Torschütze: Gulbrandsen (74.)

Mit einem völlig verdienten 1:0-Heimsieg gegen RB Leipzig gewinnen wir nicht nur das fünfte Spiel in der Gruppenphase, sondern fixieren auch den Gruppensieg und überwintern bereits zum sechsten Mal in der UEFA Europa League.
 

Spielbericht

Gegen enorm körperbetont aufspielende Leipziger – der deutsche Bundesligist sah in den ersten neun Spielminuten bereits zwei Gelbe Karten – starteten wir mit extrem breiter Brust, pressten von Beginn an enorm früh drauf und drängten RB Leipzig weit in die eigene Hälfte. In der Anfangsphase kamen die Sachsen somit gar nicht erst zu Umschaltsituationen, während wir mehrmals gefährlich vor dem Leipziger Tor auftauchten. So auch bei unserer ersten Topmöglichkeit in der 20. Minute, als Munas Dabbur das Spielgerät sehenswert über die Verteidigung der Rangnick-Elf chipte. Fredrik Gulbrandsen übernahm aus der Drehung volley, doch sein Abschluss fiel leider zu zentral aus und landete so direkt in den Armen von RBL-Goalie Yvon Mvogo. Nach einer halben Stunde fanden die Gäste dann allmählich Zugriff auf das Spiel, strahlten aber in keinster Weise Gefahr aus – kein einziger(!) nennenswerter Torschuss der Leipziger war fast ein Armutszeugnis für die Gästeoffensive. Kurz vor dem Pausenpfiff rutschte dann Andre Ramalho unglücklich weg, Timo Werner, der bis dato überhaupt nicht in Erscheinung getreten war, zog aufs Tor, setzte den Abschluss aber einen Meter neben die Stange. Somit gingen wir zwar mit spielerischen Vorteilen für unsere Burschen, aber ohne Tore in die Halbzeitpause.

Highlights, FC Salzburg, RB Leipzig

Auch nach Wiederbeginn sahen die 29.520 Zuschauer im ausverkauften Stadion eine taktisch geprägte Begegnung mit mehr Spielanteilen für unseren Burschen und deutlich mehr Aktionen in der gegnerischen Gefahrenzone – vorerst aber noch ohne Torerfolg. Es dauerte bis zur 72. Spielminute, ehe sich die nächste Topchance auf unserer Seite ergab. Xaver Schlager mit der perfekten Ballmitnahme und dem anschließenden Querpass vor das Leipzig-Tor, wo Fredrik Gulbrandsen jedoch haarscharf nicht ans Spielgerät kam. Nur zwei Minuten später stand unser Norweger dann aber goldrichtig, beförderte einen Ulmer-Querpass mit viel Gefühl ins Tor von RB Leipzig und brachte unser Team so mit 1:0 in Front (74.). Kurz darauf kam Timo Werner zur postwendenden Ausgleichschance, aber Alexander Walke drehte seinen Schuss mit einer tollen Parade über die Querlatte. In der 81. Minute hatte schließlich der eingewechselte Takumi Minamino die Entscheidung auf dem Fuß, oder besser gesagt auf dem Kopf, setzte den Kopfball vor dem leeren Tor jedoch daneben. Die Enttäuschung darüber sollte allerdings schnell verfliegen, da wenig später der Schlusspfiff ertönte und somit der völlig verdiente 1:0-Sieg unserer Burschen amtlich war. Dies bedeutete sowohl den Gruppensieg als auch den vorzeitigen Aufstieg in die K.-o.-Phase der UEFA Europa League.
 

Statements

Marco Rose:

Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und genieße einfach den Moment. Wir haben in den letzten eineinhalb Jahren zwar viele davon gehabt, aber es ist nie eine Selbstverständlichkeit, und deshalb ist es wichtig, dass wir uns heute alle richtig freuen und feiern. Unsere Jungs waren einfach von der ersten Minute an wieder bereit. Wir haben wenig zugelassen, schießen dann ein tolles Tor, und deshalb bin ich besonders stolz. Es war eine außergewöhnliche Atmosphäre und Stimmung, ich liebe Europapokal in Salzburg. Das ist schon eine Festung hier. Vielen, vielen Dank an die Zuschauer und Fans für die Unterstützung heute.
 

Hannes Wolf:

Durch die hervorragende Stimmung hatten wir heute das ganze Spiel Gänsehautfeeling und sind überglücklich, dass wir die drei Punkte eingefahren haben. Wir haben das Spiel super begonnen und haben gefühlt sehr viel in deren Hälfte gespielt. Über die 90 Minuten gesehen waren wir die bessere Mannschaft und haben somit verdient gewonnen.
 

WECHSEL

Minamino für Gulbrandsen (76.), Daka für Wolf (87.), Prevljak für Dabbur (90.+2)

Gelbe Karten

Lainer (31./Foul), Schlager (90.+3/Unsportlichkeit)

Nicht einsatzbereit

Van der Werff, Haidara (beide Knie), Ludewig (Gehirnerschütterung) und Yabo (Wade)