Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 30. Runde in der tipico Bundesliga

Mit einem knappen 1:0-Sieg gelang es den Roten Bullen, die Tabellenführung erneut auszubauen. Auf den ersten Blick taten sich die Bullen gegen die Admira etwas schwer, doch letztlich zeigen die Zahlen, Daten und Fakten der 30. Runde in der tipico Bundesliga doch deutlich, dass der Sieg für unsere Mannschaft auch verdient war.

Die Roten Bullen, seit 14 Bundesliga-Heimpartien in Serie unbesiegt, bezwangen mit einem trockenen, aber wichtigen 1:0-Heimsieg Admira Wacker Mödling. Interessant ist aber auch, dass unsere Mannschaft unter Trainer Oscar Garcia seit nunmehr 8 Bundesliga-Runden in Folge ungeschlagen ist und im Frühjahr, als einziges Team in der laufenden Meisterschaft, jedes Heimspiel gewinnen konnte.

FC Red Bull Salzburg vs. FC Admira Wacker Mödling

Beste Zweikampfquote

Mehr als dreimal so viele Schüsse (17:5) brachten Soriano, Berisha, Keita & Co. auf das gegnerische Tor. Die meisten Ballkontakte (99) hatte Valon Berisha, der im Mittelfeld einer der aktivsten Akteure war. Obwohl subjektiv betrachtet unsere Mannschaft deutlich mehr Ballbesitz zu haben schien, war der tatsächliche statistisch errechnete Wert mit 55:45 Prozent zu Gunsten der Salzburger verhältnismäßig niedrig. Mit einer Zweikampfquote von 61 Prozent erreichte unsere Mannschaft den bisher besten Wert in dieser Saison.

Valentino Lazaro:

Man hat gesehen, dass die Admira am Ball eine sehr gute Mannschaft ist, und die Ergebnisse der letzten Runden haben auch gezeigt, dass sie spielerisch zu den Top-Mannschaften in der Liga gehören. Wir haben den Kampf angenommen und mit viel Biss den Sieg erzwungen. Ein Vorteil ist sicher, dass wir körperlich unser Tempo über 90 Minuten durchziehen können und daher werden wir auch nicht nervös, wenn die Uhr tickt. Das haben wir in den letzten Spielen immer gut ausnützen können.

Geändertes System

Trainer Oscar Garcia ließ seine Mannschaft im gestrigen Heimspiel erstmals in einer 4-3-3-Formation auflaufen. Die hatte nicht nur taktische, sondern auch strategische Gründe.

Klar ist aber auch, dass  ein Systemwechsel, so spät in der Meisterschaft, nicht reibungslos über die Bühne geht. Mit dem 4-3-3 hatte unsere Mannschaft etwas Anpassungsschwierigkeiten, aber wie der Spanier voraussah, überwog beim Gegner das Überraschungsmoment. Die Niederösterreicher traten – entgegen den allgemeinen Erwartungen – sehr defensiv auf. Die Admira-Hintermannschaft agierte im Abwehrverhalten sehr kompakt und effizient. 

Oscar Garcia lobte seine Mannschaft in der anschließenden Pressekonferenz speziell auch dafür, dass sie sich im Verlauf des Spiels nicht selbst unter Druck gesetzt hatte:

Ich bin heute sehr zufrieden mit der Leistung meine Mannschaft und möchte noch betonen, dass wir heute gegen einen Gegner gespielt haben, der in den letzten drei Partien im Besonderen gezeigt hat, dass sie eine sehr gute Mannschaft sind, acht Tore erzielt und kein Gegentor bekommen haben. Aber unsere Mannschaft hat heute gut dagegengehalten und konnte das Spiel für sich entscheiden.

Soriano mit dem Goldtor

Jonatan Soriano erzielte gestern sein 20. Saison-Tor, was gleichbedeutend mit seinem 111. Bundesliga-Treffer für die Roten Bullen war. Nur ein Treffer fehlt Soriano damit auf den erfolgreichsten aktiven Torschützen der Bundesliga-Geschichte, Roman Wallner, der bei 112 Meisterschaftstoren hält. Noch sechs Tore braucht EL Capitan, um mit Salzburgs Jahrhundert-Fußballer Heimo Pfeifenberger (117 Tore) gleichzuziehen. Es könnte sich bei einem Torschnitt von 0,87 Toren pro Spiel für unseren Kapitän sogar noch in dieser Saison ausgehen, den Torrekord von Heimo Pfeifenberger einzustellen. Vielleicht sogar im letzten Bundesliga-Spiel in der Red Bull Arena gegen den Wolfsberger AC.

TABELLENSITUATION

Der Blick auf die Tabelle lässt uns schon zufrieden durchatmen, denn mit dem gestrigen  Heimsieg haben die Roten Bullen ihren Vorsprung auf Titelkonkurrent Rapid Wien auf sechs Punkte ausbauen können. 

Andi Ulmer resümierte nach Spielende:

Im Vergleich zum letzten Spiel war schon wieder eine Leistungssteigerung erkennbar. Wir haben einige sehr gute Chancen herausgespielt, aber leider konnten wir keine weiteren Tore machen. Die Admira hat sehr gut verteidigt, die Räume eng gemacht, trotzdem haben wir Chancen vorgefunden, auch ein höherer Sieg wäre heute sicher verdient gewesen. Diese Runde im Fernduell gegen Rapid geht an uns, wir haben unsere Aufgaben erledigt, aber es sind noch einige Spiele zu absolvieren.

Jonatan Soriano und sein bronzeneR Leonidas-Löwe

Leonidas Gala 2016

Die LeserInnen der Salzburger Nachrichten sorgten dafür, dass Soriano bei der Wahl zum SN-Sportler des Jahres Platz drei erreichte. Dafür erhielt der Spanier am vergangenen Donnerstagabend bei der Leonidas-Gala den bronzenen Löwen überreicht.

Unser Kapitän über diese besondere Auszeichnung: „Jeder Preis ist mir wichtig und sorgt für zusätzliche Motivation und hat für mich eine besondere Bedeutung. Hinter jeder einzelnen Ehrung steckt ja harte Arbeit, die man in der Öffentlichkeit kaum sieht. Deshalb kommt auch der SN-Löwe in mein ‚Museum‘ in Barcelona. Dort habe ich einen speziellen Raum, wo alle meine Auszeichnungen und Pokale gesammelt werden.