Bremsblock WAC

Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 28. Runde in der Tipico Bundesliga

Zwei statt sechs. Mit dem Doppel-Remis lähmte der WAC unsere Meister-Challenge. Dass wir binnen vier Tagen zwei Mal von den Lavanttalern ausgefuchst wurden, lässt Zweifel an unserer Dominanz.

0:0 und 2:2, für den WAC wie zwei Siege. Für uns, angesichts der Gemengelage, kein Beinbruch. Und dennoch: Die Fehler nach dem Remis in Kärnten waren glasklar, das Gelöbnis zur Besserung ohne Zweifel. Fehler ausmerzen, Qualität zeigen, das sollte reichen, so der Tenor danach. Das Vertrauen in die eigene Qualität sollte ein trügerisches sein. Trotz konträren Spielverlaufs stellte sich ein kongruentes Ergebnis ein.

Ermüdung, Rotation, Konzentration, Glück: Sie alle taten das ihrige zum gestrigen Unentschieden. War es in Kärnten vor allem das eng karierte Abwehrmuster des WAC, schienen wir uns daheim selbst um den Lohn gebracht zu haben. Zwei Treffer in Führung, den dritten am Schlappen, und trotzdem reichten vier Minuten. Man kann sie, so man freundlich ist, als Momente individueller Brillanz titulieren. Ist man überhart, spricht man von Unachtsamkeiten. Die Wahrheit liegt wohl dazwischen. Klar, es war mit Michael Liendl und Shon Weissman in der zweiten Halbzeit mehr Qualität am Rasen. Ebenso wahr, dass 90 Minuten vollste Konzentration im Viertagesrhythmus geistige Akrobatik erfordert.

Stellvertretend dafür stehen die Gegentore, beide nach Flanken. Situationen, die sich durch besseres Stellungsspiel und Koordination vielleicht verhindern lassen. Da geht es um Nuancen, die sich in Zentimetern determinieren.

Vor einigen Spielen diskutierten wir die Effizienz anhand des Expected Goals-Index. Dank der Qualität unserer Chancen hätten wir laut ebendiesem statistisch 2,25 Tore erzielen müssen. Unsere zwei Treffer stellen somit eine leicht unterdurchschnittliche Ausbeute dar. Bemerkenswert ist allerdings der xG des WAC: 0,52 soll, 2 ist. Krass effizient.

So wirkt es zu Recht so, als hätten wir uns unglücklich die Butter vom Brot nehmen lassen. Zwei Punkte gegen den WAC sind, bei allen Maßstäben, keine überwältigende Ausbeute. Durch die drei verlorenen Zähler unseres schärfsten Verfolgers Rapid gegen Hartberg schmerzen sie aber nicht sonderlich. Sechs Punkte liegen wir nun vor den Hütteldorfern, gegen die wir den Meistertitel im kommenden direkten Duell mit einem Sieg praktisch besiegeln können.

BL-28: RBS vs. WAC