24. Runde tipico Bundesliga | FC Red Bull Salzburg – FK Austria Wien 4:1 (3:1) Tore: Keita (12., 33.), Soriano (35.), Minamino (70.) bzw. Kayode (17.)

24. Runde Tipico Bundesliga |
FC Red Bull Salzburg
VS. FK AUSTRIA WIEN

DATUM: Sonntag, 28. Februar 2016
ORT: Red Bull Arena
ZUSCHAUER: 10.657
UHRZEIT: 16:30 Uhr 
SCHIEDSRICHTER: Oliver Drachta

Andreas Kollegger

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Im heutigen Gipfeltreffen der beiden Titelkonkurrenten, FC Red Bull Salzburg gegen den FK Austria Wien, deutete vieles schon im Vorfeld dieser Begegnung darauf hin, dass die 24. Runde in der tipico Bundesliga sehr spannend werden könnte. Im Duell der Roten Bullen gegen die Veilchen trafen heute nicht nur das beste Heimteam (26 Punkte) und die erfolgreichste Auswärtsmannschaft (20 Punkte) aufeinander, sondern auch die zwei offensivstärksten Teams der Liga.

Trainer Oscar Garcia konnte heute erstmals seine beiden Schlüsselspieler Naby Keita und Jonatan Soriano gemeinsam von Beginn an spielen lassen und setzte bezüglich der taktischen Aufstellung wieder auf ein 4-4-2-System mit Raute.

Ein Erfolgsrezept, das sich heute mehr als bezahlt machen sollte, denn die Roten Bullen gewannen das direkte Duell gegen einen Konkurrenten um den Meistertitel souverän mit 4:1 durch einen Doppelpack von Naby Keita und Tore von Jonatan Soriano und Takumi Minamino.

FC Red Bull Salzburg - FK Austria Wien
Andreas Kollegger

DIE MATCH-ANALYSE

Beide Teams gingen erwartungsgemäß kampf- und körperbetont in das heutige Topspiel und sorgten mit einigen tollen Zweikämpfen auf Augenhöhe von Beginn an für ein unterhaltsames und temporeiches Spiel, das alle Zutaten für einen echten Schlager zu bieten hatte.

Unsere Mannschaft hatte zunächst zwar etwas Probleme damit, dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen, doch Spielmacher Naby Keita und Jonatan Soriano brachten mehr und mehr Ruhe und Ordnung in die Partie der Roten Bullen. Die Austria hingegen versuchte mit aller Kraft, den Spielaufbau zu stören. 
 
Doch der erste Angriff der Roten Bullen nach zehn Minuten brachte unsere Mannschaft auch gleich in Führung. Nach einem Ballverlust von Lucas Venuto in der 12. Minute nützte Valon Berisha die Gelegenheit und bediente Naby Keita mit einem idealen Laufpass. Der zögerte nicht lange, zog aus kurzer Distanz ab und platzierte den Ball mit einem flachen Schuss im Tor.

Doch die Freude über die frühe Führung währte nur kurz, denn Larry Kayode traf nach einer Standardsituation zum Ausgleich.

Aber praktisch im Gegenzug hatte auch Jonatan Soriano fast den neuerlichen Führungstreffer auf dem Fuß. El Capitan kam aus kurzer Distanz vor Austria-Schlussmann Hadzikic zum Abschluss, traf dabei aber nur den linken Torpfosten. Naby Keita scheiterte mit dem Nachschuss.  

Doch die Keita-Soriano-Connection hatte in der ersten Halbzeit noch einiges vor. Zuerst erhöhte Naby Keita (33.) nach einem Querpass von Valentino Lazaro auf 2:1 und krönte seinen 50. Bundesliga-Einsatz mit einem Doppelpack. Kurz darauf wollte auch unser Kapitän im heutigen Spiel sein Legionärstreffer-Konto aufbessern und traf mit seinem 107. Tor zur 3:1-Führung. Damit trennt Jonatan Soriano nur noch ein Treffer vom von Zlatko Kranjcar aufgestellten Legionärs-Torrekord (108 Bundesliga-Tore).

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hätte sich beinahe auch noch Dimitri Oberlin in die Torschützenliste eintragen können, denn Kapitän Jonatan Soriano servierte dem jungen Schweizer einen perfekten Querpass, leider aber verstolperte sich der Youngster unglücklich und der Ball ging ins Leere.

Unsere Salzburger waren in der ersten Spielhälfte die deutlich aktivere Mannschaft mit eindeutig mehr Torchancen als der Gegner, doch die Austria hielt über weite Strecken gut dagegen, konnte aber nach dem 3:1 keinen Druck mehr aufbauen.  

Auch in der zweiten Spielhälfte führten die besten Angriffe über Soriano und Keita. Youngster Dimitri Oberlin, der als Sturmpartner von Jonatan Soriano eine gute Figur machte, hatte zwar noch etwas Pech im Abschluss, doch mit jedem Versuch (49. und 50.) wurde der junge Schweizer immer selbstsicherer.

Der Torschütze zum 4:1 sollte allerdings der zuvor für Oberlin eingewechselte Joker Takumi Minamino werden. In der 70. Minute überrannte der Japaner die Austria-Abwehr im Konter und traf mit einem trockenen Flachschuss vom rechten Strafraumeck zum 4:1-Endstand.

Mit dem heutigen Heimsieg gegen die Wiener Austria konnte sich unsere Mannschaft mit sieben Punkten nun entscheidend von den Violetten im Titelkampf absetzen. Da der SK Rapid Wien gegen den SV Grödig in letzter Minute noch einen Sieg erzielen konnte, bleiben die Roten Bullen nun weiterhin mit den Hütteldorfern punktegleich auf Meisterkurs. Am kommenden Mittwoch müssen die Roten Bullen im Auswärtsspiel gegen den SK Puntigamer Sturm Graz den Vorsprung in der Meisterschaft weiter ausbauen, allerdings trifft Rapid in dieser Runde mit dem SV Mattersburg zu Hause auf einen vermeintlich leichten Gegner.
 

Statements

Oscar Garcia:

Ich denke, dass wir noch besser spielen können, aber natürlich bin ich zufrieden. Wir haben einige Ideen, die wir hatten, gut umgesetzt und unser Plan ist aufgegangen. Wir wollten den Spielaufbau des Gegners mit Offensivpressing stören, und das hat ganz gut geklappt, aber es ist noch ein langer Weg zum Meistertitel.

Naby Keita:

Natürlich war die Krankheit eine harte Zeit für mich, aber ich bin froh, dass ich wieder zurück bin und freue mich für das ganze Team, dass wir heute diesen wichtigen Sieg erringen konnten.

RBS VS. FAK - 9 Bilder

WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE

  • Nicht einsatzbereit waren Christoph Leitgeb, Reinhold Yabo, Yordy Reyna (alle Knie) und Asger Sörensen (Fußverletzung).
  • Bernardo musste seine Gelb-Rot-Sperre aus dem Altach-Match absitzen.
  • Konrad Laimer und David Atanga waren an diesem Wochenende aufgrund von Gelb-Sperren (als Kooperationsspieler beim FC Liefering) nicht spielberechtigt.
  • Naby Keita absolvierte heute sein 50. Bundeliga-Spiel.
  • Teamchef Marcel Koller war heute unter den Zuschauern und hat unseren Teamspielern Andi Ulmer und Tino Lazaro genau auf die Füße geschaut.

AuFstellungEN & wechsEL

FC Red Bull Salzburg: Walke – Schwegler, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Lazaro (69. Hwang), Schmitz, Keita (53. Pehlivan), Berisha – Soriano, Oberlin (63. Minamino)

FK Austria Wien: Hadzikic – Larsen (70. Meilinger), Windbichler, Rotpuller, Koch – Venuto, Grünwald, Holzhauser, Vukojevic (70. Friesenbichler) – Kayode, Gorgon (85. Serbest)

GELBE KARTEN

Pehlivan (77./Foul) bzw. Vukojevic (14./Foul), Windbichler (57./Foul), Grünwald (85./ Foul)