15. Runde Tipico Bundesliga | FC Red Bull Salzburg vs. SK Sturm Graz 5:0 (3:0); Tore: Gulbrandsen (8.), Berisha (36./FE), Maresic (47./ET), Dabbur (84., 89.)

In der 15. Runde der Tipico Bundesliga ist es endlich so weit! Unsere Roten Bullen erobern mit einem 5:0-Sieg im direkten Duell gegen den SK Sturm Graz die Tabellenführung zurück. Die Tore für die Rose-Elf fielen durch Fredrik Gulbrandsen (8.), Valon Berisha (36./FE) und Munas Dabbur (84., 89.) bzw. ein Eigentor von Dario Maresic (47.). 

AUFSTELLUNGEN

FC Red Bull Salzburg: Walke – Lainer, Pongracic, Caleta-Car, Ulmer – Schlager, Yabo (76. Haidara), Berisha, Wolf (62. Minamino) – Dabbur, Gulbrandsen (61. Hwang)

SK Sturm Graz: Siebenhandl – Koch, Maresic, Schulz – Potzmann, Hierländer (75. Filip), Zulj, Röcher, Lykogiannis – Huspek (17. Lovric), Alar (77. Zulechner)

Gelbe KarteN

Gulbrandsen (18./Foul), Wolf (24./Unsportlichkeit), Yabo (38./Foul) bzw. Siebenhandl (9./Foul), Potzmann (61./Foul), Röcher (94./Foul)

Rote Karte

Schulz (35./Foul)

Andreas KolleggerAUSGANGSLAGE

AUSGANGSLAGE

Im mit Spannung erwarteten ersten Match nach der Länderspielpause geht es im direkten Duell gegen den SK Sturm Graz um die Tabellenführung – also gleich ans Eingemachte.

Die Grazer holten in den bisherigen 14 Spielen beachtliche 32 Punkte, ganz knapp gefolgt von unseren Jungs mit 31 Punkten. Auch bei den Top-Torschützen ist es ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Vereinen – Deni Alar und Munas Dabbur erzielten bisher nämlich jeweils neun Saisontore. Das heutige Aufeinandertreffen mit den Steirern ist bereits das 25. Heimspiel gegen SK Sturm Graz in der Ära Red Bull. Unsere Siegesquote in diesen Begegnungen liegt dabei übrigens bei beachtlichen 75 % – ob wir daher heute auch über einen Sieg jubeln dürfen?

Apropos Heimspiele! Wir blieben bisher in allen 15 Bundesliga-Heimspielen des aktuellen Fußballjahres ungeschlagen. Im Jahr 2013 gelang es uns sogar, bei allen 18(!) Heimspielen eines Kalenderjahres in der Tipico Bundesliga eine weiße Weste zu behalten. Marco Rose verlor nur eines(!) seiner bisherigen 27 Pflichtspiele. Das schaffte beim FC Red Bull Salzburg zuvor kein Trainer. Diese eine Niederlage setzte es allerdings ausgerechnet gegen den heutigen Gegner SK Sturm Graz (0:1 in Graz, Runde 6).

PERSONALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren Diadie Samassekou (grippaler Infekt) sowie Paulo Miranda (Wadenverletzung) und Christoph Leitgeb.

TAKTIK

Im letzten Spiel vor der Länderspielpause gegen SKN St. Pölten änderte Trainer Marco Rose kurzerhand die Taktik und ließ in einer 4-4-2-Grundformation (Doppel-6) auflaufen. Diesmal vertraute unser Chef-Coach wieder auf die bewährte Mittelfeldraute. Xaver Schlager ersetzte dabei den erkrankten Diadie Samassekou im defensiven Mittelfeld. Marin Pongracic kam erstmals nach seiner Verletzung wieder in der Innenverteidigung neben Duje Caleta-Car zum Einsatz.

Unser jüngster Spieler in der Startelf und damit heutiger Rauch-„Rookie of the Match” war Hannes Wolf.

MATCH-ANALYSE

„Abtasten“ mussten sich der Tabellenführer und der Titelverteidiger nicht. Beide Mannschaften waren perfekt aufeinander eingestellt und das wurde gleich zu Beginn deutlich. Es ging von Anfang an gleich richtig zur Sache, und in den Anfangsminuten war noch nicht klar auszumachen, wer von beiden besser ins Spiel finden würde. Umso schöner, dass in einer so ebenbürtigen Partie gleich eine der ersten Chancen unserer Mannschaft zum Torerfolg führte. Nachdem Valon Berisha noch wenige Minuten zuvor die erste richtig gute Möglichkeit auf einen frühen Führungstreffer vergeben hatte, hatte Fredrik Gulbrandsen in der 8. Minute mehr Glück beim Abschluss. Dabei brachte Valon Berisha einen Freistoß perfekt in Richtung zweiter Stange. Dort stieg der Norweger hoch und köpfte das Leder zur 1:0-Führung ins Tor. Es war zugleich sein erstes Kopfballtor in der österreichischen Bundesliga.

Harte Gangart

Bei einer 1:0-Führung wollte Trainer Marco Rose aber seine Mannschaft weiterhin „bissig“ sehen und peitschte seine Jungs von der Coaching-Zone aus nach vorne. Der Gegner musste sich in dieser Phase mehr auf das Verteidigen konzentrieren und konnte nicht mehr so gut an die starken Anfangsminuten anknüpfen. Trainer Franco Foda musste zudem auch noch sehr früh in der Partie den ersten Wechsel vornehmen, da Philipp Huspek verletzungsbedingt aufgeben musste. Nach nicht einmal zwanzig Spielminuten gab es mehrere Spielunterbrechungen und Verwarnungen auf beiden Seiten, die zusätzlich Brisanz ins ohnehin schon sehr aggressiv und intensiv geführte Duell der beiden Spitzenteams der Liga brachten.

Vorsprung ausbauen

Im Schlussdrittel der ersten Halbzeit erhöhte die Rose-Elf das Tempo und drückte auf den zweiten Treffer. Die Möglichkeiten wären da gewesen, lediglich am Abschlussglück mangelte es. Etwa, als Andreas Ulmer mit dem schnellen Vorstoß am linken Flügel Fredrik Gulbrandsen mit einem idealen Stanglpass bediente. Diesen Abschluss lenkte Christian Schulz im letzten Moment aber ins Toraus. Nur wenige Augenblicke später holte Schulz nach Zuspiel von Munas Dabbur Fredrik Gulbrandsen als letzter Mann von den Beinen und sah dafür zu Recht die Rote Karte. Den darauffolgenden Elfmeter verwertete Valon Berisha in meisterlicher Manier. Die Schlussminuten der ersten Halbzeit verliefen bis zur Pause dementsprechend hitzig und kämpferisch. Der Gegner in Unterzahl wirkte mit der Situation überfordert und konnte, zum Glück für uns, bis zur Pause auch über Konter nicht mehr gefährlich werden. Im Gegenteil, die Grazer mussten kurz vor dem Gang in die Kabine auch noch ein Eigentor verkraften. Pechvogel Dario Maresic verlängerte eine Wolf-Flanke, die eigentlich für Munas Dabbur gedacht war, ins eigene Tor. 

Luft nach oben

Nach Wiederanpfiff kamen beide Teams zwar schnell in die Gänge, doch das erste Drittel blieb nahezu ereignislos. Der Gegner musste zum einen mit den Kräften haushalten, zum anderen aber noch den Anschlusstreffer erzielen. Unsere Mannschaft ließ sich das Spiel aber nicht aus der Hand nehmen und ließ den Ball gut in den eigenen Reihen zirkulieren. Trainer Marco Rose wechselte nach der 60. Minute seine Offensivkräfte aus und brachte den wiedergenesenen Hee Chan Hwang für den Torschützen des 1:0, Fredrik Gulbrandsen, ins Spiel bzw. Takumi Minamino für den leicht angeschlagenen Hannes Wolf. Das brachte zwar wieder mehr Schwung in unsere Offensivbemühungen, doch Sturm verteidigte gut und konnte bis zu diesem Zeitpunkt weitere Gegentreffer verhindern.

Die Entscheidung

Zu Beginn der Schlussviertelstunde brachte Lainer eine perfekte Flanke zur Mitte, wo Hee Chan Hwang den Ball per Kopf annahm, aber leider knapp danebensetzte. In der 80. Minute sorgte Hwang mit dem Pass zur Mitte für die ideale Vorlage für Minamino, der mit der Ferse verlängern wollte – der Ball landete aber leider nur im Außennetz. Munas Dabbur setzte in den Schlussminuten dann noch einen Doppelpack drauf und traf gleich zwei Mal innerhalb von nur vier Minuten. In der Red Bull Arena tanzten die Salzburger Fans mit ihrer Mannschaft quasi mühelos zur Tabellenführung – und das auch vollkommen verdient. Die Grazer erwischten zwar im wahrsten Sinne des Wortes einen „rabenschwarzen“ Tag, aber die Rose-Elf nutzte ihre Chancen und thront nun erstmals auf dem ersten Tabellenplatz.
 

STATEMENTS

Fredrik Gulbrandsen:

Das war ein ganz wichtiger Sieg und ein starker Fight von uns heute. Sturm hat sich heute etwas zu sicher gefühlt, glaube ich, denn sie sind sehr offensiv aus der Kabine gekommen. Dadurch haben wir viele Räume gefunden und es letztlich ziemlich leicht gehabt.

Andreas Ulmer:

Der Blick auf die Tabelle gefällt mir sehr gut, hat ja auch lange genug gedauert. Aber nach so einem Spiel haben wir die Tabellenführung auch verdientermaßen zurückerobert.  

Alle Stimmen gibt es zum Nachhören in unserem AUDIOPLAYER!

Vorschau

Für unsere Jungs wartet bereits am kommenden Donnerstag, den 23. November ab 19:00 Uhr das nächste wichtige Match. Dann geht es nämlich in der UEFA Europa League daheim gegen Vitoria SC um den Einzug in die Runde der letzten 32.

TICKETS für die kommenden Begegnungen in der Red Bull Arena sind im Ticketing & Service Center der Red Bull Arena und in unserem Online Ticket-Shop erhältlich.