Torschützen: Milik (10.), Ruiz (18.), Onguene (58./ET)

Unsere Burschen werden im Hinspiel des UEFA Europa League-Achtelfinales in Neapel leider eiskalt für ihre individuellen Fehler bestraft und müssen trotz einer ausgeglichenen Bilanz an Torschüssen mit einem 0:3 die Heimreise antreten.
 

Spielbericht

Unsere Burschen zeigten einen starken Beginn, störten frühzeitig und prüften gleich in der Anfangsphase durch Hannes Wolf und Munas Dabbur zwei Mal Napoli-Schlussmann Alex Meret. Die Abschlüsse waren jedoch leider zu harmlos und führten somit nicht zum Erfolg. Der SSC Napoli konnte sich nach zehn Spielminuten dann leider rasch aus unserem druckvollen Pressing befreien und früh die Führung erzielen. Dries Mertens mit dem perfekten Ball in die Spitze auf Arkadiusz Milik, der polnische Nationalspieler umkurvte Alexander Walke und stellte prompt auf 1:0 (10.). Nachdem kurz darauf ein Lupfer von Patson Daka zwar im Tor gelandet war, aber wegen einer Abseitsstellung nicht gezählt hatte, waren es erneut die Neapolitaner, die nachlegten. Andreas Ulmer klärte per Kopf unglücklich genau zu Jose Callejon, der für Fabian Ruiz ablegte, und dieser netzte volley zum 2:0 ein (18.). Im weiteren Verlauf agierten die Hellblauen abgebrüht, zeigten ihre Qualität und ließen nur wenig zu. Wir blieben dennoch unseren Prinzipien treu, versuchten, die Italiener mit hohem Pressing unter Druck zu setzen und kamen durch Stefan Lainer (21.) und Zlatko Junuzovic (41.) zu Torchancen aus der zweiten Reihe – der Ball fand jedoch nicht den Weg ins Tor. Nach 45 Spielminuten endete eine vom SSC Napoli dominierte erste Hälfte mit 2:0.

Wie zu Spielbeginn gelang unseren Burschen auch in Durchgang zwei ein sehenswerter Start, diesmal sogar mit einer Riesenmöglichkeit: Hannes Wolf bediente mustergültig Munas Dabbur, der im Strafraum sofort abzog, doch Napoli-Schlussmann Alex Meret konnte sich mit einem tollen Beinreflex auszeichnen (47.). Danach ließ die nächste Topchance der Hellbauen nicht lange auf sich warten. Arkadiusz Milik mit der Kopfballverlängerung auf Dries Mertens, der unseren beiden Innenverteidigern enteilte und Richtung Tor zog, die hundertprozentige Möglichkeit jedoch ausließ. In der 58. Spielminute landete der Ball dann doch in unserem Netz, nachdem Jerome Onguene beim Klärungsversuch das Leder ins eigene Tor geköpft hatte – somit 3:0 für den SSC Napoli. Elf Minuten später klärte Andre Ramalho eine Riesenchance der Italiener per Kopf knapp vor der Linie, nachdem Jose Callejon völlig frei stehend am zweiten Pfosten zum Volley-Abschluss gekommen war, und verhinderte damit einen noch höheren Rückstand. Eine Viertelstunde vor Schluss war das Glück erneut auf unserer Seite, als Arkadiusz Milik das Spielgerät nicht nur an unserem Schlussmann, sondern auch am Pfosten vorbei ins Toraus spitzelte. Im Finish hatte der eingewechselte Fredrik Gulbrandsen noch zwei Topchancen, das enorm wichtige Auswärtstor blieb uns aber leider verwehrt. Somit bedarf es in einer Woche in unserer ausverkauften Heimstätte definitiv einer Sternstunde, um doch noch den Aufstieg ins Viertelfinale zu schaffen.
 

Statements

Marco Rose:

Wir haben uns natürlich mehr vorgenommen. Dennoch ist uns ein sehr guter Start mit der Chance auf die schnelle Führung gelungen. Dann haben wir aber rasch die Gegentore bekommen und so war es bis zur Pause insgesamt schwierig für uns. In der zweiten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch. Es hätte noch höher ausgehen können, aber wir hätten bei den Chancen auch drei Tore machen können. Wir werden auf jeden Fall im Rückspiel alles reinhauen und werden dann schauen, was der Abend so bringt.
 

Stefan Lainer:

Es ist sehr ärgerlich, weil wir unsere Stärken heute nicht richtig auf den Platz gebracht haben. Wir wollten noch aggressiver und bissiger in die Zweikämpfe gehen. In der ersten Halbzeit sind wir zwar gut gestartet, haben dem Gegner dann aber zu viel Raum gelassen. Wir müssen uns somit einige Dinge anschauen, die wir im Heimspiel besser machen müssen. Die Chance lebt natürlich noch, vor allem mit unseren Fans im Rücken.
 

Andreas Ulmer:

Wir sind gut gestartet und haben dann leider komplett den Faden verloren. Aber auch nach dem 0:2 haben wir weiter versucht, Fußball zu spielen, konnten unsere Chancen aber nicht nutzen und waren nicht immer mutig genug. Es ist schade, es wäre definitiv mehr drin gewesen.
 

WECHSEL

Gulbrandsen für Daka (61.), Mwepu für Junuzovic (62.), Minamino für Dabbur (75.)

Gelbe Karte

Schlager (54./Foul)

Nicht einsatzbereit

Pongracic (Oberschenkel)