Takumi Minamino und Duje Caleta-Car feiern ihr Pflichtspiel-Jubiläum

Takumi Minamino und Duje Caleta-Car sind – gemessen an ihren PflichtspielEinsätzen – zwei der drei jüngsten Spieler des FC Red Bull Salzburg, die sich zum elitären Club der 100er zählen dürfen.

Der jüngste Spieler, dem das bisher gelungen ist, war Valentino Lazaro, der insgesamt 121 Spiele für die Roten Bullen absolvierte. Während Takumi nach langer Verletzungspause endlich wieder fit und einsatzbereit ist, hat Duje bis auf eine Gelbsperre beim Auswärtsmatch gegen die Admira alle Pflichtspiele in der laufenden Saison über die volle Distanz absolviert. Der junge kroatische Nationalteamspieler hat damit die meisten Einsatzminuten in den Beinen.

Da möchte man doch meinen, die kurze Zwangspause wäre dem zweikampfstarken Innenverteidiger ganz gelegen gekommen, doch das hörte sich mit seinen eigenen Worten ganz anders an:

Diese Sperre ist echt ärgerlich, denn dann hätte ich mein 100. Pflichtspiel schon und vielleicht Taki schon überholt (lacht). Aber schlimmer wäre es, wenn ich gegen Rapid oder die Austria gesperrt gewesen wäre. Aber wir haben mit Jerome ja einen sehr guten Innenverteidiger, und er hat das richtig gut gemacht.

Während Duje Caleta-Car also heute im Heimspiel gegen Altach die „100“ anschreibt, hat Takumi Minamino sein Jubiläum im Cup-Achtelfinale gegen Bad Gleichenberg gefeiert. Darauf musste er allerdings lange warten, denn nach langer Verletzungspause kam er im Cup erstmals wieder zu einem Startelf-Einsatz. Zwar hat Taki deutlich weniger Einsatzminuten als Duje auf dem Tacho, aber dafür eine ganz beeindruckende Torstatistik vorzuweisen. In 5.897 Spielminuten hat er 33 Tore erzielt und trifft damit im Durchschnitt 2,97 Mal pro Spiel. Eine ähnliche Bilanz hatte nur Salzburgs Torjäger-Legende Jonatan Soriano. Sechs seiner 33 Treffer, die er in insgesamt 24 Spielen einnetzte, waren „Game winning Goals", und insgesamt erzielte der Japaner sieben Mal jeweils mehr als ein Tor in einem Spiel. Einen ganz besonders guten Torriecher hatte er beim 6:1-Auswärtsieg am 19. Februar 2017 gegen die SV Ried, wo er gleich drei Mal hintereinander traf. Aber welches Tor ist ihm bisher am besten in Erinnerung geblieben?

Takumi Minamino antwortete wie aus der Pistole geschossen …

Mit meinem Siegestreffer in der 86. Minute gegen die Wiener Austria haben wir im Frühjahr den Meistertitel fixiert. Das werde ich nie vergessen. Das war ein unglaubliches Glücksgefühl. 

Übrigens hat auch Duje Caleta-Car ein Lieblingstor, allerdings war es Takumi, der ihn daran erinnern musste:

Stimmt! Taki hat recht! Jedes Tor, das man gegen einen Topgegner erzielt, ist etwas Besonderes. Mein Lieblingstor war das Kopfballtor gegen Rapid Anfang April. Beim Stand von 0:1 hab ich ausgerechnet in der Rapid-Viertelstunde den Ausgleich erzielt. Da war es mal kurz still im Weststadion (lacht).

Obwohl die beiden noch sehr jung sind, zählen sie zu den routinierten Spielern bei den Roten Bullen, die aber dennoch sehr viel Entwicklungspotenzial haben. Takumi haderte lange mit seiner Rolle als „Joker“, doch mittlerweile weiß auch er, was seine Qualitäten sind. Er wirkt viel erwachsener und selbstbewusster als noch vor einem Jahr:

Ich vertraue meinen Trainern und bin froh, dass sie erkannt haben, wo meine Stärken liegen. Ich brauchte in erster Linie mehr Selbstvertrauen, und das bekommt man als Stürmer eben über Tore. Je länger ich im Spiel war und keinen Treffer erzielen konnte, desto schwieriger wurde es für mich. Kurioserweise hat es mir damals tatsächlich geholfen, nicht so oft von Beginn an eingesetzt zu werden. Jetzt fühle ich mich bereit, auch öfter über die volle Distanz zum Einsatz zu kommen.

Erfahrung sammelte Duje Caleta-Car zuletzt besonders an der Seite von Abwehrchef Paulo Miranda, aber auch Alexander Walke und Co-Trainer Rene Aufhauser zählt er zu jenen Menschen, die ihm im letzten halben Jahr maßgeblich dabei geholfen haben, sich weiterzuentwickeln:

Ich bin ja erst am Beginn meiner Entwicklung und möchte noch viel dazulernen. Aber es stimmt, wenn man schon so viele Spiele gespielt hat, wie ich in dem Alter, gehört man nicht mehr wirklich zu den jungen Spielern. Aber genau darum geht es ja, Erfahrung kannst du nur mit Spielzeit sammeln, und das ist mir bis jetzt gut gelungen.  

Paulo und Duje bilden aktuell das zweikampfstärkste Innenverteidiger-Duo der Liga, aber die beiden harmonieren nicht nur auf dem Rasen sehr gut miteinander, sondern sind auch privat sehr gut befreundet.

Mit Paulo verstehe ich mich großartig! Wir können einander auf dem Platz blind vertrauen. Wir unterhalten uns in allen möglichen Sprachen, im Spiel aber sprechen wir Deutsch – mehr oder weniger (lacht): Vor! Zurück! Links! Rechts! … das versteht er!

Wir gratulieren unseren beiden 100ern von ganzem Herzen und wünschen ihnen, dass noch viele weitere Spiele im Dress der Roten Bullen dazukommen werden!