Torschützen: Daka (9.), Okafor (90.+1)

Mit einer konzentrierten Leistung setzen wir einen großen Schritt in der Meisterrunde. Das 2:0 als Auftakt nach Maß.

Spielbericht

Freud und Leid, sie können so knapp beieinanderliegen. Die Euphorie der Wenigen im Stadion, dass die Bundesliga wieder losgeht, währte nicht lange. Schon nach zwei Minuten verletzte sich Christopher Dibon schwer. Eine jähe Hiobsbotschaft, die Rapid dazu veranlasste, Passivität walten zu lassen. Bei uns flutschte das Bällchen durch die Stationen. Andi Ulmer fand mit Übersicht Patson Daka, der sich mit Wucht in die Höhe schraubte und den Ball über Strebinger hinweg ins Tor beförderte (9.).

Vom Schock erwacht, machte jetzt auch Rapid mehr fürs Spiel. Vor allem in hohen Bällen suchten sie fortan ihr Heil. Fast mit Erfolg, als zwei Grün-Weiße Cican Stankovic in die Mangel nahmen und der Ball Richtung Linie hüpfte. Schiri Eisner entschied jedoch auf Abseits von Schwab. Die Glücksfee meinte es nicht gut mit Rapid. Auch der für Dibon eingewechselte Sonnleitner musste mit einer Muskelverletzung frühzeitig vom Feld.

In puncto Spielgeschehen blieb die Begegnung ereignisarm. Einzig Junuzovic versuchte es sehenswert aus der Distanz, doch Strebinger war auf der Hut. Ähnlich verfuhr auch der Rest der Rapid-Abwehr mit unseren Angriffsbemühungen. Die engen Tiefenabstände des Hütteldorfer Tannenbaumsystems erlaubten kaum Pässe in die Zwischenräume. So endeten die ersten 45 Minuten mit einem knappen 1:0 für unsere Roten Bullen.

BL-23: RBS vs. SCR

In der ersten Halbzeit noch oft vermisst, stand der Beginn der zweiten 45 Minuten im Zeichen des Pressings. Schnelle Abschlüsse nach hohen Ballgewinnen waren jetzt auf dem Menü. Hwang wuchtete ein Fluggeschoss auf den Wiener Kasten. Da fehlte nicht viel! So auch wenige Minuten später, als Domi Szoboszlai nach einem Freistoß das Aluminium prüfte.

Mit der Einwechslung von Jerome Onguene gab Jesse Marsch dem Geschehen eine andere Richtung. Wir waren jetzt mit Dreierkette zugange. Sicherheit ging vor, die Härte nahm zu, die Begegnung wurde zerfahrener.

Erst nach gut zehn Minuten kam wieder mehr. Der unermüdliche Hee Chan Hwang hatte nach einer sehenswerten Vorarbeit des eingewechselten Karim Adeyemi den Matchball am Fuß. Da fehlte nicht viel. Die Rapidler bestritten die letzten 15 Minuten zu zehnt. Nach ihrem finalen Dreierwechsel hatte Murg noch nicht einmal einen Ballkontakt, ehe er humpelnd das Spielfeld verließ.

In der Schlussphase hatte man nicht den Eindruck, dass Rapid uns den Sieg noch streitig machen könnte. Ob der knappen Führung blieben die Kommandos von der Bank aber hektisch. In der Verlängerung brachte Noah Okafor dann doch die Gemüter zur Beruhigung. Von Adeyemi in Szene gesetzt, blieb er im Duell mit Strebinger cool und schob ein (90.+1).

Ein Sieg ohne Schnickschnack, auch ohne Gefährdung, ein Start nach Belieben.

Stimmen nach dem Spiel gegen Rapid

Statements

Jesse Marsch

Rapid hat in der ersten Halbzeit sehr intensiv gegen den Ball gespielt. Wir mussten mit unserer vollen Mentalität dagegenhalten. Es war gefährlich für uns. Aber schlussendlich haben wir Rapid nur einen Torschuss gelassen. Wenn wir das in den nächsten Spielen auch hinbekommen, haben wir eine gute Basis, denn wir können noch besser sein.

Noah Okafor

Wir haben das Spiel bestimmt, aber in den wichtigen Momenten zunächst zu selten die Ruhe bewahrt. Wir hätten uns einen Gefallen getan, wenn wir früher das entscheidende zweite Tor erzielt hätten. Schlussendlich ist es uns dann doch noch geglückt. Somit war es ein starker Auftakt.

Wechsel

Onguene für Ashimeru (59.), Adeyemi für Daka (68.), Okafor für Hwang (83.)

Gelbe Karte

Hwang (66./Foul)

Nicht einsatzbereit

Kristensen (Oberschenkel), Okugawa (Oberschenkel)