UEFA Europa League-Play-off – Rückspiel | FC Salzburg vs. FC Viitorul 4:0 (2:0). Tore: Dabbur (8.), Gulbrandsen (37.), Berisha (52./FE), Haidara (88.)

ES IST VOLLBRACHT! Unsere Salzburger gewannen auch das Rückspiel in der UEFA Europa League gegen den FC Viitorul überdeutlich mit 4:0 (2:0) und steigen mit einem Gesamtscore von 7:1 souverän in die Gruppenphase auf. Wir freuen uns auf die Auslosung unserer Gruppengegner morgen ab 13:00 Uhr in Monte Carlo. #UnserBewerb

AUFSTELLUNGEN

FC Salzburg: Walke – Lainer, Pongracic, Caleta-Car, Ulmer – Yabo, Samassekou, Berisha (65. Haidara) – Wolf (46. Rzatkowski) – Gulbrandsen (56. Daka), Dabbur

FC Viitorul: Buzbuchi – Hodorogea, Tiru, Constantin (46. Lopez) – Dumitras, Baluta, Vina, Radoi – Cioabla (58. Chitu), Herea, Tucudean (24. Dragus)

Gelbe Karten

Pongracic (36./Foul), Daka (90./Foul) bzw. Vina (45./Foul), Hodorogea (52./Foul)

Andreas KolleggerAUSGANGSLAGE

AUSGANGSLAGE

Im Kampf um den Einzug in die UEFA Europa League-Gruppenphase hatte sich unsere Mannschaft für das Rückspiel zwar auswärts in Ovidiu eine gute Ausgangslage erkämpft, trotzdem war von Beginn an klar, dass es gegen den amtierenden rumänischen Meister FC Viitorul heute eine ebenso gute Leistung braucht, um den Aufstieg endgültig zu fixieren. Auch wenn die Rumänen derzeit in der Meisterschaft etwas hinter den Erwartungen liegen, ist die Mannschaft von Trainer Gheorghe Hagi ein ebenbürtiger und sehr kämpferischer Gegner, der durchaus die Qualität besitzt, um uns dieses Ziel noch streitig zu machen. 

Sechs Mal haben wir uns in der Vergangenheit bereits für die Gruppenphase qualifiziert und mehrfach bewiesen, dass wir in der Europa League durchaus für die eine oder andere Überraschung sorgen können. Unter anderem ist es uns drei Mal gelungen, die Gruppenphase als Gruppensieger zu beenden. Mit Jonatan Soriano (2013/2014) und Alan (2014/2015) stellten wir sogar zwei Mal den Torschützenkönig in diesem wichtigen europäischen Klub-Wettbewerb.

PERSONALSITUATION

Nicht einsatzbereit waren Samuel Tetteh (Knie), David Atanga (Mittelfuß) und Stefan Stangl (Muskelverletzung). Hee Chan Hwang war nach einem Schlag auf den Oberschenkel leicht angeschlagen und konnte unsere Mannschaft daher nur von der Tribüne aus unterstützen, ebenso wie Paulo Miranda, der aufgrund immer wieder auftretender Knie- und Oberschenkel-Probleme präventiv geschont wurde. Auch Takumi Minamino (Knie) fällt für mehrere Wochen aus.

TAKTIK

Marco Rose musste demnach in der Viererkette ein wenig umstellen und brachte anstelle unseres Abwehrchefs Youngster Marin Pongracic an der Seite von Duje Caleta-Car in der Innenverteidigung. Im Vergleich zum Hinspiel brachte der Trainer zudem noch eine neue Personalie in seiner 4-4-2-Formation mit Raute zum Einsatz, denn das Sturm-Duo bildeten diesmal Fredrik Gulbrandsen und Munas Dabbur. Als Zehner kam diesmal wieder Hannes Wolf aufgrund der Verletzung von Takumi Minamino zum Einsatz.

MATCH-ANALYSE

Einen besseren Start in das Rückspiel gegen den FC Viitorul hätte Marco Rose von seiner Mannschaft gar nicht verlangen können, als das, was er und 6.606 Zuschauer in der Red Bull Arena von unseren Spielern in den ersten zehn Minuten zu sehen bekamen. Von Beginn an agierten wir sehr druckvoll, aber kontrolliert, und hatten mit dem ersten Angriff gleich eine Top-Chance auf einen frühen Führungstreffer auf dem Fuß.

MUNAS ZAUBERT WIEDER

Als Mittelpunkt unserer Offensiv-Bemühungen war vor allem Munas Dabbur federführend. Kaum hatte Schiedsrichter Johannesson die Partie angepfiffen, kamen wir über Stefan Lainer schon in Ballbesitz. Sein Zuspiel auf Dabbur gab dieser direkt in den Lauf von Fredrik Gulbrandsen ab. Das Zuspiel war aber etwas zu steil und Viitorul-Goalie Alexandru Buzbuchi konnte noch eingreifen. Wenig später gelang ihm dies aber nicht mehr, denn beim 1:0 durch Munas Dabbur in der 8. Minute war der Tormann chancenlos. Nach einem Doppelpass zwischen Dabbur und Hannes Wolf legte unser Youngster im richtigen Moment völlig uneigennützig für den besser postierten Israeli ab, der trocken zum frühen Führungstreffer verwerten konnte.

VIITORUL AUS DEM TRITT

Trainer Gheorghe Hagi hatte seine Startaufstellung im Vergleich zur ersten Begegnung komplett umgekrempelt. Nur der Torschütze aus dem Hinspiel, George Tucudean, Kapitän Bogdan Tiru sowie Ionut Vina, Ovidiu Herea und Marius Constantin waren noch im Aufgebot des rumänischen Startrainers. Auf seinen Topstürmer Tucudean musste er aber schon bald verzichten, denn dieser musste nach 20 Minuten bereits vorzeitig verletzungsbedingt ausgetauscht werden. Unterdessen hatten die Rumänen alle Hände voll zu tun, um die zahlreichen Angriffe der Rose-Elf in den Griff zu bekommen. Es dauerte auch nicht lange, bis wir die Hintermannschaft des Gegners erneut komplett außer Tritt brachten und diese Chance zum 2:0 nutzten. Nach einem Pass von Hannes Wolf ließ Fredrik Gulbrandsen Gäste-Goalie Buzbuchi keine Chance und verwertete sicher zum 2:0.

PURE SPIELFREUDE

In den Schlussminuten der ersten Hälfte spielten sich unsere Jungs regelrecht in einen Rausch und unterhielten ihr Publikum mit Spielwitz und purer Spielfreude. Wir waren dem Gegner in allen Belangen überlegen und dominierten das Spielgeschehen nach Belieben. Vor dem Pausenpfiff, der Dabbur, Berisha und Co. beinahe ungelegen zu kommen schien, hatten wir noch zwei sehr sehenswerte Chancen, um den Vorsprung auszubauen. Zuerst bediente Valon Berisha mit einem „Ferserl“-Pass Munas Dabbur, der aus kurzer Distanz zum Abschluss gekommen wäre, doch diesmal war Goalie Buzbuchi wachsam. Kurz danach segelte Duje Caleta-Car mit dem Abschluss per Kopf nur knapp an einem Torerfolg vorbei. Mit einer 2:0-Führung zur Pause konnten wir zu diesem Zeitpunkt aber ohnehin gut leben.

Frühe Entscheidung

Mit Betonung auf „vorerst“. Gleich nach Wiederanpfiff ging es munter weiter und nach nur vier Minuten war der Ball abermals im Tor des Gegners. Der Treffer zählte aber leider nicht, denn beim Zuspiel von Stefan Lainer stand Marc Rzatkowski um Haaresbreite im Abseits. Die nächste Chance ergab sich dank kräftiger Mithilfe des Gegners postwendend. Nach einem Foul von Hodorogea an Gulbrandsen entschied der Unparteiische zu Recht auf Elfmeter. Valon Berisha übernahm die Verantwortung und trat den Strafstoß sicher zum 3:0 in die Maschen. Damit war klar, dass bei einem Gesamtscore von mittlerweile 6:1 der Aufstieg unserer Mannschaft gesichert war.

Frischer Wind in der Schlussoffensive

Daher schonte Marco Rose die Kräfte seiner Stammspieler und brachte Schritt für Schritt neue Kräfte ins Spiel. So kamen unter anderem mit Amadou Haidara und schon wenige Minuten davor Patson Daka zwei seiner Schützlinge aus der Youth League zu einem internationalen Einsatz. Das Salzburger Publikum würdigte die Schlussoffensive unserer Mannschaft immer wieder mit viel Szenenapplaus, Sprechchören und Standing Ovations. Und just in dem Moment, als sich in den Schlussminuten keine größeren Torszenen mehr ankündigten, war es Amadou Haidara, der es nochmal so richtig laut werden ließ in der Red Bull Arena. Mit einem absoluten Sensationstor, bei dem er sich an der Eckfahne den Ball erkämpfte, entlang der Strafraumgrenze zur Mitte vordringen konnte, abzog und mit einem satten Schuss den finalen Treffer erzielte – somit stand es 4:0 für unsere Jungs. Es war ein Sieg mit Ansage, denn Trainer Marco Rose wollte mit seiner Mannschaft das Ergebnis aus dem Hinspiel zumindest bestätigt wissen, und genau so war es dann auch gekommen.

STATEMENTS

Marco Rose:

Ich bin ein Stück weit richtig stolz auf meine Mannschaft, denn sie hat von Beginn an klar aufgezeigt, hat schöne Tore herausgespielt, ein unterhaltsames Spiel gezeigt und obendrein auch noch zu null gespielt. Es ist ein weiterer Meilenstein für uns und Lohn für die harte Arbeit.

Reinhold Yabo:

Wir sind überglücklich und stolz, dass wir den Aufstieg geschafft haben. Wir wollten das Rückspiel genauso angehen wie das Hinspiel, und das ist uns wohl gelungen. Wir haben uns den Sieg hart erarbeitet, denn wir wissen alle, dass der Fußball oft seine eigene Geschichte schreibt und so ein Spiel auch mal unglücklich kippen kann. Das wollten wir auf jeden Fall vermeiden.

Alle Stimmen gibt es zum Nachhören in unserem AUDIOPLAYER!

Vorschau

Die Auslosung für die Gruppenphase der UEFA Europa League (zwischen 14. September und 07. Dezember 2017) erfolgt am Freitag, den 25. August 2017 ab 13:00 Uhr im Grimaldi Forum in Monte Carlo.

In der Meisterschaft stehen uns gleich zwei Topspiele bevor. Am Sonntag, den 27. August 2017 (16:30 Uhr) treffen wir auswärts im Duell um die Tabellenführung auf Leader SK Sturm Graz. Nach der Länderspielpause steht dann noch am 10. September 2017 (16:30 Uhr) der Heimspiel-Schlager gegen den SK Rapid Wien auf dem Programm. Ein hartes Stück Arbeit steht uns in den kommenden Wochen also noch bevor.