AC Sparta Praha vs. FC Salzburg; 2:4 (1:2). Torschützen: Sedlacek (27.), Maksic (90.+1) bzw. Schmidt (6., 28.), L. Meisl (52.), Meister (56.)

Der Start in die neue UEFA Youth League-Saison ist unserer U19 geglückt. Nach dem souveränen Aufstieg gegen Girondins Bordeaux konnten wir uns nun auch im Hinspiel gegen Sparta Prag, vor den Augen unseres ehemaligen Stürmers Marc Janko, eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Salzburg schaffen. Somit konnte auch der Rekord an siegreichen Spielen in diesem Bewerb saisonübergreifend auf 12 ausgebaut werden. Gegen den tschechischen Meister schloss die Mannschaft von Gerhard Struber an die Leistung der letzten beiden Spiele an und setzte sich auswärts mit 4:2 (2:1) durch.

DIE MATCH-ANALYSE

Unsere Jungs erwischten einen guten Start, gaben schnell das Tempo vor und kamen nach etwas mehr als einer Minute bereits zur ersten Topchance, doch der Schuss von Alexander Schmidt ging hauchdünn am langen Eck vorbei. Es dauerte nicht lange, ehe es der Offensivspieler besser machte, sich ein Herz fasste und die Kugel aus 25 Metern unhaltbar zur 1:0-Führung ins Kreuzeck hämmerte. Kurz darauf wurde ein Schuss von Nicolas Meister knapp vor der Linie im letzten Moment per Kopf geklärt. Von Sparta Prag war, bis auf die lautstarke Unterstützung von den Rängen, in der Anfangsphase wenig zu sehen. Nachdem ein Weitschuss von Philipp Sturm knapp am Gehäuse vorbeigestrichen war, gelang Sparta Prag im Gegenzug mit der ersten nennenswerten Aktion durch Richard Sedlacek das 1:1. Die Freude der Tschechen währte allerdings nur kurz, denn 20 Sekunden nach dem Anstoß zappelte das Leder erneut im Netz. Alexander Schmidt mit der perfekten Körpertäuschung und dem sehenswerten Abschluss: Der Salzburger schlenzte den Ball aus halbrechter Position über den herauseilenden Torhüter und die Verteidiger zur erneuten Führung ins Tor. Die Mannschaft von Gerhard Struber hatte auch gegen Ende der ersten Spielhälfte die Partie unter Kontrolle und sorgte über schnelle Flügel-Angriffe weiterhin für viel Unruhe in der gegnerischen Hälfte. Kurz vor der Pause scheiterte Nicolas Meister nach tollem Szoboszlai-Zuspiel am Schlussmann der Prager.

Auch in den zweiten 45 Minuten waren unsere Jungs sofort im Spiel, drückten ihre Altersgenossen aus Prag in die eigene Hälfte und legten früh nach. Nach einer flach abgespielten Ecke Richtung Sechzehner fackelte Luca Meisl nicht lange und knallte das Spielgerät ansatzlos zum 3:1 ins kurze Eck. Nur wenige Augenblicke später fingen die Salzburger schnell einen Angriff ab, scheiterten zwar durch Philipp Sturm am Torhüter, doch Nicolas Meister setzte gut nach und beförderte den Ball via Unterkante der Latte zum vierten Mal ins Tor der Hausherren. Gorzel & Co. spielten fortan clever, ließen die Kugel laufen, setzten weiterhin Nadelstiche und ließen Sparta Prag überhaupt nicht ins Spiel kommen. In der 70. Minute setzte Julian Gölles zu einem Sololauf an und bediente Romano Schmid, doch der Steirer ließ sich zu leicht vom Spielgerät trennen. In der Nachspielzeit gelang Sparta Prag durch einen Kopfball von Filip Maksic zwar noch eine Ergebniskorrektur, aber letztendlich gewannen unsere Jungs beim tschechischen Meister mehr als verdient mit 4:2 und öffneten die Türe zum Play-off im Frühjahr damit bereits ein großes Stück.
 

STATEMENTs

Gerhard Struber:

Die Freude ist natürlich riesengroß, dass wir gegen einen bärenstarken Gegner schlussendlich in dieser Klarheit gewinnen konnten. Die Leistung war über weite Strecken der Partie, vor allem aber in den ersten 60 Minuten, wirklich gut, und wir haben den Ton angeben. Wir haben unseren Matchplan sehr gut umgesetzt, aber dennoch noch die eine oder andere gute Möglichkeit ausgelassen. In der Schlussphase haben wir etwas die Fokussierung und Zielstrebigkeit verloren. Beim Gegentreffer in der Nachspielzeit waren wir nicht konzentriert genug – das war bitter. Nichtsdestotrotz sind wir mit dem Ergebnis und der Ausgangslage sehr zufrieden.

Alexander Schmidt:

Wir haben sehr stark begonnen und sind früh in Führung gegangen. Das Gegentor hat uns nicht aus dem Tritt gebracht, wir konnten vielmehr schnell nachlegen. Beim zweiten Tor habe ich gesehen, dass der Torhüter zu weit vor dem Tor war, aber dass der Ball dann so schön ins lange Eck fällt, hat mich gefreut. Wir sind zufrieden, müssen aber im Rückspiel noch mal ordentlich Gas geben.

DATEN & FAKTEN

Aufstellung: Zynel – Gölles, L. Meisl, Dembele (82. Stumberger), Gazibegovic – Sturm (62. Kirim), Gorzel, Schmid, Szoboszlai – Schmidt (62. Adamu), Meister
Gelbe Karten: Alexandr (76./Foul), Hezoucky (79./Foul) bzw. keine
Schiedsrichter: Bojan Nikolic (SRB)