UEFA Champions League-Qualifikation - Rückspiel | FK Liepaja - FC Red Bull Salzburg 0:2 (0:1) Tore: Berisha (35.), Bernardo (65.)

Der FC Red Bull Salzburg gewinnt das Rückspiel in der 2. Runde zur UEFA Champions League-Qualifikation gegen den FK Liepaja mit 2:0 (1:0). Die Tore erzielten Valon Berisha (35.) und Bernardo (65.)

AUFSTELLUNGEN

FC Red Bull Salzburg: Walke  – Schwegler, Miranda (83. Caleta-Car), Hinteregger, Ulmer – Laimer (59. Samassekou), Bernardo (88. Upamecano), Berisha – Lazaro, Soriano, Dabbur

FK Liepaja: Dorosevs – Kluk, Ivanovs, Gorkss, Klava, Karklins – Brtan, Gucs (72. Mikevics), Torres – Grebis (65. Gauracs), Kamess (57. Afanasjevs)

GELBE KARTEN

Grebis (15./Foul), Gucs (40./Foul), Klava (45.+2/Foul) bzw. Ulmer (48./Foul)

Andreas KolleggerAUSGANGSLAGE

AUSGANGSLAGE

Mit dem knappen aber wichtigen „Zu-null-Sieg“ im Hinspiel haben sich die Roten Bullen eine gute Ausgangslage erarbeitet. Daher galt es heute in erster Linie, den Vorsprung aus dem Hinspiel zu verteidigen. Keine leichte Aufgabe, denn selbst wenn für unsere Mannschaft auch nur ein 0:0 für den Aufstieg in die 3. Runde der Qualifikation genügt hätte, waren die Letten unter Zugzwang.

PERSONALSITUATION

Weiterhin nicht einsatzbereit waren Ray Yabo und Smail Prevljak (beide Knie) sowie Asger Sörensen, der sich einen Mittelhandbruch zugezogen hat und rund drei Wochen ausfallen wird. Bei Neuzugang Wanderson fehlte noch die Spielberechtigung.

TAKTIK

Trainer Oscar Garcia vertraute auf dieselbe Startelf wie schon im Hinspiel und setzte ebenso auf das bewährte 4-3-3-System, um auf den Flügeln breiter aufgestellt zu sein. Die Letten, die schon im Hinspiel mit Mann und Maus verteidigten und ihr Glück ausschließlich über Standards und Konter suchten, änderten erwartungsgemäß auch im Rückspiel nur wenig an dieser Herangehensweise.

DIE MATCH-ANALYSE

Unsere Mannschaft startete gewohnt druckvoll und energisch in die Partie und konnte schon in der ersten Viertelstunde für starke Akzente nach vorne sorgen (z. Bsp. Soriano (7.) und Schwegler (8.). Die Mannschaft von Trainer Oscar Garcia hatte das Spiel aber von Beginn an in der Hand und konnte sich doch sehr eindrucksvoll gegen die massive Abwehrmauer des amtierenden lettischen Meisters durchsetzen.

ENERGISCHE ANFANGSPHASE

Ein Ulmer, einmal von der Leine gelassen, ist nur schwer zu bremsen!  Das bekam kurz nach dem Anpfiff gleich mal ein lettischer Gegenspieler zu spüren. Was auch notwendig war, denn die Gastgeber hatten einen klaren Plan und kamen gleich in den ersten Minuten – einmal über Kamess (allerdings in Abseitsposition) und kurz danach durch einen Konter – gefährlich nahe in unseren Strafraum und vor das Tor.

UNTER DAUERBESCHUSS

Doch unsere Jungs blieben geduldig und versuchten, über weite Strecken mit sehr kreativen Mitteln und gutem Kombinationsspiel, die Abwehrkette der Letten zu durchbrechen. Die erste gute Torschance hatten wir in der 11. Minute, als Munas Dabbur knapp außerhalb des 16ers ideal bedient wurde, sich die Kugel zurechtlegte und gefühlvoll abzog. Der Ball streifte jedoch den Außenpfosten und landete im Toraus. In der 14. Minute stand Valentino Lazaro nach einem mustergültigen Doppelpass mit Konrad Laimer im Strafraum frei und gab zur Mitte ab. Die Letten konnten die Situation zunächst klären, doch Jonatan Soriano übernahm den Abpraller direkt, sein Schuss blieb aber in der Verteidigung hängen.

In der 26. Minute kam Christian Schwegler aus ca. 20 Metern frei zum Schuss. Bedauerlicherweise fälschte Munas Dabbur – in Abseitsposition –  die Kugel noch ab, sodass der Ball im Netz landete und der Treffer daher leider nicht zählte.

VERDIENTER FÜHRUNGSTREFFER

Doch in der 34. Minute sollte es dann endlich soweit sein! Nach einem traumhaften Angriff über mehrere Stationen spitzelte Jonatan Soriano den Ball im Strafraum zum perfekten Zeitpunkt zu Valon Berisha, der sich die Chance nicht nehmen ließ und das Leder unter die Latte knallte. Liepaja zeigte bis zum Pausenpfiff dann nur noch wenig Gegenwehr und so gingen die Roten Bullen, die sich von der defensiven Grundordnung des Gegners nicht beirren ließen, mit einer völlig verdienten 1:0-Führung in die Kabine.

DIE ENTSCHEIDUNG

Aber auch nach Wiederanpfiff fiel den Gastgebern kein probates Mittel mehr ein, um die geballte Offensiv-Power der Roten Bullen zu stören. Und so kam es, wie es kommen musste: Die Salzburger machten genau dort weiter, wo sie aufgehört hatten, und spielten forsch nach vorne. In der 65. Minute sorgte dann Bernardo, der ungehindert aus dem Rückraum zum Abschluss kam und der Ball via Innenpfosten ins Netz beförderte, für die Entscheidung. Mit der Sicherheit der 2:0-Führung bzw. einem 3-Tore-Vorsprung im Rücken spielten die Mannen von Oscar Garcia die Schlussphase der Partie souverän herunter. Bis zum Schlusspfiff konnten die Gegner keinen nennenswerten Druck aufbauen und so dürfen wir uns letzlich über den Aufstieg in die nächste Champions League-Qualifikationsrunde freuen.

STATEMENTS

Oscar Garcia:

Ich wusste, dass wir heute viele Chancen vorfinden werden. In der ersten Halbzeit haben wir nur ein Tor geschossen, aber ich bin froh, dass wir in der zweiten Hälfte hinten dichthalten und den Vorsprung ausbauen konnten.

Mir ist nicht wichtig, gegen welchen Gegner wir spielen, der Beste wird gewinnen und sich qualifizieren. Erst wenn wir wissen, gegen wen wir letztlich antreten werden, können wir uns darüber Gedanken machen. Heute wollen wir in erster Linie mal den Aufstieg in die nächste Runde feiern und genießen. 

 

Konrad Laimer:

Im Fußball gibt es heutzutage keinen leichten Gegner mehr. Das hat man ja auch bei der EM gesehen. Man darf den Gegner nie unterschätzen. Die Letten haben gut verteidigt, aber wir waren heute die bessere Mannschaft und haben unsere Chancen genutzt.

Alle Stimmen gibt es zum Nachhören in unserem AUDIOPLAYER!

VOrschau

Nach der ersten Hürde in der Champions League steht der Gegner für die 3. Qualifikationsrunde erst morgen definitiv fest, denn in der nächsten Runde treffen unsere Roten Bullen auf den Sieger aus der morgigen Begegnung Ferencvaros Budapest vs. Partizani Tirana. Das Hinspiel in Albanien endete 1:1. Zuvor haben die Roten Bullen aber noch ein anderes wichtiges Ziel vor Augen: Am kommenden Samstag treffen Soriano & Co. zum Bundesliga-Auftakt auswärts auf den SK Puntigamer Sturm Graz