältigt werden musste.

Zwar mühten sich die Roten Bullen in der ersten Spielhälfte gegen die Wiener Austria ab und mussten einen frühen Gegentreffer der Gäste wegstecken. Doch unsere Mannschaft kam nach der Pause wie ausgewechselt aus der Kabine und verzauberte dieses Halbfinalspiel in ein wahres Torfestival.

Zum dritten Mal in Folge gelang dem FC Red Bull Salzburg der Einzug ins Cupfinale. Am 19. Mai treffen die Roten Bullen im Endspiel des Samsung Cups auf den FC Admira Wacker Mödling.
 

Spieltaghighlights | FK Austria Wien CUP
Andreas Kollegger

DIE MATCH-ANALYSE

Von Beginn weg bestimmten immer wieder sehr intensive Zweikämpfe das Spielgeschehen der heutigen Cup-Begegnung zwischen dem Titelverteidiger und dem Vorjahresfinalgegner. Beide Teams setzten heute auf schnelle Offensivkräfte, wie etwa den Austrianer Lucas Venuto, der sich immer wieder laufstark in Szene setzen konnte. Bei den Roten Bullen stürmte heute der ebenso pfeilschnelle Yordy Reyna an der Seite von Jonatan Soriano und Valon Berisha. Allerdings sollte der Gegner ausgerechnet durch den Ex-Lieferinger Lucas Venuto den Führungstreffer erzielen. Nach einem Eckball in der 12. Minute zog dieser von der Strafraumgrenze ab und traf unhaltbar für Alexander Walke ins kurze Eck.

Unsere Mannschaft zeigte sich aber unbeeindruckt vom Führungstreffer der Austria und kam praktisch im Gegenzug zur ersten guten Torchance. Naby Keita probierte es aus der Drehung, sein Schuss viel aber leider zu schwach aus.

In der 33. Minute wurde Yordy Reyna, der ungehindert an der Austria-Hintermannschaft vorbeiziehen konnte, im vollen Lauf von Schiedsrichter Schüttengruber zurückgepfiffen. Eine sehr knappe Abseits-Entscheidung.

Im weiteren Spielverlauf flachte die Partie etwas ab, die Roten Bullen hatten zwar mehr Spielanteile als der Gegner, kamen aber gegen die Austria, die im laufenden Cup-Bewerb nur einen Gegentreffer hinnehmen musste, kaum zu zwingenden Torchancen.

Die beste Möglichkeit, den Ausgleich noch vor dem Pausenpfiff zu erzielen, hatte Paulo Miranda, der am rechten Sechzehnereck an den Ball kam. Er versuchte, zur Mitte zu spielen, doch sein Zuspiel wurde noch von Lukas Rotpuller abgefälscht und so konnte ÖFB Team-Torhüter Robert Almer im Tor der Violetten den Ball entschärfen.

Beide Mannschaften kamen erwartungsgemäß unverändert nach der Pause auf das Spielfeld und Jonatan Soriano zeigte mit der ersten guten Aktion seinen Unmut über das Ergebnis. Unser Kapitän pfefferte die Kugel von der Strafraumgrenze auf das Tor der Austria. Der Ball senkte sich aber zu wenig und ging knapp drüber.

Doch es sollte nicht lange dauern, bis El Capitan seinen Willen durchsetzte und seine Mannschaft binnen weniger Minuten auf die Siegerstraße zurückbrachte.

In der 56. Minute bediente Yordy Reyna unseren Kapitän, der am langen Eck lauerte, mit einem mustergültigen Stanglpass. Dieser traf trocken, gnadenlos und unhaltbar für Almer zum 1:1-Ausgleich. Angepeitscht vom Meisterstück des Spaniers holten die Roten Bullen zum Doppelschlag aus. Andi Ulmer, unser Mann für alle Fälle, konnte sich im Alleingang gegen die gesamte Austria-Defensive durchsetzen und netzte aus kurzer Distanz zum 2:1 ein.

Die Austria - durch den Rückstand völlig aus dem Tritt - musste dann noch ein Eigentor einstecken. Nach einem Stanglpass von Jonatan Soriano wollte Jens Stryger Larsen (72.) den Ball klären, beförderte diesen dabei aber ins eigene Tor.

Und weil es so schön war, erhöhte noch Youngster Konny Laimer zum 4:1. Nach einem sehenswerten Zuspiel mit der Ferse von Soriano tauchte Laimer völlig alleine vor Almer auf und ließ diesem keine Chance (81.).

Aber die Austria bäumte sich noch ein letztes Mal auf und erzielte in der 83. Minute durch Alexander Grünwald den Anschlusstreffer zum 4:2.

Konny Laimer wollte sein erstes Pflichtspieltor noch mit einem Doppelpack krönen und so stand es am Ende des heutigen Fußball-Abend plötzlich 5:2. In der 87. Minute kam Jonatan Soriano nach einem Konter zum Abschluss. Almer konnte den Ball nur kurz abwehren, Laimer stand genau richtig und staubte ab.

Statements

Oscar Garcia:

Meine Mannschaft hat in der zweiten Hälfte Moral gezeigt und sich in eindrucksvoller Manier zurückgekämpft. Wir haben in der Pause einige Dinge verändert, das ist voll aufgegangen. Die Admira hat sich mit guten Leistungen ebenfalls ins Finale gespielt. Wir werden uns darauf gut vorbereiten und möchten logischerweise auch im Endspiel gewinnen. Der heutige Erfolg gibt uns für das Meisterschaftsfinale sicherlich noch zusätzlichen Auftrieb.

Konny Laimer:

Wir haben schwer ins Spiel gefunden und einen blöden Gegentreffer erhalten. In den zweiten 45 Minuten ist es einfach gelaufen, wir haben uns toll durch die Abwehrreihen der Austria kombiniert und unser Pressing durchgezogen. Mit der gezeigten Leistung, speziell in Durchgang zwei, können wir sehr zufrieden sein.

Andi Ulmer:

In der ersten Halbzeit waren wir zu weit weg vom Gegner, sind schwer in die Zweikämpfe gekommen. Austria Wien hat es richtig gut gemacht. In Durchgang zwei haben wir sofort hervorragend in die Partie gefunden und konnten schnell zwei Tore erzielen. Mich freut es, dass wir gewonnen haben, uns belohnt haben und uns fürs Finale qualifizieren konnten. An meinen letzten Treffer mit dem rechten Fuß kann ich mich gar nicht mehr richtig erinnern, die wenigen Tore, die mir gelingen, passieren meistens mit meinem starken Linken.

WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE

  • Nicht einsatzbereit waren Christoph Leitgeb, Reinhold Yabo (beide Knie) und Asger Sörensen (Fußverletzung) sowie Smail Prevljak (Kreuzbandriss).
  • Trainer Oscar Garcia musste darüber hinaus auch auf Yasin Pehlivan verzichten, der aufgrund einer Augapfelprellung, die er sich nach dem letzten Heimspiel gegen Ried zugezogen hatte, ebenfalls verletzungsbedingt fehlte.
  • Konny Laimer war nach seiner Adduktorenverletzung erstmals wieder im Einsatz und spielte von Beginn an.
  • Der junge Salzburger erzielte im 29. Pflichtspiel mit seinem Doppelpack seine ersten beiden Pflichtspieltore für die Roten Bullen.
  • In seinem 24. Cupspiel für den FC Red Bull Salzburg erzielte Andi Ulmer heute sein zweites Tor.
  • Der FC Red Bull Salzburg gewann die 17. Cup-Partie en suite und hat dabei 86 Tore erzielt. Im Schnitt trafen Soriano und Co. fünf Tore pro Cup-Spiel.
  • Jonatan Soriano führt die Torschützenliste im Samsung Cup mit sieben Treffern an.
  • Der Altersdurchschnitt unserer Startelf betrug heute 24,8 Jahre.

AuFstellungEN & wechsEL

FC Red Bull Salzburg: Walke – Schwegler, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Laimer, Bernardo, Keita – Reyna (73. Lazaro), Soriano (89. Minamino), Berisha (87. Hwang)

FK Austria Wien: Almer – Larsen, Windbichler, Rotpuller, Martschinko – Gorgon (77. Prokop), Holzhauser (77. Friesenbichler), Grünwald, Serbest – Venuto (77. Meilinger), Kayode

Gelbe Karten

Venuto (50./Unsportlichkeit), Kayode (65./Unsportlichkeit), Serbest (71./Kritik), Grünwald (79./Foul), Friesenbichler (85./Unsportlichkeit)

FANZUG | AUF NACH KLAGENFURT

Das Finale findet am 19. Mai in der Klagenfurter Wörthersee Arena statt. Für die Fahrt nach Kärnten wird es, wie in den vergangenen Jahren, wieder einen Fan-Zug geben. Alle Informationen zur Fan-Reise folgen in den kommenden Tagen.