Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 12. Runde in der Tipico Bundesliga

Frühe Führung, unnötige Spannung, späte Erlösung: Es war ein durchwachsener Nachmittag mit Happy End. Drei Punkte, Mund abwischen, weiter geht’s!

Es hätte ein gewöhnlicher Nachmittag werden können. Mit Toren, Applaus und drei Punkten. Stattdessen wurde es ein stressiger, mit Gegentoren, Frustration und Kraftaufwand. Aber von vorne.

Wie schon von Jesse Marsch angedeutet, gingen wir im 5-3-2 in die Begegnung. Ein Umstand, der nach der Vielzahl an Gegentoren in den vergangenen Spielen für Sicherheit sorgen sollte. Taxiarchis Fountas versuchte in der ersten Halbzeit, die Halbräume zu besprinten, die aufgrund des Extramannes in der Defensive einfach nicht existierten. So wirkte Rapid geradezu zahm in seinen Offensivbemühungen. Defensiv schienen die Grün-Weißen mit dem Tempo von Hwang und Haaland schlichtweg überfordert. Die beiden Elferfouls an Big Earl unterstreichen das eindrucksvoll. Unterstrichen und fett lässt sich auch die Uneigennützigkeit unseres Norwegers markieren. Obwohl erster Penaltyschütze, überließ er einmal Szoboszlai, einmal Hwang den Strafstoß, ehe er selbst aus dem Spiel traf. Das zwölfte Ligator für Haaland, das ihn auch im Rennen um den Goldenen Schuh konsequent im Feld der Top 10 hält.

Dann folgte das, was in letzter Zeit unvermeidlich scheint: ein Gegentor zum ungünstigsten Zeitpunkt. Gut und gerne hätte es zur Halbzeit 3:0 stehen können. So stand es 2:1, und der Drops war eben noch nicht gelutscht.

Ein absurdes Bild gab die zweite Halbzeit ab. Völlig wider Erwarten kam Rapid nicht mit schäumendem Mund aus der Kabine. Ganz im Gegenteil, obwohl viel gescholten, sahen die Hauptstädter nicht eine Gelbe Karte. Es war ihre Lethargie, die sich im Stil eines Virus auf uns ausbreitete. Viel Krampf, wenig Präzision, kein Pressing: Jesse Marsch erklärte es mit Müdigkeit. Einzig Zlatko Junuzovic riss die Zügel an sich. 101 Ballaktionen und 79 Pässe spielte der Maestro. Damit war er auch auf dem Papier der einflussreichste Akteur. Mangels Bewegung in der Spitze verpufften seine Bemühungen aber.

Stattdessen war es wieder Rapid, das durch Mateo Barac den vermeintlichen Lucky Punch landete. Nur zwei Mal schossen die Grün-Weißen auf das Tor, beide Male mit Erfolg. Ob Pech oder Effizienz der Gegner, es passiert zu häufig in letzter Zeit. Da kann man Carlos Coronel in seinem erst zweiten Bundesliga-Einsatz nicht einmal einen Vorwurf machen. Die Mehrzahl der Flanken pflückte er aus dem Salzburger Abendhimmel.

Dorthin ging auch sein Jubel, als Sladdi in der 94. Minute den Ball in die Bude schweißte. Es war das neunte Freistoßtor von Junuzovic in seiner Karriere, das zweite im Trikot der Roten Bullen. Gleichzeitig war es das 18. Gamewinning Goal des Ex-Nationalspielers, ein wahrer Gamechanger!

BL-12: RBS vs. SCR