Loanees: Das Resümee

Die Loan Army tritt ihre Rückkehr nach Salzburg an

Entsandt in die halbe Welt, spielten unsere Loanees um ein Leiberl in der Heimat. Jetzt, da sie ihre Heimreise antreten, ist es Zeit für ein Resümee.

Junior Adamu

Er wirbelte die Schweizer Super League so richtig durcheinander. In gerade einmal einem halben Jahr beim FC St. Gallen erzielte Junior sechs Tore in 14 Ligaspielen, das kommt 146 Minuten pro Treffer gleich, begann er doch zunächst noch als Joker. Bald merkte Peter Zeidler, dass Junior sein heißestes Eisen im Feuer war. Zwar reichte es in der Liga nach langem Kampf trotzdem nur für Platz sieben, im Cup scheiterte man erst im Finale am FC Luzern.

Peter Pokorny

Als wäre es nie anders zur Debatte gestanden: Mit seiner Ankunft beim SKN St. Pölten riss unser slowakischer Mittelfeldrambo das Stammleiberl an sich. Was aber auch nicht verschwiegen werden darf: Die Niederösterreicher haben stark angefangen und stark nachgelassen. Nachdem es in den letzten 14 Meisterschaftsspielen keinen Sieg zu bejubeln gab und man auch in der Relegation von der Klagenfurter Austria Prügel bezog, steht der Gang in die zweite Liga an. Für Peter geht es hingegen zurück nach Salzburg, und das mit positiven Erfahrungen. Seit März ist er Kapitän der slowakischen U21.

Gideon Mensah

Nach Startproblemen infolge einer Corona-Infektion hatte sich Gideon gut bei Vitoria Guimaraes eingelebt. Unter Trainer Joao Henriques war er unumstößliche Stammkraft. Der portugiesische Trainer gab nach einer Negativserie mit nur einem Sieg in neun Spielen seinen Job ab. Seitdem hieß es für Gidi in and out. 23 Einsätze beim Siebenten in der Endabrechnung können sich allerdings sehen lassen. Zusätzlich gab es im Herbst zwei A-Länderspieleinsätze im Trikot Ghanas für den Linksverteidiger.

Philipp Köhn

Welcome back, Philipp! Nur 41 Gegentore in 32 Spielen, bei sechs Clean Sheets, waren eine bestandene Talentprobe des 23-jährigen Keepers bei seiner Leihe in der Schweizer Challenge League. Für seinen Klub, den FC Wil, gab es unter dem legendären Alex Frei am Ende den siebenten Rang.

Jasper van der Werff

Philipps Spezl Jasper durfte sogar zur U21-EM fahren und bekam dort zwei Einsätze über die volle Spielzeit. Für die Aufgaben bei ebendieser konnte er sich im Trikot des FC Basel empfehlen. 23 Einsätze zählte der gelernte Innenverteidiger, der seit Jahresbeginn zum Rechtsverteidiger umfunktioniert wurde. Die Basler konnten nach langem Kampf die Meisterschaft als Zweiter abschließen.

Jerome Onguene

Für Jerome war es ein Sabbatical im Trikot des CFC Genoa. Seit Winter bot er sich für höhere Dienste an der italienischen Riviera an, vergebens. Über drei Kurzeinsätze und einen Startelfeinsatz kam er beim Mittelständler in der Serie A nicht hinaus. Trainer Davide Ballardini vertraute lieber seinem Stammpersonal.

Masaya Okugawa

Anders erging es da Masaya in Bielefeld. Auch er kam im Winter, sozusagen als Heilsbringer für die Arminia, die zu diesem Zeitpunkt auf einem Abstiegsplatz rangierte. Dort traf er auf einen alten Bekannten. Kurz nach seiner Ankunft übernahm nämlich der ehemalige Leiter der Red Bull Fußball Akademie, Frank Kramer, das Ruder. Für Masaya gab es unter ihm 15 Einsätze, elf von Beginn an. In den letzten zehn Spielen gab es gar nur zwei Niederlagen, das reichte für Platz 15 und somit für den Klassenerhalt.

Majeed Ashimeru

12 Einsätze und zwei Tore bejubelte Majeed Ashimeru beim RSC Anderlecht. Auch wenn es zunächst so aussah, als würde er gegen die Supertalente Kana, Lokonga und Verschaeren schwer einen Stich machen, spielte er sich in die Goodbooks von Trainer Vincent Kompany. Der Coach mit dem Master in Business Administration schloss seine erste Trainersaison auf dem dritten Platz ab. Chapeau, Monsieur!

Samson Tijani

Nach seiner Ankunft im Sommer schien für Samson alles nach Plan zu laufen. Leihe nach Hartberg – Check! Erstes Länderspiel für Nigeria – Check! Nur danach kam der rasante Aufstieg zu einem plötzlichen Stillstand. Der letzte von insgesamt 15 Einsätzen im Trikot des TSV vollzog sich Ende Jänner, seither wurde er von Coach Markus Schopp nur noch drei Mal berücksichtigt. Für sein erstes Jahr außerhalb seines Heimatlandes ist das dennoch beachtlich.

Samuel Tetteh

Nach dem Ende der Saison in der MLS kehrte Samuel Tetteh aus New York zurück, doch Salzburg war für den Ghanaer nur ein Zwischenstopp. Umgehend ging es weiter in die niederösterreichische Landeshauptstadt, wo er, wie sein Kompagnon Peter Pokorny, den Abstieg erleiden musste. 17 Einsätze, neun von Beginn an, gekrönt mit einem Treffer und einer Vorlage, so liest sich die Bilanz unseres Stürmers.

Darko Todorovic

Eine Mischung aus Adriahoch und Bora war Darkos Leihe zum kroatischen Traditionsklub Hajduk Split. Der vierte Platz in der Endabrechnung ist für die eigenen Ansprüche zu wenig, weshalb in dieser Spielzeit mittlerweile fünf (!) Trainer verschlissen wurden. Nummer fünf, Paolo Tramezzani, führte den Klub zwar in den letzten Wochen wieder auf die Siegerstraße, wurde aber umgehend durch Jens Gustafsson ersetzt. Darko, der im Herbst wenig gespielt hatte, stand 23 Mal in der Startelf, was ihm auch wieder einen Platz im bosnischen Nationalteam einbrachte.

Kilian Ludewig

Wer hoch fliegt, fällt tief! So manche staunten, als Kilian die Leihe zum englischen Zweitligisten Barnsley vorzeitig abbrach und sein Glück bei Schalke 04 suchte. Im noch etwas erfolgreicheren Herbst bestritt er acht Partien für die Knappen, bevor er sich einen Mittelfußknochenbruch zuzog, von dem er sich nur langsam erholen konnte. Zuletzt stand er drei Mal ohne Einsatz im Kader.

Youba Diarra und Carlos Coronel

Für die beiden Loanees läuft gerade die junge MLS-Saison bei den New York Red Bulls. Unter Gerhard Struber sind sieben Spiele bestritten worden, drei konnte man gewinnen. Carlos Coronel hütete in allen den Kasten, Youba Diarra bestritt nur die erste Partie, seitdem laboriert er an einer Muskelverletzung.