Zum Staunen

Interessante Zahlen, Daten und Fakten zur 24. Runde in der Tipico Bundesliga

Nachspielzeiten schreiben sich schwerer, je besser unsere Burschen spielen. Sie sind im Normalfall eine Fehlersuche, mit, da und dort, leichten Anflügen von Lob. Dieses Konzept schmeißen wir heute über Bord, eine Lobpreisung.

Viel hätten wir uns erträumt, einen solch idealen Restart aber in unseren kühnsten Träumen nicht. Zwei Siege, das wäre ja Programm bei unseren Roten Bullen, sie verwundern uns nicht. Vielmehr ist es die Manier, in der wir unseren Vorsprung auf nun sieben Zähler ausgebaut haben. Ein gelungener Balanceakt zwischen Defensive und Offensive, die Patson Daka seinen dritten Hattrick in dieser Saison einbrachte und Cican Stankovic den 41. Clean Sheet im 100. Spiel für den FC Red Bull Salzburg feiern lässt. Das ist nicht nur ein Umstand, der uns freut, sondern einer, der es wert ist, ihm auf den Grund zu gehen.

Jeder Schuss ein Treffer

Selten stimmte die oft bediente Floskel mehr als in der Anfangsphase. Zwar kann man nicht behaupten, wir träfen aus allen Lagen, alle Tore erzielten wir in der Box, doch wir trafen mehr als erwartet, bei Weitem. Die Expected Goals sind ein Koeffizient, der die Qualität der Abschlüsse bewertet. Er setzt den Ort des Abschlusses (gut oder schlecht postiert) in Relation zum Ergebnis (Treffer oder kein Treffer). Gemessen daran hätten wir gestern 2,25 Tore erzielen müssen. Wie wir wissen, klingelte es sechs Mal. Eine Ode an die Effizienz.

Gnadenlose Effizienz ließen wir auch hinten walten. Über die vollen 90 Minuten ließen Andre Ramalho und Jerome Onguene nur fünf Ballverluste im eigenen Drittel zu. Das ist der Bestwert in dieser Saison. Auffällig dabei ist die Balance, die uns selten zu unbeabsichtigten langen Bällen zwingt und diese im Fall eines Verlusts auch schnell zurückgewinnen lässt. In der gestrigen Mittelfeldraute ließ sich Mo Camara als Sechser im Spielaufbau zwischen die Innenverteidiger fallen. „Regista“ nennt das der Fußballfachmann. Als solcher garantierte er immer eine Anspielstation.

Das zeigt sich auch in der Entstehung der Treffer von Sekou Koita zum 4:0 und Noah Okafor zum 6:0. Beide gingen auf Ballgewinne in der eigenen Hälfte zurück. Die sichere Ballzirkulation wurde überfallsartig zu einem öffnenden Pass, der jeweils mit einem erfolgreichen Abschluss gekrönt wurde.

Torentstehungen - 2 Bilder

Das alleine ist aber noch nicht schön genug. Das Ergebnis im Verfolgerduell zwischen dem LASK und dem WAC hätte nicht besser sein können. Agent Tetteh war es, der in der Nachspielzeit noch zum 3:3 ausglich. Das gibt uns nun schon sieben Punkte Vorsprung auf den WAC und Rapid, acht Zähler auf den LASK. In der kommenden Runde treffen sich mit dem LASK und Rapid wieder zwei Verfolger, die sich Punkte nehmen werden. Es läuft alles für uns.

BL-24: TSV vs. RBS