Samsung Cup - Achtelfinale | FC Red Bull Salzburg - SV Josko Ried 4:2 (1:2) Tore: Soriano (31. und 72.), Berisha (88.). Keita (95.) bzw. Kragl (5./FE), Gavilan (11.)

ÖFB Samsung Cup - Achtelfinale |
FC Red Bull Salzburg VS. SV Josko Ried

DATUM: Dienstag, 27. Oktober 2015
ORT: Red Bull Arena
ZUSCHAUER: 3.911
UHRZEIT: 19:00 Uhr 
SCHIEDSRICHTER: Alexander Harkam

Andreas Kollegger

LIVETICKER des Spiels nachzulesen unter: http://fcrbs.club/LIVE

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Trainer Peter Zeidler veränderte seine Startelf im Vergleich zu den letzten vier Meisterschaftsrunden an mehreren Positionen. An Stelle des verletzten Omer Damari stürmte heute Yordy Reyna an der Seite von Kapitän Jonatan Soriano. Martin Hinteregger feierte nach langer Verletzungspause sein Startelf-Comeback, und Cican Stankovic stand erstmals seit der dritten Meisterschaftsrunde wieder bei einem Pflichtspiel im Tor.

Samsung-Cup: FC Red Bull Salzburg vs. SV Josko Ried
Andreas Kollegger

DIE MATCH-ANALYSE

Beide Mannschaften agierten von Beginn an sehr angriffslustig und aggressiv gegen den Ball. Völlig überraschend gingen die Gäste in Führung. Nach einem Freistoß der Rieder, dem ein Foul von Naby Keita vorausgegangen war, bekamen die Innviertler einen Elfmeter zugesprochen. Jonatan Soriano blockte in der Mauer mit der Hand. Den Strafstoß verwertete Oliver Kragl sicher. Die Entscheidung des Unparteiischen war jedoch falsch, da sich die strittige Szene außerhalb des Strafraums abgespielt hatte.

Unsere Mannschaft versuchte nach den turbulenten Anfangsminuten Ruhe ins Spiel zu bringen und kam auch zu Torchancen. Die beste Möglichkeit hatte Yordy Reyna nach einem scharfen Pass von Andi Ulmer. Unser peruanischer Stürmer hatte nur noch Torhüter Thomas Gebauer vor sich, konnte den Ball aber nicht im Kasten der Gäste unterbringen. Er wäre aber ohnehin im Abseits gestanden.

Nur wenige Minute später erhöhten jedoch die Rieder auf 2:0. Mit einem hohen Zuspiel in der 11. Minute kamen die Innviertler in die Nähe unseres Strafraums. Die Defensivreihe konnte den heranstürmenden Manuel Gavilan nicht stoppen und dieser traf unhaltbar für Cican Stankovic ins Tor.

Nach diesem Fehlstart setzte unsere Mannschaft alles daran, das Match zu drehen und wieder Kontrolle über das Spiel zu bekommen. Wieder war es Reyna, der in der 22. Minute noch einmal zu einer Topchance kam. Valon Berisha spielte im Strafraum schön auf den Peruaner, dieser brachte den Ball zwar an Gebauer vorbei, doch Ried-Verteidiger Antonitsch konnte den Ball in letzter Sekunde klären.

In der 31. Minute hatte unsere Mannschaft aber mehr Glück im Abschluss: Soriano gelang per Kopf nach einem Eckball und der Kopfballverlängerung von Asger Sörensen der Anschlusstreffer.

Nach Wiederanpfiff galt es, den 1:2-Rückstand möglichst schnell aufzuholen. Und Kapitän Jonatan Soriano hatte es eilig damit, den dringend benötigten Ausgleich zu erzielen. Er kam innerhalb nur weniger Minuten zu zwei Topchancen: In der 48. Minute brachte der Spanier einen Ball aus guter Freistoßposition zu zentral aufs gegnerische Tor, Gebauer war zur Stelle. In der 48. Minute bediente Yordy Reyna den Salzburger Kapitän mit einem Steilpass, doch sein Abschuss konnte erneut vom Rieder Schlussmann geblockt werden.

In der 72. Minute gelang der umjubelte Ausgleich. Nach einer perfekten Hereingabe von Berisha von der linken Seite landete der Ball bei Soriano, der sich diese Chance nicht entgehen ließ und das 2:2 erzielte.

Aber die Roten Bullen hatten noch nicht genug, wollten die Entscheidung noch in der regulären Spielzeit herbeiführen und erhöhten den Druck. In der 88. Minute war es dann so weit. Zuerst scheiterte Soriano mit seinem Schuss noch am rechten Pfosten, doch Berisha behielt die Übersicht und verwertete den Nachschuss zur erstmaligen Führung in diesem Spiel.

Unsere Mannschaft hatte mit dem Führungstreffer jedoch immer noch nicht genug und setzte in der Nachspielzeit noch eins drauf. Quasi mit dem Schlusspfiff dribbelte sich Naby Keita durch die komplette Rieder Abwehr und ließ Thomas Gebauer keine Chance.

Heute Abend haben die Roten Bullen viel Geduld, Moral und Kampfkraft bewiesen, um den Abwehrriegel der Rieder zu durchbrechen und den 0:2-Rückstand noch zu drehen. Mit dem Aufstieg ins Viertelfinale haben die Roten Bullen einen weiteren Etappensieg auf dem Weg zur Titelverteidigung im Samsung Cup erzielt.
 

STATEMENTS

Stefan Lainer:

Das war heute eine richtige Cup-Schlacht. Wir hatten anfangs mit der kompakten Defensive der Rieder schon etwas Probleme, aber wir haben heute Moral bewiesen, haben gezeigt, was für eine geile Mannschaft wir sind, und das Spiel noch gedreht. Dass wir im Cup eine Runde weiter sind, ist nicht nur wichtig für uns, sondern für den ganzen Verein.

Cican Stankovic:

Das war heute ein ganz schweres Spiel für uns, aber nach der Pause haben wir bewiesen, dass wir Charakter haben. Wenn wir so spielen wie in der zweiten Spielhälfte, sind wir nicht zu stoppen.

Was man sonst noch wissen sollte

  • Die Roten Bullen hatten nach 14 Spielen mit 14 Siegen erstmals wieder Heimrecht im Cup.
  • Das letzte Heimspiel in diesem Bewerb blieb in keiner positiven Erinnerung, denn damals mussten die Roten Bullen eine 1:2-Niederlage gegen den späteren Cup-Sieger SV Pasching hinnehmen.
  • Jonatan Soriano traf in jedem Heimspiel gegen die Rieder, in dem er zum Einsatz kam (9 Tore in sieben Spielen).
  • Omer Damari hat sich im letzten Heimspiel gegen die SV Josko Ried eine Prellung zugezogen und fiel daher verletzungbedingt aus.
  • Weiterhin nicht einsatzbereit sind die Langzeitverletzten Reinhold Yabo und Christoph Leitgeb, die beide wegen Knieverletzungen bis zum Saisonende ausfallen werden.
  • Ebenso noch nicht im Kader waren auch Yasin Pehlivan (Muskelfaserriss) und Valentino Lazaro (Knöchelverletzung).
  • Die Viertelfinal-Auslosung findet am 8. November ab 18:30 Uhr in der Sendung „Sport am Sonntag“ in ORF eins statt.

AuFstellung & Auswechslungen

FC Red Bull Salzburg: Stankovic – Lainer, Sörensen, Hinteregger, Ulmer – Minamino (68. Nielsen), Schmitz, Keita, Berisha – Reyna (79. Mukhtar), Soriano

SV Josko Ried: Gebauer, Antonitsch, Gavilan (71. Kreuzer), Trauner, Kragl (63. Jenecek), Hart, Bergmann, Polverino, Filipovic, Möschl (74. Murg), Reifeltshammer

GELBE KARTEN

Lainer (4.), Soriano (5.), Hart (29.), Trauner (41.), Reyna (45.), Gebauer (58.) Janecek (67.)