1. Runde tipico Bundesliga | SK Puntigamer Sturm Graz – FC Red Bull Salzburg 3:1 (3:0) Tore: Matic (5.), Schmerböck (18.). Alar (37.) bzw. Gulbrandsen (82.)

Nach 14 Bundesligaspielen ohne Niederlage endet die Serie des FC Red Bull Salzburg beim SK Puntigamer Sturm Graz. Die Roten Bullen unterliegen zum Start der tipico Bundesliga 2016/17 mit 3:1 (3:0), den Ehrentreffer erzielte Neuzugang Fredrik Gulbrandsen (82.).

AUFSTELLUNGEN

FC Red Bull Salzburg: Walke – Lainer (67. Schwegler), Caleta-Car, Hinteregger, Ulmer – Laimer, Upamecano, Berisha – Lazaro, Dabbur (56. Gulbrandsen), Reyna (46. Soriano)

SK Puntigamer Sturm Graz: Gratzei – Koch, Schoissengeyr, Spendlhofer – Jeggo, Matic, Lykogiannis – Huspek, Alar (74. Horvarth), Schmerböck (83. Hierländer) – Edomwonyi (79. Kienast)

GELBE KARTE

Upamecano (84./Foul)

Andreas KolleggerAUSGANGSLAGE

AUSGANGSLAGE

Im ersten Bundesligaspiel der neuen Saison traf der FC Red Bull Salzburg heute auf den SK Puntigamer Sturm Graz. Bereits vor der Partie hatte Trainer Oscar Garcia die Grazer zu den möglichen Konkurrenten um den Meistertitel gezählt und daher im ersten Aufeinandertreffen von seiner Mannschaft höchste Konzentration gefordert. Das war auch notwendig, denn der SK Rapid Wien hatte sich im Eröffnungsspiel der ersten Bundesliga-Runde mit einem 5:0-Heimsieg über die SV Guntamatic Ried einen satten Vorsprung in der Tabelle erarbeitet.

PERSONALSITUATION

Weiterhin nicht einsatzbereit waren Ray Yabo und Smail Prevljak (beide Knie) sowie Asger Sörensen, der sich einen Mittelhandbruch zugezogen hat und rund drei Wochen ausfallen wird.

Paulo Miranda hat im Spiel gegen Liepaja einen doppelten Bänderriss bzw. einen Riss des Syndesmosebandes im rechten Knöchel erlitten und fällt rund sechs Wochen aus.

Ebenfalls nicht zur Verfügung standen Takumi Minamino und Hee Chan Hwang, die sich mit ihren Nationalteams auf die Olympischen Spiele in Rio vorbereiten.

Bei Neuzugang Wanderson fehlte noch die Spielberechtigung.

TAKTIK

Trainer Oscar Garcia änderte seine Startelf – im Vergleich zum CL-Quali-Rückspiel gegen den FK Liepaja – gleich an vier Positionen. Aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Innenverteidiger Paulo Miranda rückte Duje Caleta-Car wieder in die Startformation, zudem ersetzte Stefan Lainer Christian Schwegler linksaußen. Im Mittelfeld übernahm Dayot Upamecano, statt dem zuletzt sehr starken Bernardo die Position des Sechsers. Statt Jonatan Soriano ergänzte Yordy Reyna das Offensiv-Trio mit Munas Dabbur als Mittelstürmer und Valentino Lazaro.

DIE MATCH-ANALYSE

Von der ersten Minute an waren beiden Parteien die Bemühungen anzusehen, den Start in die neue Spielzeit positiv zu gestalten. Wie sich aber gleich in den Anfangsminuten herausstellte, sollte dies den Gastgebern besser gelingen. Doch die Grazer erwischten uns leider eiskalt.

BLITZSTART VON STURM

So zeigten sich die Blackies zu Beginn unheimlich effizient und gingen mit ihren beiden ersten ernst zu nehmenden Torchancen früh mit zwei Toren Vorsprung in Führung. Erst ließ Matic Alexander Walke mit einem Flachschuss ins rechte Eck zum 1:0 keine Chance (6.), zwölf Minuten später verwertete Schmerböck eine abgefälschte Flanke aus kürzester Distanz zum 2:0. Dazwischen kamen die Salzburger durch einen Ulmer-Weitschuss vor das Tor der Gastgeber, Gratzei konnte jedoch sicher entschärfen (11.).

Die Roten Bullen zeigten sich im Anschluss bemüht, den frühen Zwei-Tore-Rückstand wettzumachen und waren von nun an die aktivere Mannschaft. So hätte es beinahe schon in der 24. Minute mit dem Anschlusstreffer geklappt, als Munas Dabbur nach einer Balleroberung Konrad Laimers von Valentino Lazaro in die Spitze geschickt wurde und zu unrecht wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. In der 37. Minute setzte es dann den nächsten Rückschlag. Alar schloss einen schnellen Konter eiskalt ab und erzielte das 3:0. Vor der Pause waren es noch Munas Dabbur (41.) und Valon Berisha (44.; aus einem Freistoß), die dem Grazer Kasten gefährlich werden konnten, beide blieben aber wie der Rest der Mannschaft glücklos.

DER KAPITÄN AM RUDER

Am Spielgeschehen änderte sich wenig. Salzburg (ab der 46. Minute mit Kapitän Jonatan Soriano im Spiel) versuchte alles, die drohende Auftaktniederlage doch noch abzuwenden, konnte sich in letzter Instanz aber nicht gegen die Grazer Defensive durchsetzen. In der 53. Minute kam dann auch noch Pech dazu. Stefan Lainer fasste sich ein Herz und zog aus großer Distanz ab, aber die Latte verhinderte den Anschlusstreffer der Salzburger.

GULBRANDSEN TRIFFT BEI BUNDESLIGA-DEBÜT

Die Mannen von Oscar Garcia investierten weiter viel und rückten vermehrt in die Grazer Hälfte vor. Dadurch boten sich den Hausherren allerdings auch mehr Räume zum Kontern, die aber nicht genutzt werden konnten. So rettete in der 63. Minute zum Beispiel die Querlatte bei einem Lykogiannis-Schuss. Die nächste Salzburg-Chance bot sich dann in der 69. Minute. Fredrik Gulbrandsen übernahm eine flache Lazaro-Hereingabe direkt, konnte Gratzei aber ebenfalls nicht überwinden. In Spielminute 82 durfte der Norweger schließlich doch jubeln und brachte die Roten Bullen noch heran. Upamecano setzte ihn mit einem perfekten Lochpass in Szene und er verkürzte auf 3:1. Dies sollte aber der Schlusspunkt gewesen sein. Die Grazer brachten den Vorsprung geschickt über die Zeit, sodass die Auftaktniederlage nicht mehr abgewendet werden konnte. 

SK Puntigamer Sturm Graz vs. FC Red Bull Salzburg

STATEMENTS

Oscar Garcia:

Wir haben ein schweres Auswärtsmatch erwartet, und das war es auch. Sturm Graz hatte drei Chancen im Spiel, und diese haben sie auch genützt. Mit vielen jungen Spielern kann es passieren, dass die Mannschaft nach so einem Start verunsichert ist. Vor der Champions League-Qualifikation ist das natürlich nicht gut, aber ich werde alles dafür tun, dass die Spieler am Dienstag bereit für diese Herausforderung sind.

Martin Hinteregger:

Wir sind natürlich nicht zufrieden mit unserer Leistung heute. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt und Sturm hat die Chancen, die sie vorgefunden haben, eiskalt ausgenützt. Wir sind nicht so richtig ins Spiel gekommen, hatten zu viele Fehlpässe und haben dem Gegner zu viele Räume gelassen.

 

Alle Stimmen gibt es zum Nachhören in unserem AUDIOPLAYER!

VORSchau

Ungewolltes Liga-Start-Déjà-vu! Wie bereits im vergangenen Jahr – 2:1-Auswärtsniederlage beim SV Mattersburg – starteten die Roten Bullen auch in der neuen Saison denkbar schlecht in die Meisterschaft. Abhaken – weitermachen, denn bereits am kommenden Dienstag steht schon die nächste wichtige Aufgabe auf dem Programm: Die Roten Bullen treffen in der dritten Runde der Champions League-Qualifikation auswärts auf FK Partizani Tirana.