Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 15. Runde in der tipico Bundesliga

Der FC Red Bull Salzburg konnte zum Abschluss der 15. Runde in Der TiPICO Bundesliga einen verdienten 2:1-Erfolg im Schlager gegen den Rekordmeister Feiern und rückte bis auf zwei Punkte an das Liga-Topduo Sturm Graz und SCR Altach heran. Ein Wichtiger Sieg für die Roten Bullen nicht nur in Hinblick auf die Meisterschaft, sondern auch in Richtung Europa League, wo wir am kommenden Sonntag im Fünften Gruppenspiel auswärts auf den FC Krasnodar treffen.

Vor 15.082 Zuschauern in der Red Bull Arena bot vor allem Munas Dabbur in Abwesenheit von Kapitän Jonatan Soriano an vorderster Front eine starke Vorstellung und belohnte sich mit dem schnellen Führungstreffer (8.) selbst. Stefan Lainer legte per Kopf noch vor der Pause das völlig leistungsgerechte 2:0 (45.+1) nach. In der Schlussphase wurde es noch turbulent. Tomi gelang aus einem Elfmeter der Anschlusstreffer (92.), danach wurden Paulo Miranda (Gelb-Rot) und mit Verzögerung Rapids Kapitän Mario Sonnleitner (Rot) wegen einer Tätlichkeit ausgeschlossen. Der Titelverteidiger blieb damit zum fünften Mal in Folge gegen Rapid unbesiegt, dabei gab es drei Siege.

FC Red Bull Salzburg vs. SK Rapid Wien

GLANZVOLLE VORSTELLUNG

Trotz der Ausfälle von Jonatan Soriano  und des zuletzt sehr starken Marc Rzatkowski spielten wir auf ein Tor und prüften die Reaktionsfähigkeit des jungen Rapid-Goalies Richard Strebinger am laufenden Band. Schon nach etwas mehr als einer Minute nach Anpfiff konnte er mit einer Glanztat den Abschluss von Munas Dabbur gerade noch verhindern. Die zweite Chance ließ sich der Israeli dann aber nicht entgehen. Er düpierte Mario Sonnleitner mit einem Haken und schloss ins lange Eck ab (8.).

Oscar Garcia

Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und hatten auch die klareren und zwingenderen Chancen als Rapid. Wir hatten den Gegner im gesamten Spielverlauf gut unter Kontrolle und haben keine einzige Großchance zugelassen. Damit können wir sehr zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit machten sich die Anstrengungen der ersten Hälfte aber bei einigen bemerkbar, und die Mannschaft hat einen Gang runtergeschaltet. Grundsätzlich aber bin ich mit der Leistung meiner Spieler sehr zufrieden.

Munas Dabbur:

Das war wirklich eine sehr gute Leistung und ein enorm wichtiger Sieg für uns, denn wir brauchten die drei Punkte dringend, um an der Spitze dranzubleiben. Das war gestern ein wirklich tolles Match von uns, und es hat richtig Spaß gemacht, vor so einer tollen Kulisse im Stadion zu spielen. Heute aber müssen wir uns auf das Spiel in Krasnodar bestmöglich vorbereiten, und unsere ganze Konzentration liegt nun zu 100 Prozent darauf.

EIner FÜR ALLE FÄLLE

Mittlerweile ist auch die Torgefährlichkeit von Stefan Lainer kein Zufall mehr, denn unser rechter Außenverteidiger trifft ziemlich regelmäßig, meist aus dem Nichts und quasi aus allen Winkeln ins Tor. Gestern fügte er seiner Tor-Kollektion auch noch ein Kopfballtor nach einem Eckball hinzu und erhöhte sein Trefferkonto auf aktuell acht Pflichtspieltore für die Roten Bullen – sein viertes Bundesliga-Tor in dieser Saison.

AUSGEZEICHNETES TRIO

Speziell über das Trio Berisha-Gulbrandsen-Dabbur konnten wir gestern in der Offensive sehr gefährlich werden. Die Roten Bullen übten enormen Druck auf den Gegner aus und nahmen das Rapid-Tor unter Dauerbeschuss. Fredrik Gulbrandsen (11.) und Andreas Ulmer (23.) konnten gerade noch am Abschluss gehindert werden. Einen gefährlichen Abschlussversuch von Munas Dabbur (26.) nach Zuspiel von Valon Berisha hingegen in der Folge nicht, dafür zeigte Robert Strebinger neuerlich seine Qualität und vereitelte die Chance auf das 2:0 um Haaresbreite. Gleich darauf spielte Valon Berisha zur Mitte in Richtung des frei stehenden Fredrik Gulbrandsen. Der rutschte zum Ball, aber wegen eines Platzfehlers verfehlte er die Kugel ganz knapp. Wäre der Norweger in dieser Situation zum Abschluss gekommen, wäre Robert Strebinger mit Sicherheit chancenlos gewesen. 8:0-Schüsse aufs Tor spiegelten das Kräfteverhältnis vor der Pause gut wider.

Konrad Laimer:

Wir hätten schon in der ersten Halbzeit deutlich höher führen können. In der zweiten Halbzeit haben wir dann etwas nachgelassen, aber trotzdem wirklich eine tolle Leistung abgeliefert, auf die wir stolz sein und in weiterer Folge auch aufbauen können.  

Torentstehung | Tor von Stefan Lainer zum 2:0

PersonALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren Smail Prevljak (Knie) bzw. Wanderson (Oberschenkelverletzung). Jonatan Soriano und Hee Chan Hwang fielen mit einer Muskelverletzung aus, Dayot Upamecano war aufgrund einer Sperre nicht dabei. Und auch auf die Dienste des zuletzt sehr stark spielenden Marc Rzatkowski musste unser Coach verzichten. Er fiel kurzfristig wegen eines grippalen Infektes aus.

Erfreuliche Neuigkeiten gibt es hingegen von Christian Schwegler, der in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte, ein Einsatz im gestrigen Spiel wäre aber zu früh gewesen.

Vorschau

Für unsere Jungs steht gleich die nächste englische Woche auf dem Programm – eine mit Entscheidungscharakter. Denn am kommenden Donnerstag, den 24. November 2016 trifft man ab 19:00 Uhr in der UEFA Europa League auswärts auf den FC Krasnodar, wo die endgültige Entscheidung über den Aufstieg ins UEFA Europa League Play-off ansteht.