Betriebsunfall

Schonkost war zu wenig für eigenen Hunger

Nach drei Siegen gegen unsere schärfsten Konkurrenten fehlte gegen die WSG der letzte Nachdruck. Es lief auf ein Remis hinaus, ehe der Silberberger-Truppe noch der Lucky Punch gelang.

Woran hat’s gelegen?

Das fragt man sich natürlich immer. Gleich zu Beginn müssen wir für die Tiroler eine Lanze brechen. Das war keine Sensation, kein Once in a Lifetime, sie sind ein besseres Fußballteam, als man es ihnen landläufig zuspricht. Kaum jemand schafft es, uns für eine ganze Halbzeit ein Mehr an Ballbesitz abzunehmen. Ebenso wenige schaffen es, zwei Mal von Rückständen zurückzukommen und, zur Krönung, das Ding auch noch zu gewinnen.

Es war eine Frage der Effizienz, die letztendlich das Pendel in Richtung der Truppe von Thomas Silberberger ausschlagen ließ. Drei zu acht Schüsse auf das Tor, aber eben auch drei zu zwei Tore. Die Chancen auf einen Sieg wären da gewesen, nur an der Auswertung mangelte es. So kam es, dass eine durchschnittliche Leistung, die in der Vergangenheit so häufig für einen Sieg gereicht hatte, diesmal nicht langte. Das ganze Team, aber allen voran Nikolai Baden Frederiksen zeigten ihre Klasse. So stand zwar Serienmeister gegen Überraschungsteam drauf, es war jedoch ein Duell auf Augenhöhe drin.

BL-26: WSG vs. RBS

Kein Beinbruch

Neun Punkte Vorsprung auf Rapid Wien hielten wir davor, acht Punkte sind es jetzt. Dank des Remis zwischen den Grün-Weißen und dem LASK bleibt der Abstand fast unverändert. Was bleibt, ist ein kurzer Schock und gesteigerte Aufmerksamkeit, wenn es schon am Sonntag in das nächste Spiel geht. Der WAC, der uns in den kommenden Tagen gleich doppelt im Weg stehen wird, konnte gestern durch einen späten Penalty gegen Sturm gewinnen. Die Verkündung des neuen Trainers Robin Dutt, der allerdings erst am Saisonende übernimmt, bringt zusätzliche Sicherheit in die Reihen der Lavanttaler.

Es gilt also, nicht zu viel Wert auf die gestrige Niederlage zu legen. Die Meistergruppe trägt ihren Namen, weil der Fußball dort meisterlich gespielt wird, manchmal auch vom Gegner. Die davorliegende Erfolgsserie zeigt aber, dass die Marschrichtung stimmt.

WSG vs. RBS - 9 Bilder