In keiner österreichischen Bundesliga-Mannschaft kamen in der vergangenen Saison mehr U21-Spieler zum Einsatz als beim FC Red Bull Salzburg. Eine Erfolgsquote, die nicht von ungefähr kommt.

Der FC Red Bull Salzburg kann auf eine sehr erfolgreiche Saison 2015/2016 zurückblicken und sich mit dem Triple-Double-Gewinn über einen historischen Kluberfolg freuen. Aber es ist an der Zeit, den Blick wieder nach vorne zu richten, denn es gibt noch andere bedeutende Dinge, die für die Zukunft unseres Vereins von größter Wichtigkeit sind.

Mit großem Stolz erfüllen uns zum Beispiel die besonders positiven Entwicklungen im Nachwuchsbereich und die Tatsache, dass wir als erfolgreichste österreichische Fußballmannschaft der letzten Jahre auch jede Menge vielversprechende Youngsters und echte Top-Stars hervorgebracht haben. 

Während die Kampfmannschaft noch im wohlverdienten Urlaub weilt, hat sich in der Zwischenzeit im Nachwuchsbereich wieder einiges getan. Die U15 des FC Red Bull Salzburg, unter Trainer Alexander Zickler, verteidigte den Titel in der ÖFB Jugendliga erfolgreich und kürte sich nach dem Erfolg der vergangenen Saison erneut zum Meister. Ebenso wie die U18-Mannschaft von Trainer Marco Rose, die allerdings bereits den dritten Titel en suite in dieser Altersstufe feierte und sich dadurch zum zweiten Mal für die UEFA Youth League qualifizieren konnte. Die Erfolge der Nachwuchsteams sind für den FC Red Bull Salzburg von besonderer Bedeutung, denn unsere Jungbullen werden vielleicht sogar schon bald die „Keitas“ und „Sorianos“ von morgen sein.

Der Prototyp

Konny Laimer gilt als Paradebeispiel für das erfolgreiche Nachwuchs-Konzept des FC Red Bull Salzburg. Der 19-jährige Aberseer hat beinahe alle Nachwuchsmannschaften durchlaufen und feierte bereits mit 17 Jahren nicht nur sein Bundesliga-Debüt, sondern begeisterte auch bei seinem ersten Auftritt in der Europa League. Der quirlige Salzburger gab uns im vergangenen Frühjahr ein sehr interessantes Interview über seinen Karriereweg und ermöglichte uns einen detaillierten Einblick in den Trainingsalltag als junger Fußballprofi. Das ganze Interview könnt ihr hier nachlesen! 

Die Super-Talente

Als Naby Keita vor zwei Jahren nach Salzburg kam, wirkte er anfangs eher unscheinbar, zurückhaltend und schüchtern. Sadio Mane war dem jungen Mittelfeldspieler ein großes Vorbild und die wichtigste Bezugsperson in der Mannschaft, doch dieser wechselte im Herbst 2014 zum FC Southampton. Dennoch gelang es Naby, sich schnell in das Team zu integrieren. Nur wenige Monate später explodierte der damals erst 20-jährige Guineer förmlich und reifte in Rekordzeit vom Rohdiamanten zum besten Spieler der Saison. Im Januar wurde er vom guineischen Fußballverband für seine Leistungen im Nationalteam zum „Spieler des Jahres“ gewählt. In den Augen vieler zählt Naby zu den größten Talenten, die der FC Red Bull Salzburg bis dato hervorgebracht hat. Aushängeschilder wie Sadio und Naby haben einen großen Anteil daran, dass auch andere Top-Talente den Weg nach Salzburg finden und namhaften Klubs, wie Manchester United und Bayern München, eine Absage erteilen. Ein solches Super-Talent feierte vor knapp drei Monaten unter Trainer Oscar Garcia ein eindrucksvolles und von Experten hochgelobtes Bundesliga-Debüt. Der junge Franzose Dayot Upamecano kam von der U19 des FC Valenciennes und wurde mit einigen großen Klubs in Europa in Verbindung gebracht, bevor er zu den Roten Bullen wechselte.

Ein historischer Kluberfolg!

Youngsters in der Bundesliga

Auch einige Eigenbauspieler der Roten Bullen konnten bereits in der Bundesliga Fuß fassen. Erfreulich ist speziell, dass fast alle Youngsters, die beim FC Red Bull Salzburg ausgebildet wurden und in der höchsten Spielklasse im Einsatz sind, bei ihren Klubs zur Stammelf zählen, wie beispielsweise Mathias Honsak, Michael Brandner (beide SV Ried) bzw. Martin Rasner, Sandro Djuric und Robert Völkl (alle SV Grödig).

In der Sky Go Ersten Liga sind zudem mit Nikola Dovedan und Philipp Wiesinger beim LASK ebenfalls zwei Spieler aus der Nachwuchsschmiede der Roten Bullen im Einsatz, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Die besten U21-Spieler in Österreich

Über die Hälfte der Spieler des 32-Mann-Kaders der Roten Bullen sind nicht älter als 21 Jahre. Statistisch gesehen hatten die U21-Spieler des FC Red Bull Salzburg mehr Einsatzminuten vorzuweisen als jede andere Bundesliga-Mannschaft. Mit Duje Caleta-Car (geb. 1996) und Naby Keita (1995) waren zwei Stammspieler über die gesamte Saison im Einsatz bzw. mit Takumi Minamino (1995) sowie Benno Schmitz (1994), die in der ersten Saisonhälfte zur Stammelf zählten, sogar vier.

Übrigens: In der letzten Runde der tipico Bundesliga – im Heimspiel gegen den WAC – war die bisher jüngste Startelf der Saison im Einsatz. Mit einem Altersdurchschnitt von 21,1 Jahren stellte Oscar Garcia gleich sieben Spieler auf den Platz, die nicht älter als 21 Jahre alt waren, darunter drei Youngsters mit 19 Jahren.