Patson Daka im Spieltagsinterview

Patson Daka hat einen Lauf. Er erwartet ein hartes Duell gegen den WAC und um die Torjägerkrone, wie er uns im Interview erzählt.

Du schießt derzeit alle 60 Minuten ein Tor. Erling Haaland hatte einen Schnitt von 61 Minuten. Was bedeuten dir solche Statistiken?

„Natürlich bedeuten mir solche Statistiken etwas, weil Stürmer genau an solchen Zahlen gemessen werden. Es macht mich auch stolz, dass ich derzeit ganz gut treffe, weil ich meiner Mannschaft damit helfen kann und die Tore und Erfolge der Lohn für unsere gemeinsame Arbeit sind.

Auf den Leader der Torschützenliste Shon Weissman (25 Treffer) fehlen dir zwei Tore. Geht sich das noch bis zum Ende der Saison aus?

Shon Weissman ist ein unglaublich guter Fußballer, und ich bewundere seinen Instinkt vor dem Tor. Außerdem hat er derzeit auch einen ziemlichen Run. Es wird also schwer, ihn noch einzuholen, aber nichts ist unmöglich. Der Meistertitel ist mir aber ohnehin wichtiger als die Torschützenkrone.“

Diesmal kommt es zum direkten Duell zwischen euch. Ist das eine spezielle Motivation für das Match?

„Wenn die besten Torschützen der Liga aufeinandertreffen, spricht es sicher für die Qualität der Partie. Aber auch abgesehen von uns beiden erwarte ich mir heute ein qualitativ hochwertiges Match. Wolfsberg ist eine sehr gute Mannschaft, mit jungen hungrigen Spielern und ein paar sehr erfahrenen Jungs. Wir müssen wieder sehr konzentriert starten und werden versuchen, ihnen von Anfang an unser Spiel aufzuzwingen.

Manch ein Fan weiß vielleicht noch gar nicht, dass du eigentlich zufällig entdeckt worden bist …

„Ja, ich war in der Schule und habe gerade einen Test geschrieben, als Scouts von einem afrikanischen Talente-Förderprogramm ein Probetraining vorbereiteten. Ich bin gleich nach dem Test mit einem Freund hingegangen, und sie wollten gerade starten. Ich habe einen der Trainer gekannt, und er hat mir gesagt, ich soll schnell nach Hause laufen und mein Trainingszeug holen. Ich bin so schnell gelaufen, wie ich konnte, und wir durften am Training teilnehmen. Nach zehn Minuten haben sie mich dann plötzlich vom Platz genommen und gesagt: „Du bist dabei!“

2017 bist du dann nach Salzburg gekommen. Wie sehr hat dich der Weg über unsere Akademie geprägt?

„Ich sehe es als großes Glück, dass ich hierherkommen konnte. Ich war jung und so weit von zu Hause weg, aber hier wurde ich aufgenommen wie in einer Familie. Ich hatte nie Heimweh und war einfach nur glücklich. Dadurch konnte ich mich auch zu hundert Prozent auf den Fußball und meine Ausbildung konzentrieren.