Samsung Cup - Viertelfinale | SK Puntigamer Sturm Graz - FC Red Bull Salzburg 0:1 (0:1) Tor: Lainer (29.)

SAMSUNG CUP-VIERTELFINALE |
SK PUNTIGAMER STURM GRAZ VS. FC Red Bull Salzburg

DATUM: Mittwoch, 10. Februar 2016
ORT: UPC Arena
ZUSCHAUER: 6.280
UHRZEIT: 20:30 Uhr 
SCHIEDSRICHTER: Mag. Harald Lechner

Andreas Kollegger

_______________________________


Zwar waren die Roten Bullen mit dem 2:1-Auswärtssieg bei der Admira am vergangenen Sonntag in der tipico Bundesliga gut in die Frühjahrssaison gestartet, dennoch war Trainer Oscar Garcia mit der Leistung seiner Mannschaft nicht ganz zufrieden. Zum einen war dies zwar auch den schlechten Platzverhältnissen in der BSFZ Arena geschuldet, zum anderen hatte unsere Mannschaft mit einigen Abstimmungsschwierigkeiten zu kämpfen.

Aus diesem Grund hatte Trainer Oscar Garcia seine Startelf gegenüber dem ersten Pflichtspiel gleich an drei Positionen verändert, blieb dabei aber seinem System (4-4-2 mit Raute im Mittelfeld) treu. Statt Omer Damari stürmte heute Takumi Minamino an der Seite von Jonatan Soriano. Im zentralen, defensiven Mittelfeld brachte der Spanier Benno Schmitz anstelle von Yasin Pehlivan und vor ihm in der Raute den Brasilianer Bernardo. Stefan Lainer ersetzte heute Konrad Laimer.

Mit Erfolg, denn die Roten Bullen gewannen heute mit einem knappen aber verdienten 1:0-Sieg im Samsung Cup-Viertelfinale gegen den SK Sturm Graz.

Andreas Kollegger

DIE MATCH-ANALYSE

Von Beginn an war es das kampfbetonte, intensive und aggressive Spiel, das allgemein erwartet wurde. Die Roten Bullen begannen sehr dynamisch und versuchten, den Gegner mit frühem Pressing unter Druck zu setzen. Die Grazer konnten sich in den ersten Spielminuten kaum aus der eigenen Hälfte befreien. Das Trio Minamino – Berisha – Soriano kam mit einigen sehr guten Kombinationen immer wieder gefährlich in den gegnerischen Strafraum, lediglich zwingend gute Torchancen blieben vorerst aus. Aber auch in der Defensive verteidigte unsere Mannschaft sehr laufstark und konnte die Konterversuche der Grazer immer wieder souverän und sicher vereiteln.

In einer Phase des Spiels, als Sturm etwas besser ins Spiel zu kommen schien, konnte unsere Mannschaft endlich den längst überfälligen Führungstreffer erzielen. In der 29. Minute kam Takumi Minamino zum Abschluss. Der Grazer Tormann konnte den Ball jedoch nicht festhalten und der heranstürmende Stefan Lainer nutzte die Gunst der Stunde und traf aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Roten Bullen. Sturm, durch den Rückstand unter Druck, versuchte sich aus der Umklammerung der Bullen zu befreien und kam kurz vor Ende der ersten Spielhälfte zu einer sehr gefährlichen Torchance. Christian Klem traf mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze zum Glück für Alexander Walke nur die Querlatte (41.).

Ohne Nachspielzeit ging es für die Mannschaften in die Pause. Die Roten Bullen waren in den ersten 45 Minuten die entschlossenere und aggressivere Mannschaft, setzten Sturm immer wieder unter Druck und hatten kurz vor der Halbzeitpause auch noch das Glück des Tüchtigen.

Auch nach Wiederanpfiff agierten die Roten Bullen sehr clever und abgebrüht. Die Hausherren, unter Druck, mussten deutlich mehr tun, um ins Spiel zu kommen. Doch unsere Mannschaft konnte den Ball gut in den eigenen Reihen halten und so den Gegner daran hindern, Torchancen zu kreieren. In der Schlussviertelstunde sorgte Roman Kienast jedoch für eine Schrecksekunde vor dem Salzburger Tor. Nach einem Stanglpass von Gruber drückte er den Ball über die Linie, aber der Schiedsrichter entschied völlig zu Recht auf Abseits.

Aber auch die Schlussminuten hatten es in sich und waren an Spannung nicht zu überbieten, denn in der letzten Minute der Nachspielzeit kamen die Grazer gleich zu drei guten Chancen durch Standards. Nach einem Foul an Edomwonyi gab es Freistoß für Sturm. Die daraus entstandene Ecke konnte Alex Walke mit einer Glanzparade klären. Doch damit war die Situation noch nicht entschärft, denn die Grazer bekamen noch eine Ecke nach Ende der Nachspielzeit zugesprochen. Doch auch diese konnten unsere Spieler mit vereinten Kräften entschärfen. Als der erlösende Schlusspfiff endlich ertönte, war die Erleichterung über den erneuten Pflichtspielsieg nicht nur den Spielern, sondern auch unserem Trainer deutlich anzumerken.

Mit dem Aufstieg ins Samsung Cup-Halbfinale ist das nächste Etappenziel auf dem Weg zum dritten Cupsieg in Folge erreicht. In der Meisterschaft geht es am kommenden Samstag zur SV Josko Ried.

Ein Match, das auch durch die Tatsache enorm an Bedeutung gewinnt, dass in der 22. Runde der tipico Bundesliga Austria und Rapid im Wiener Derby aufeinandertreffen und für die Roten Bullen sich die Gelegenheit bieten könnte, sich im Idealfall von beiden direkten Konkurrenten punktemäßig etwas abzusetzen. 

Statements

Oscar Garcia:

Ich kann die Auslosung nicht beeinflussen, es wird sicher kein leichter Gegner dabei sein, denn alle Mannschaften, die den Aufstieg ins Halbfinale geschafft haben, sind natürlich verdient weitergekommen, daher wird das sicher keine leichtere Aufgabe für uns.

Stefan Lainer:

Ich glaube, dass wir über die 90 Minuten betrachtet, verdient weitergekommen sind. In den letzten Minuten war es ganz schön knapp und hat uns viel Kraft gekostet. Jetzt heißt es regenerieren, und dann geht es am kommenden Samstag schon wieder in der Meisterschaft weiter.

WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE

  • In der Torschützenwertung führt Jonatan Soriano mit sechs Treffern. Auf den weiteren Plätzen liegen Josip Tadic (SK Sturm Graz/jetzt Balikesirspor), Manuel Gavilan (SV Josko Ried/bereits ausgeschieden) und René Gartler (LASK Linz) mit je fünf Toren.
  • Zur besseren Regeneration übernachtet die Mannschaft nach dem Cup-Spiel in Graz und reist erst morgen wieder nach Salzburg retour.
  • Die Halbfinal-Auslosung findet am 14. Februar ab 15:00 Uhr im Rahmen der Sendung „Alles Fußball“ in ORFeins statt. 

AuFstellungEN & wechsEL

FC Red Bull Salzburg: Walke – Schwegler, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Lainer, Schmitz, Bernardo, Berisha (84. Atanga) – Minamino (57. Lazaro), Soriano (91. Pehlivan)

SK Puntigamer Sturm Graz: Esser, Kayhan (68. Gruber), Avolonitis, Kamavuaka, Lykogiannis – Schick, Jeggo (46. Kienast), Offenbacher, Klem (76. Stankovic) – Horvarth, Edomwonyi 

GELBE KARTEN

Schwegler (55./Foul), Bernardo (80./Unsportlichkeit) bzw. Jeggo (18./Foul) Offenbacher (69./Foul)