Wer kam? Wer ging?

Alle Zu- und Abgänge des Jahres 2019

„It's the most wonderful time of the year!” Soweit der hinlänglich bekannte Text des Weihnachtsklassikers von Andy Williams. Geht es nach uns, könnte der Song auch der Transferzeit gelten. In keinem Moment liegen Ekstase und Herzschmerz näher beisammen, als wenn das Handy vibriert und eine Transfermeldung eintrifft. Kommt das Supertalent oder geht der Star des Teams? Das vergangene Jahr hat so manches Salzburger Herz strapaziert. Wir fassen das Kommen und Gehen der letzten zwölf Monate noch einmal zusammen.

Zugänge:

Max Wöber:

Von Amsterdam über Sevilla nach Salzburg. Der 21-jährige Wiener hat in kurzer Zeit viel gesehen. Bei unseren Roten Bullen akklimatisierte sich der Linksfuß schnell. Alle, die seine Verpflichtung kritisierten, brachte er mit seinen Auftritten in der KönigsCLasse zum Schweigen.

Rasmus Kristensen:

Kalt und regnerisch behagt dem kühlen Blonden. So war es nicht verwunderlich, dass sich Rasmus aus Amsterdam kommend in der Mozartstadt pudelwohl fühlen würde. Nach Farkis Schlaganfall war er gezwungen, den Laden rechts hinten alleine zu schmeißen, und erledigte das mit Bravour. You don't want to mess with Ras!

Maurits Kjaergaard:

16 Jahr, blondes Haar: Engelslocke Maurits kam im Sommer mit vielen Vorschusslorbeeren von Lyngby. Der Mittelfeldstratege verbrachte seine Zeit bislang beim Kooperationsverein FC Liefering. Nebenbei ließ er in der UEFA Youth League seine Klasse aufblitzen.

Benjamin Sesko:

16 Jahre und ein baumlanges Ungetüm: Unser Toptalent Ben Sesko verließ im Sommer seinen Jugendklub Domzale und checkte in Salzburg ein. Bei Liefering entzückte er mit Physis und seiner direkten Spielanlage. Schon der erste Blick verrät: Das ist einer wie Haaland!

Bryan Okoh:

Im Sommer packte der 16-Jährige vom Team Vaud in der Schweiz seine Sachen und zog zu den Roten Bullen. Beim Kooperationsverein FC Liefering eine feste Nummer, erledigt der Innenverteidiger mit dem Anblick eines High School-Strebers seine Aufgaben bislang mit bester Sorgfalt.

Luis Phelipe:

Brasilien kennt zwei Spielertypen: Raubeine à la Felipe Melo und Filigranos à la Neymar. Luis zählt zu Letzteren. Wenn unser 18-Jähriger am Ball ist, sind sämtliche Verteidigerknöchel in Gefahr. In Liefering ist er bereits angekommen, bei Testspielen spielte er auch schon unter Jesses Ägide.

Albert Vallci:

„Warum holt man einen 23-Jährigen von Wacker Innsbruck?” Diese Frage steht zu Beginn unserer Doku JEDER.MANN. Mittlerweile sollte sie sich erübrigt haben. In seinem ersten Jahr in Salzburg stellte er sich mit Übersicht und einem feinen Freistoßfüßchen bei den Fans vor!

Antoine Bernede:

Er kam, sah und diktierte. Unser Winterzugang von Paris Saint-Germain spielt Spiele nicht, er kontrolliert sie. Nach seinem Schienbeinbruch kämpfte er sich wie ein Löwe zurück. Im Frühjahr wird der Franzose wieder voll angreifen.

Abgänge:

Munas Dabbur:

Der Bärtige mit dem Teufelsgrinser bereitete uns über die Jahre viel Freude. Besonders, wenn es wieder auf die K.-o.-Phase in der EL zugeht, leben Erinnerung auf. Der Israeli stürmt jetzt für den FC Sevilla. In neun Einsätzen traf er bislang drei Mal.

Xaver Schlager:

Haare nach hinten, Stirnband tief, die strammen Waden marschieren … nach Wolfsburg. Unter Oliver Glasner ging es in der Liga gut los. Die Wölfe waren Ende Oktober neben Juventus das einzige Team in Europa, das ungeschlagen war. Danach ebbte die Form ab.

Stefan Lainer:

Das Salzburger Urgestein folgte dem Ruf von Ex-Trainer Marco Rose nach Mönchengladbach. Nun kaut sich der Wadenbeißer durch die deutsche Bundesliga – und das mit Erfolg. Die Fohlen waren für sieben Spieltage Tabellenführer.

Hannes Wolf:

Nein, nicht der Genk-Trainer! Unser Nachwuchsprodukt hatte bereits bei RasenBallsport Leipzig unterschrieben, als er sich bei der U21-EM eine Knöchelfraktur zuzog. Der Pechvogel fiel beinahe für die gesamte Hinrunde aus. Seit seiner Genesung kam er erst auf 14 Einsatzminuten.

Diadie Samassekou:

Ähnlich wenig Glück hatte Diadie Samassekou nach seinem Wechsel zu Hoffenheim. Nach gerade einmal 33 Einsatzminuten zog er sich gegen Bayer Leverkusen einen Muskelfaserriss zu. Mittlerweile ist er zurück und spielt auch wieder über 90 Minuten.

Freddie Gulbrandsen:

Der Europa League-Held schreibt in Istanbul das nächste Kapitel seiner EL-Geschichte. Mit Basaksehir boxte er in buchstäblich letzter Minute Mönchengladbach aus dem Bewerb. Allerhand, der Norweger.

Christoph Leitgeb:

Nach zwölf Jahren bei den Roten Bullen ging der Ewige back to the Roots. Bei Sturm Graz startet er zwar nicht in jeder Partie, doch im System von Coach El Maestro spielt er mit seiner Erfahrung eine wichtige Rolle.

Amadou Haidara:

Im Winter trat Doudou den Wechsel nach Leipzig an. Wie viele seiner Kollegen durchlebte auch er eine Verletzungsmisere. Nach seiner Kreuzbandverletzung lief der Restart schwer. Beim deutschen Tabellenführer konnte er noch kein Stammleiberl an sich reißen.

Romano Schmid:

Klein, aber oho. Keine 1,70 m ist Romano groß, doch in der Bundesliga sorgt er für Furore. Da vergisst man fast, dass er eigentlich zu Werder Bremen gewechselt ist. Von der Nordsee wurde er aber umgehend zum WAC verliehen, wo es bislang überragend läuft.

Weitere Abgänge:

Igor wechselte nach seiner Leihe zur Wiener Austria im Sommer zu SPAL Ferrara. Mathias Honsak war an Holstein Kiel verliehen. Er blieb in Deutschland und unterschrieb fix bei Darmstadt. Asger Sörensen saß nach einer Langzeitleihe nach Regensburg für ein halbes Jahr in Salzburg und entschied sich im Sommer für einen Transfer zu Nürnberg. Reinhold Yabo wechselte im Winter zu Arminia Bielefeld. Marc Rzatkowski machte seine Leihe zu den Red Bulls NY permanent. Goalie Airton zog es in die brasilianische Serie B zu Pelotas. Mittlerweile kickt er bei America-MG.