FC Red Bull Salzburg vs. LASK Linz 0:0

Zum Jahresabschluss trennen sich unsere Mannschaft und der LASK in der Red Bull Arena mit einem torlosen Remis, so überwintern wir mit 43 Zählern auf Tabellenplatz zwei.

Zieht man die Jahrestabelle der Bundesliga heran, so beendet der FC Red Bull Salzburg 2017 mit unglaublichen 84 Zählern, bei 75 geschossenen Toren und einer positiven Tordifferenz von 53. 25 Siegen stehen neun Remis und lediglich zwei Niederlagen gegenüber.

BL20: RBS vs. LASK

AUFSTELLUNGEN

FC Red Bull Salzburg: Walke – Lainer, Miranda, Caleta-Car, Ulmer – Haidara, Minamino (60. Hwang), Schlager, V. Berisha – Gulbrandsen (78. Leitgeb), Dabbur

LASK Linz: Pervan – Ramsebner, Wiesinger, Pogatetz – Reiter, Holland, Michorl (62. Rep), Ranftl – Goiginger, Santos Sa (76. Bruno), M. Berisha (85. Gartler)

Gelbe KarteN

Hwang (65./Foul), Caleta-Car (90./Foul) bzw. Michorl (51./Foul)

Andreas KolleggerAUSGANGSLAGE

AUSGANGSLAGE

Gegen den LASK will unsere Mannschaft ein beeindruckendes Jahr 2017 – nur zwei Niederlagen in 54 Pflichtspielen – mit einem Dreier beenden und gegen Sturm Graz, das erst am Sonntag auswärts auf die Wiener Austria trifft, im Kampf um die Winterkrone vorlegen. Und die Chancen auf einen erfolgreichen Jahresausklang stehen nicht schlecht, liegt doch die Gewinnwahrscheinlichkeit gegen die Oberösterreicher, die den Anschluss an die Europa League-Qualifikationsplätze wahren möchten, in Heimspielen bei 70 % – bei 10 Partien (Bundesliga und Cup) stehen sieben volle Erfolge und zwei Remis bei nur einer Niederlage zu Buche.

PERSONALSITUATION

Diadie Samassekou fehlt gegen die Linzer nach seinem Ausschluss im letzten Spiel. Hannes Wolf muss erneut aufgrund seiner Sprunggelenksverletzung passen. Ebenfalls nicht mit von der Partie sind heute Marin Pongracic (Knieprobleme) und Stefan Stangl (Muskelverletzung am Oberschenkel). Reinhold Yabo und Marc Rzatkowski wurden nach ihrer Erkrankung nicht rechtzeitig fit.

TAKTIK

Nach zwei Partien, in denen unsere Jungs mit einer Dreierkette agierten, kehrt Marco Rose heute gegen den LASK wieder zur bewährten Viererkette zurück, vertraut in der letzten Linie seinem Stammpersonal, kann wieder auf den genesenen Alexander Walke bauen und lässt zu Beginn vorerst im gewohnten 4-4-2-System mit Raute spielen. Xaver Schlager ersetzt den gesperrten Diadie Samassekou. Amadou Haidara und Valon Berisha rutschen ebenso wie Fredrik Gulbrandsen wieder in die Startformation.

MATCH-ANALYSE

Unsere Jungs drückten von der ersten Minute an ordentlich aufs Tempo und versuchten, sich gegen kompakt stehende Linzer früh mehr Spielanteile zu erarbeiten.

VIEL DRUCK OHNE ZWINGENDE TORCHANCEN

Es dauerte jedoch bis zur 7. Minute, ehe die Hausherren erstmals im Strafraum der Oberösterreicher vorstellig wurden. Zuerst wurde eine Hereingabe von Andreas Ulmer von Philipp Wiesinger abgefangen, danach fiel ein abgefälschter Minamino-Schuss genau in die Hände von Pavao Pervan. Es dauerte, bis die Linzer erstmals gefährlich wurden. Thomas Goiginger zirkelte das Leder nach einem Eckball gefährlich in Richtung kurzer Stange. Alexander Walke klärte im Nachfassen, nachdem der Ball von der Stange retour gekommen war.

SPIEL WIRD ABWECHSLUNGSREICHER

Nach knapp einer halben Stunde vergab Leihspieler Mergim Berisha aus aussichtsreicher Position leichtfertig. Nach einer starken Anfangsphase von Schlager & Co. kam der LASK besser ins Spiel, hielt die Partie offener und versuchte sein Glück mit schnellen Vorstößen. Die Mannschaft von Marco Rose blieb aber weiterhin giftig und gewann viele wichtige Zweikämpfe. Das Einzige was in Durchgang eins jedoch fehlte, waren gefährliche Torabschlüsse.

Der Start in die zweiten 45 Minuten verlief für unsere Mannschaft gut. Wir zeigten uns gleich aktiv und setzten uns in der Hälfte der Linzer fest. Nach wenigen Minuten fasste sich Amadou Haidara ein Herz und probierte es aus gut 25 Metern, doch der satte Schuss des Maliers strich haarscharf am langen Eck vorbei.

TORCHANCEN HÄUFEN SICH

In dieser Phase ging beim LASK die Kompaktheit verloren, die Linzer konnten kaum für Entlastung sorgen, und unsere Jungs fanden mehr Räume in der Offensive vor. Nach einem schnellen Vorstoß konnte Munas Dabbur an der Straumgrenze gerade noch am Abschluss gehindert werden. Kurz darauf kam der Israeli bei einem Berisha-Zuspiel nur einen Tick zu spät, ehe Fredrik Gulbrandsen frei stehend aus kurzer Distanz das Spielgerät nicht richtig traf.

OFFENSIVEXPRESS KOMMT RICHTIG AUF TOUREN

Die Oberösterreicher hatten mit der Verteidigung ordentlich zu tun. Wir legten in Sachen Offensive noch einmal einen Gang zu und kamen durch Andreas Ulmer zur nächsten Chance. Pavao Pervan ließ den Weitschuss des Außenverteidigers aus, doch Hee Chan Hwang kam nicht mehr an den Ball. Nach einem Pass in den Rückraum von Stefan Lainer warf sich beim Hwang-Abschluss Dominik Reiter gerade noch in den Weg. In der Schlussphase klärte Christian Ramsebner eine Lainer-Hereingabe in letzter Not. Letztendlich blieb der Aufwand jedoch unbelohnt, und die Mannschaft von Marco Rose beendete auch die dritte Partie (zweimal in der Bundesliga, einmal in der Europa League) in Folge mit einem torlosen Remis.

STATEMENTS

Marco Rose:

Wir haben eine sehr gute Hinrunde gespielt und uns in drei Wettbewerben gut präsentiert. Meine Jungs haben heute viel investiert und probiert. Meiner Meinung nach hätten wir den Sieg heute mehr als verdient gehabt, zumal wir über die gesamte Spielzeit das bessere Team waren. Im letzten Drittel haben uns ein paar Körner gefehlt, daran werden wir aber im Frühjahr arbeiten. Trotzdem gehen wir mit einem guten Gefühl in die Pause.

Stefan Lainer:

 

Wir sind heute nicht richtig durchgekommen und haben in der Offensive die letzte Effizienz vermissen lassen. Uns ist es zwar erneut gelungen, zu null zu spielen, wir müssen aber mit einer Punkteteilung leben. Der LASK war heute gut eingestellt und hat fast nur verteidigt. Auch wenn der Herbst mehr als gut verlaufen ist, sind wir mit dem heutigen Remis gar nicht zufrieden.

 

Alle Stimmen gibt es zum Nachhören in unserem AUDIOPLAYER!

VORSCHAU

Unsere Mannschaft und das Trainerteam verabschieden sich nach vielen intensiven Partien in die wohlverdiente Winterpause und können nun bis zum 8. Januar 2018 (Trainingsstart) ihre Akkus wieder aufladen. Das Sechzehntelfinale der UEFA Europa League gegen Real Sociedad begleitet uns aber auch während dieser ruhigen Jahreszeit, denn der Ticketverkauf, der bereits sehr gut angelaufen ist, findet auch über Weihnachten seine Fortsetzung. Mit der neuen Frühjahrsdauerkarte gibt es das internationale Ticket sogar um 50 % ermäßigt. Wir freuen uns schon jetzt auf ein spannendes Frühjahr.