„Das tun, was ich wirklich liebe“

Die ersten Gedanken unseres neuen Innenverteidigers

Piata (Aussprache: Pjonta) ist der Kosename unserer Neuverpflichtung. Sein Blick: Mad Dog. Seine Art: Schwiegersohn. Er spricht in Worten der noblen Zurückhaltung, doch man merkt, in ihm schlummert ein Biest, das er gerne am Wochenende für 90 Minuten rauslässt, ab und zu auch im Boxring.

Es ist immer eine gute Idee, ein anderes Hobby als Fußball zu haben. Hart, aber fair, im Fußball und im Boxen ist es mein Ziel, niemanden zu verletzen. Ich genieße einfach gutes, freundliches Sparring. Es ist ein Hobby von mir, und ich versuche, das Beste daraus zu machen.

Der Bursche weiß also, wie man sich durch harte Situationen kämpft. Seine polnische Heimat im Alter von erst 20 Jahren zu verlassen, ist gewiss eine solche.

Es macht mich natürlich ein bisschen traurig, Polen in so jungen Jahren zu verlassen. Österreich ist für mich weit weg von zu Hause. Ich habe eine sehr enge Beziehung zu meinen Eltern, daher fällt es mir auf jeden Fall schwer, weg zu sein, aber ich tue es, um meine Träume zu verwirklichen, und meine Eltern freuen sich für mich. Ich gehe, um das zu tun, was ich wirklich liebe und was das größte Vergnügen in meinem Leben darstellt.

Kamil kommt nicht einfach so, er kommt mit einem Auftrag. Er ist hungrig nach mehr. In seinem verbleibenden halben Jahr in Polen möchte er mit dem Außenseiter Rakow Czestochowa Meister werden, danach soll es in Salzburg aufwärtsgehen.

Vor allem möchte ich in die Nationalmannschaft berufen werden. Außerdem möchte ich mich in Salzburg in der ersten Elf beweisen, ein zuverlässiges Mitglied des Teams sein und regelmäßig so viele Minuten wie möglich auf dem Platz haben. Dann werden wir sehen, was die Zukunft bringen wird. Hoffen wir, dass alles gut geht.

Das ganze Interview im Video:

Kamil Piatkowski im ersten Interview