Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 7. Runde in der tipico Bundesliga

Der FC Red Bull Salzburg ist Tabellenführer Sturm Graz in der Fußball-Bundesliga bis auf zwei Punkte nahegerückt. Der Titelverteidiger feierte am Sonntag zum Abschluss der siebenten Runde bei Admira Wacker Mödling einen völlig verdienten 4:0-(1:0)-Erfolg, baute die ungeschlagene Serie auf mittlerweile sechs Partien aus und rückte vom vierten auf den dritten Rang vor.

Vor dem UEFA Europa League-Gruppenstart am kommenden Donnerstag (21:05 Uhr – Red Bull Arena) gegen den russischen Club FK Krasnodar tankte unsere Mannschaft noch einmal Selbstvertrauen beim „Lieblingsgegner“ aus Maria-Enzersdorf.

FC Admira Wacker Mödling vs. FC Red Bull Salzburg

Die jüngsten fünf Duelle gegen Admira Wacker Mödling konnten die Roten Bullen mit einem imposanten Torverhältnis von 20:1 für sich entscheiden. Das war aber noch nicht alles, denn elfmal hintereinander gab es keine Niederlage und zehn Spiele konnten gewonnen werden. Dabei zählt die Lederer-Elf aber zu jenen Mannschaften, die in der Vergangenheit immer wieder auch gegen große Gegner für eine Überraschung sorgen konnten. Derzeit befindet sich die junge ambitionierte Mannschaft aus der Südstadt allerdings in einem leichten Formtief.

Oscar Garcia:

Ich spiele immer gerne gegen meinen Kollegen bei der Admira, denn er ist ein sehr guter Trainer und lässt sich immer wieder etwas einfallen. Wir haben den Gegner etwas anders erwartet, als er heute aufgetreten ist, konnten uns aber schnell auf den Spielverlauf einstellen. Wir hatten in der ersten Halbzeit nach dem 1:0 noch einige gute Chancen, das 2:0 zu machen. Das ist uns aber leider nicht gelungen, doch in der zweiten Spielhälfte hat meine Mannschaft von Beginn an wieder Druck gemacht und mit dem 2:0 früh für eine Vorentscheidung sorgen können.

Standardmäßig im Aufwärtstrend

Während die Roten Bullen mit Toren aus dem Spiel heraus oft glänzen, klappte es mit Toren aus Standardsituationen – so ehrlich müssen wir an dieser Stelle sein – nicht immer nach Wunsch. Doch die Entwicklung geht in diesem Bereich seit einiger Zeit deutlich nach oben. Alleine gestern fielen zwei der vier erzielten Tore aus  Standardsituationen heraus. Jonatan Soriano (9.) verwertete eine Freistoß-Flanke von Valon Berisha im Nachschuss und Paulo Miranda (53.) traf eine Wanderson-Ecke per Kopf zum 2:0. 

Jonatan Soriano: 

Wir haben diese spezielle Freistoßvariante so vielleicht nicht einstudiert, aber zwischen Valon und mir klappt die Kommunikation sehr gut, wie man gesehen hat.

Paulo mit „Köpfchen“

Unser brasilianischer Innenverteidiger feierte gestern nach langer Verletzungspause sein Comeback und krönte dieses obendrein noch mit seinem ersten Saisontor. In der 53. Minute trat Wanderson zum Eckball an, Paulo Miranda stieg am höchsten und köpfte die Kugel wuchtig aufs Tor. Admira-Schlussmann Kuttin war zwar noch am Ball, konnte das 2:0 für die Roten Bullen aber nicht mehr verhindern. Es war das dritte Bundesliga-Tor für den großgewachsenen Innenverteidiger. Alle drei Treffer erzielte er per Kopf.

Oscar Garcia:

Ich bin sehr froh, dass Paulo wieder fit ist, und die Länderspielpause hat uns da natürlich etwas in die Karten gespielt. Es ist schon erstaunlich, dass er nach so langer verletzungsbedingter Pause wieder so stark zurückgekommen ist.

Zwei auf einen Streich

Takumi Minamino hatte zu Beginn der Saison unter Trainer Oscar Garcia noch sehr wenig Spielzeit vorzuweisen. Doch der junge Japaner kam von den Olympischen Spielen in Rio mit viel Selbstvertrauen nach Salzburg zurück und holte sich mit ausgezeichneten Trainingsleistungen das Vertrauen seines Trainers zurück. An Minaminos Beispiel wird deutlich, wie enorm wichtig und sinnvoll der interne Konkurrenzdruck in der Mannschaft ist und welchen positiven Einfluss dies auf das Mannschaftsgefüge und die individuelle Weiterentwicklung unser Spieler hat.

Gestern gar erst in der Schlussviertelstunde als Joker eingewechselt, erzielte Takumi binnen nur weniger Minuten gleich zwei Treffer, besserte prompt das Torverhältnis der Roten Bullen auf und fixierte mit dem Sieg in der Südstadt den dritten Platz in der Bundesliga-Tabelle.

Bühne FRei Für Andre und Josip

FC Liverpool-Leihgabe Andre Wisdom und Neuzugang Josip Radosevic feierten gestern  ihre Pflichtspieldebüts im Dress der Roten Bullen. Andre kam in der 78. Minute für Torschütze Paulo Miranda neu ins Spiel und verschaffte sich somit schon mal einen ersten Eindruck von den Gegebenheiten in der Österreichischen Fußball-Bundesliga. Aufgrund der Gala-Vorstellung von Takumi Minamino sind aber die ersten Einsatzminuten unseres prominenten Neuzugangs etwas untergangen, trotzdem zeigte er Präsenz sowie Körpereinsatz und wir dürfen daher auf die weitere Entwicklung des Engländers gespannt sein. Mit Stefan Lainer und Andi Ulmer ist die Konkurrenz auf der Außenverteidiger-Position jedenfalls sehr groß, auch für einen erfahrenen Spieler aus der Premier League. Josip Radosevic wurde in der 63. Minute für Valentino Lazaro eingewechselt und zeigte ebenfalls eine gute und solide Leistung auf dem Platz. Nach dieser kurzen Eingewöhnungsphase, die man unseren zwei Neuzugängen zugestehen muss, haben beide einen sehr guten ersten Eindruck hinterlassen bzw. wären auch nicht zum Einsatz gekommen, wenn sich die Qualität der beiden nicht im Training schon gezeigt hätte.

PersonALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren Christian Schwegler, der in der vergangenen Woche am Knie operiert wurde, und Smail Prevljak (Knie).

Marc Rzatkowski war nach längerer Verletzungspause wieder im Mannschaftstraining mit dabei.